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» Sport | Montag, 08. März 2010

Handball, Württembergliga: TSB Gmünd fertigt den Favoriten Weinsberg in der eigenen Halle ab

Mit nur zehn Mann wagte TSB-​Coach Rolf Kölle den Weg nach Weinsberg anzutreten und hoffte, mit seinem Team einen Überraschungscoup zu landen. Am Ende gewannen die Gmünder mit 36:25 und schafften etwas, was dem Team niemand zugetraut hätte. Von Stefan Köpf

Nach der Schlusssirene in der Weinsberger Weibertreuhalle trauten die Zuschauer ihren Augen nicht. Von der Anzeigetafel war das Endergebnis 36:25 für den TSB Gmünd abzulesen. Seit 15 Spielen in Serie blieb der Tabellenzweite TSV Weinsberg bereits ungeschlagen und sahen auch der Begegnung mit den Gmünder Handballern sehr selbstbewusst entgegen. Schließlich besiegte die Mannschaft von Axel Mayer noch jedes gegnerische Team in der eigenen Halle und so auch den Spitzenreiter aus Schmiden. Mayer lehnte sich vor der Partie sogar soweit aus dem Fenster, dass es schwer werden würde, sein Team gegen eine Mannschaft zu motivieren, die ihre Ergebnisse in letzter Zeit nicht allzu gut gestalten konnte. TSB-​Abteilungsleiter Steffen Alt: „Das waren wahrscheinlich noch zusätzliche Nadelstiche für unsere Handballer.“ Denn nach der ersten Heimpleite am vergangenen Spieltag gegen Bietigheim 2 und zahlreichen Ausfällen, gestaltete sich die Vorbereitung auf die Partie gegen Weinsberg alles andere als rosig. „Ich bin sehr stolz auf die Leistung meines Teams. Was meine Spieler in dieser Begegnung gezeigt haben, das war schon spitze.“, so Rolf Kölle zufrieden. Mit nur zwei Auswechselspielern und drei Rückraumakteuren traten die TSBler an und zeigten dem TSV Weinsberg die Grenzen auf. Zum Halbzeitpfiff führten die Gelb-​Blauen mit 15:13.
„Nach dem Seitenwechsel hat das Kölle-​Team weiter Moral und Kampfgeist bewiesen und spielten auf einem hohen Niveau. Bis sieben Minuten vor Spielende konnten die Gmünder Handballer ihren Vorsprung deutlich ausbauen: „Erst ab der 53. Minute glaubte ich an den Sieg, da führten wir dann mit acht bis zehn Toren“, so der Trainer. Torgarant war überraschenderweise Johannes Frey, der sich trotz eines Rippenbruches immer wieder gegen die Weinsberger Abwehr durchsetzen konnte. „Abgefallen ist heute niemand, das war eine geschlossene Mannschaftsleistung. Paul Boizesan und der bislang wenig eingesetzte Benjamin Göth zeigten eine tolle Leistung.“, lobte Steffen Alt. Benni Göth und Moritz Nothdurft glänzten auch nach feinem Zuspiel Michael Hiebers mit einem Kempatrick und sorgten so auch für die nötigen Schmankerl, die eine solche souveräne Leistung abrunden. „Das war heute auch ein Spiel der Mannschaft für den Trainer.“, freute sich Alt über die Einstellung des Teams. Am Freitag hatten Johannes Frey und Christian Tobias Geburtstag und daher brachte der Abteilungsleiter zwei Flaschen Sekt mit in den Bus, um nach dem Spiel darauf anzustoßen. „An diesem Tag hat einfach alles gepasst, es war eine grandiose Stimmung.“, fasste es Steffen Alt passend zusammen. Nun können sich die angeschlagenen und verletzten TSB Spieler erst einmal erholen und regenerieren, denn das nächste Spiel steigt erst am 20. März in Heiningen. Heiningen steht momentan auf dem fünften Rang und hatte das Hinspiel verloren.
TSB Schwäbisch Gmünd: Fabian – S. Frey (6), J. Frey (8), B. Göth (3), S. Göth (4), P. Schamberger (0), M. Hieber (5), Boizesan (7/​1), Nothdurft (3)
 

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