»
Kultur |
Dienstag, 09. März 2010
Frühjahrsausstellung „Neues kleines Welttheater“ in der Abtsgmünder Zehntscheuer
Die Vernissage zur Ausstellung „ Neues kleines Welttheater“ hat am Sonntagvormittag der Zehntscheuer deren Kapazitätsgrenzen aufgezeigt.
AUSSTELLUNG (fa). Dicht gedrängt standen die Besucher um die teils ungewöhnlichen Kunstobjekte von Traudel von Röthardt und Uli Natterer. Eher untertrieben hat Bürgermeister Georg Ruf als er zu Beginn der Ausstellung sagte, dass heute Leben in der Zehntscheuer sei. Für das „ Neue kleine Welttheater“ der beiden Künstler war die Bühne fast zu klein.
Ausdruck eigener Körperwelten: Skulpturen aus Lindenholz
So heiter und pfiffig wie die Bilder, Installationen, Objekte und Skulpturen von Trudel von Röthardt und Uli Natterer sind, so amüsant und locker waren auch die musikalischen Vorträge der Seniorenkantorei Aalen, die zum Beispiel die stummen und starren Puppen mit ihren Stimmen belebten und die Einführung in die Ausstellung von Wolfgang Nussbaumer. Chaos und Ordnung seien die beiden Pole der Ausstellung, sagte Wolfgang Nussbaumer. Im Zentrum der Zehntscheuer stehen die Skulpturen aus Lindenholz von Traudel von Röthhard, Sie seien der Ausdruck eigener Körperwelten und das einzig Konkrete in der Ausstellung, so Nussbaumer.
Aus der Mitte des Raumes schweife der Blick der Puppen hinaus in das Chaos. Hinaus zu den teils aberwitzigen Installationen von Uli Natterer, zu König Arthurs Tafelrunde, zum Sängertisch, zu den Sitzschwingern , zu Vögeln und Vogelmenschen. Das scheinbare Chaos gliedert sich in einen „materiellen“Teil und handelt von Tischfreuden und Sitzbeschwerden sowie einen „geistigen Teil“ der von Vogelmenschen handelt, viel Luft nach oben hat und allen Menschen gewidmet ist, die ohne weitere Hilfsmittel fliegen können. So sieht Uli Natter selbst seine Einteilung. Er ist ein Sammler von Brauchbarem und Unbrauchbarem, wenn es darum geht, Mosaiksteine für seine Kreationen zu suchen, seien es alte rostige Kuhanbindeketten für König Arthurs Tafelrunde oder Plastikfiguren aus Wundertüten für seine Sitzschwinger. Bei der Ausstellung geht es in erster Linie um Kunst, die auf der Bühne steht und Theater macht. Kunst, die der Betrachter entdecken muss indem er hinschaut und die Rätsel löst, Schautheater, Worttheater, eben kleines Welttheater. Begleitet wurde die Ausstellung von einer Performance der Projektgruppe „New Limes“ der Kulturtankstelle Schwäbisch Gmünd.
Zu sehen ist die Ausstellung bis zum
5. April; samstags von
14 bis
17 Uhr, sonntags von
11 bis
17 Uhr.
Noch keine Kommentare vorhanden.