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» Ostalbkreis | Dienstag, 09. März 2010

Elterninformation der Heinrich-​Prescher-​Schule: „Unsere Hauptschule — Wege in die Zukunft“

Angesichts rückläufiger Schülerzahlen drohen vor allem die Hauptschulen in den Landgemeinden „auszusterben“. In Gschwend soll durch gezielte Elterninformation dem entgegen gewirkt werden — mit dem Argument, dass das Lernen an einer ländlichen Hauptschule in kleinen Klassen auch Vorteile hat.

GSCHWEND. Bei dem gut besuchten Elterninformationsabend über weiterführende Schulen an der Heinrich-​Prescher-​Schule wurde eines ganz deutlich: Gymnasien und Realschulen brauchen sich keine Sorgen um Schülerzahlen zu machen. Ein anderes Bild, mit stetig weniger Empfehlungen, ergibt sich bei den Hauptschulen/​Werkrealschulen.
Obwohl die verantwortlichen Bildungspolitiker das Drei-​Gliedrige Schulsystem für wichtig und richtig halten, scheint der Eindruck sich zu verfestigen, dass die Übergangsverfahren auf Realschulen und das Gymnasium (jede zweite Empfehlung) den Weg auf diese Schulen stets weiter erleichtern.
Ob dies letztlich wirklich im Sinne der Schüler sein könne, wurde von Rektor Fritz Wetzel in fürsorglicher Weise nachgefragt. Antwort darauf konnte von den Referenten der Realschule und des Gymnasiums gegeben werden.
Warnend fiel diese für die so genannten „schwachen Empfehlungen“ aus. Gemeint waren damit die Notendurchschnitte, welche sich in den Grenzbereichen der Voraussetzungen zum Übertritt auf diese Schularten befänden (Realschule bis 3,0 /​Gymnasium bis 2,5), also „2 bis 3 Zehntel“ darunter. Hier tun sich oft große und anhaltende Probleme auf, so die Realschulvertreterin; verallgemeinern wollte dies jedoch niemand.
Der schulpolitischen Lage geschuldet, ging der Schulleiter der Heinrich-​Prescher-​Schule, Rektor Fritz Wetzel dezidiert und ausführlich auf die besondere Situation der Heinrich-​Prescher-​Schule für jetzt und die Zukunft ein.
Hieraus die wesentlichsten Aussagen: Der Landtag von Baden-​Württemberg hat die Schulbezirke der Hauptschulen /​Werkrealschulen ab dem Schuljahr 2010/​2011 aufgehoben. Erstmals haben die Eltern die Möglichkeit, den geeigneten Schulort Ihres Kindes frei zu wählen. Somit können nun auch Schüler mit Hauptschul-​/​Werkrealschulempfehlung der künftigen Klassen 5, aber auch alle Hauptschüler der Klassen 6 bis 9 an der Hauptschule in Gschwend angemeldet werden. Die Heinrich-​Prescher-​Schule Gschwend, wäre damit besonders interessant für Hauptschüler, die in folgenden Gemeinden wohnen: Kirchenkirnberg (Fornsbach), Unterrot, Eschach, Ruppertshofen, Spraitbach und Sulzbach-​Laufen. Wobei für e Schüler aus Kirchenkirnberg, einem Nachbarort jenseits der Kreisgrenze der Besuch wegen des kürzeren Weges, ebenfalls durchaus interessant sein könne. An allen oben genannten Orten/​Schulen wurden bereits vor den Faschingsferien Informationsunterlagen für die Eltern und Schüler zur Weitergabe abgegeben.
Die Schülerbeförderung zur Heinrich-​Prescher-​Schule wird von der Schulleitung und dem Elternbeirat in Abstimmung mit dem Landratsamt zu deren Zufriedenheit gelöst werden, so der Schulleiter. Bereits jetzt besuchen fünf Schüler aus Spraitbach die Heinrich-​Prescher-​Schule. Die „Beförderungslage“ mit dem Bus wird derzeit ständig verbessert. Dem Schulleiter und dem Elternbeirat sei dies ein besonders wichtiges Anliegen, um „Stolpersteine“ für die Anmeldung auswärtiger Schüler rechtzeitig aus dem Weg zu räumen.
Besondere Bedeutung legt Rektor Fritz Wetzel auf die Feststellung, dass auch an seiner Schule bis zur 9.Klasse nach dem zukünftigen Werkrealschulniveau unterrichtet wird. Allerdings in deutlich kleineren Klassen (näheres dazu im Internet auf der Schul-​Homepage).
„Wir empfehlen den Bildungsgang Hauptschule in Gschwend mit der Hauptschulabschlussprüfung nach Klasse 9 abzuschließen. Im Anschluss daran favorisieren wir den Besuch einer zweijährigen Berufsfachschule mit Abschluss der Mittleren Reife. Dies ist in der Regel mit dem Anspruch auf eine Lehrzeitverkürzung verbunden“, so Wetzel.
Nach dem Hauptschulabschluss gibt es natürlich auch die Möglichkeit die 10.Klasse einer Werkrealschule zu besuchen, sofern der entsprechende Notendurchschnitt von 3,0 geschafft wird. Hierbei verwies der Schulleiter auf die bemerkenswerte Zehn-​Jahres-​Bilanz der Gschwender Schulabschlüsse.
Die Einladung zu einer Sonderveranstaltung für Eltern und Schüler ist terminiert auf Freitag, 12. März, von 17 Uhr bis 19 Uhr an der Heinrich-​Prescher-​Schule „Unsere Hauptschule — Wege in die Zukunft“. Die Eltern werden über die Ziele, die Strukturen der Schule und deren laufende Projekte, sowie über die oben angesprochene Schülerbeförderung informiert. Offizielle Anmeldetermine sind: Mittwoch, 24. März und Donnerstag, 25. März, jeweils von 8 bis 11 Uhr und von 14 bis 16 Uhr. Darüber hinaus werden Anmeldungen von der Schule an jedem Schultag entgegengenommen.

Weitere Informationen zum Bildungsgang Hauptschule in Gschwend können aus der Schulhomepage http://​www​.hein​rich​-prescher​-schule​.de entnommen werden. Ferner können Interessierte per E-​Mail poststelle@​04124710​.​schule.​bwl.​de oder telefonisch unter den Telefonnummern 07972/​416 oder 07972/​910457 mit der Schule in Kontakt treten.
 

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