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Kunstturnen, Oberliga, Männer: TVW unterliegt der TG Wangen-Eisenharz - Am Wochenende geht es gegen den Topfavoriten

Eingereicht von Redaktion am 09. Mär 2010 - 08:03 Uhr

(pm). Der Wille war riesig, die Unterstützung der Fans groß: Rund 20 Punkte konnte sich die zweite Mannschaft des TV Wetzgau im Vergleich zum ersten Kampf in dieser Saison verbessern. Zum Sieg reichte es gegen Wangen-Eisenhart dennoch nicht. Das junge Team musste eine 305,75:312,05-Niederlage hinnehmen.
Paul Schneider und seine Funktionärskollegen waren ebenso begeistert wie die Turner: „Die Halle im Unipark bietet auch für Wettkämpfe eine Superatmosphäre.“ So war angerichtet – für den ersten TVW-Sieg in der Oberliga? Mitnichten. Die Mannschaft, die sich vor allem durch ihre jungen Athleten auszeichnet, steigerte sich zwar deutlich und scheint in der hohen Klasse angekommen. Gegen die Routiniers aus Wangen aber war an diesem Tag einfach noch kein Kraut gewachsen. Dabei litt das Wetzgauer Streben nach dem Sieg vor allem an der fehlenden Stabilität an den Angstgeräten Pauschenpferd und Ringe. „Da haben wir den Wettkampf verloren“, fassten die Trainer zusammen.
Zunächst aber wanderte der Blick hinauf auf die Tribüne. Dass die Halle im Gmünder Osten beste Trainingsbedingungen bietet, ist längst bekannt. Der TVW hat hier seine Heimat gefunden – die Früchte sollen in den kommenden Jahren geerntet werden. Nun also wurde die Halle auch für den Wettkampfbetrieb freigegeben. „Und das hat super funktioniert“, so Paul Schneider. Viele Zuschauer, Klassestimmung – da wollten die TVW-Athleten gleich am Boden unter Beweis stellen, wie sie sich im Vergleich zum ersten Aufeinandertreffen in dieser noch jungen Runde gesteigert hatten. Zwar ging der Gerätesieg knapp an die Gäste, aber es war zu merken, dass die jungen Sportler mit einem ganz anderen Willen zu Werke gingen. Das aber änderte sich drastisch, als am Pauschenpferd vieles daneben ging. Die Gäste nutzten ihre Chance eiskalt, landeten ihren Sieg an diesem zweiten Gerät mit vier Punkten Vorsprung und legten damit den Grundstein für den Gesamterfolg. Der zeichnete sich dann noch mehr ab, als die Wetzgauer an den Ringen erneut Wangen den Vortritt lassen mussten. Schneider: „Da konnten wir noch nicht dagegen halten und haben uns den angestrebten Sieg selbst geraubt!“
Am Sprung trumpften die TVWler auf und fuhren prompt auch den ersten Punktgewinn an diesem Tag in der Unihalle ein. Daran wollte die Mannschaft eigentlich am Barren anknüpfen, musste aber einen Schock gleich zu Beginn verdauen. Marc Hrusa verdrehte sich beim Abgang, das Knie. Während die Röntgenaufnahme keine Knochenbrüche nachweisen konnte, scheinen die Bänder etwas abbekommen zu haben. Die Wetzgauer mussten diesen Sturz erst einmal verkraften, so dass die Hausherren am Barren mit den Gästen nicht mehr mithalten konnten. Umso lobenswerter, dass der TVW dann am abschließenden Reck nochmals in den Wettbewerb zurückkehren konnte und den Zuschauern hier den zweiten Geräteerfolg schenkte.
Am Ende mussten die Wetzgauer den Gästen mit rund sieben Punkten den Vortritt lassen, haben aber unter Beweis gestellt, dass sie – mit 305,75 Punkten – durchaus in der Lage sind, in dieser hohen Liga mitzuhalten. Am 14. März steht nun der nächste Heimkampf an. Um 15 Uhr erwarten die Gmünder den haushohen Favoriten auf die Meisterschaft, Kirchheim, erneut in der Halle im Unipark. „Das wird ganz schwer – dennoch wollen wir alles tun, um vielleicht doch den ersten Schritt in Richtung Klassenerhalt zu machen“, ist Paul Schneider vorsichtig zuversichtlich.
 
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