Akkordeonclub Waldstetten und der Chor All Voices harmonieren beim Frühjahrskonzert
Tosenden Applaus gab es beim Frühjahrskonzert des Akkordeonclubs Waldstetten (ACW) für den gemeinsamen Auftritt des Hauptorchesters mit dem Gastchor „All Voices“ vom Liederkranz Waldstetten.
WALDSTETTEN
(pm). Auch sonst zauberten die verschiedenen Orchester viel Gefühl in die Waldstetter Stuifenhalle und überzeugten mit musikalischer Raffinesse und Charme. Schon die Eröffnung des Frühjahrskonzertes lieferte einen exzellenten Vorgeschmack auf zwei Stunden beste Unterhaltung. Das Hauptorchester intonierte unter der Leitung von Dietmar Schimmele das Stück „Emotions“ von Hans-Günther Kölz. Der Titel stand symptomatisch für das gesamte Konzert. Nach einem munter in den Geschwindigkeiten wechselnden Blues unter der Überschrift „The Blues Factory“ versprühte das irische Stück „Lord of the Dance“ viel Leben. Unter der Regie von Stefan Quiring stürmten die Akkordeonzwerge die Bühne. Ihr Auftritt steigerte sich von Stück zu Stück vom einfachen „Rockschool“ über den Tango „Costa Brava“ bis zum anspruchsvollen „Purzelbaumboogie“ des bekannten Akkordeonkomponisten Alexander Jekic. Vorsitzender Alexander Seiz, der wie immer gekonnt durchs Programm führte, lobte bei den Kleinsten vor allem deren Begeisterung für den neuen Dirigenten und die dauerhafte Besetzung mit zwei Keyboardern und einem Schlagzeuger.
Dirigentin Martina Rieberger stellte den diesjährigen Auftritt des Jugendensembles ganz unter das Genre Rock. Dies schlug sich bereits in der Besetzung mit E-Gitarre, Midi-Akkordeon und Drums nieder. Und die Ähnlichkeit der Titel „The final Showdown“ und „Coke on the Water” mit bekannten Songs war pure Absicht. Der entsprechende Sound überzeugte nicht nur die Jüngeren im Saal von der Klangvielfalt des Akkordeons.
Mit viel Elan und ebenfalls bekannten Melodien spielten sich die Ehemaligen vom Orchester „just for fun“ in die Herzen der Zuhörer. Ihr Programm beinhaltete die größten Hits der
1960er Jahre vom Duo „Simon und Garfunkel“ oder „Take it easy, altes Haus“ und „Ich möchte so gern Dave Dudley hörn“ von der Hamburger Country-Gruppe Truckstop.
Bereits das erste gemeinsame Stück von Orchester und Chor, „Bohemian Rhapsody“ der Gruppe Queen, zeigte eindrucksvoll auf, welche klangliche Fülle Akkordeon und Gesang entstehen lassen können. Mit „Somewhere over the Rainbow“ aus dem Film und Musical „Der Zauberer von Oz“ sowie dem Sommerhit „California Dreamin’“ brachten die beiden Gruppen ihr Publikum nicht nur zum Jubeln, sondern auch zum Mitklatschen und Mitwippen. Kein Wunder, dass die Gäste die Musiker danach noch nicht von der Bühne lassen wollten. Das Ensemble verwöhnte sie abschließend mit Coldplays „Viva la Vida“ als Zugabe.
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