Arbeitslosenquote sinkt aber nur minimal /Zwischenbilanz in Sachen Ausbildungsstellen
Im März sank die Zahl der Arbeitslosen um 338 auf 13 418 Personen. Eine leichte Frühjahrsbelebung die Arbeitslosenquote um 0,1 auf 5,8 Prozent sinken“, sagte Hans-Joachim Gulde, Leiter der Arbeitsagentur Aalen.
OSTWÜRTTEMBERG. Die Arbeitslosenquote reduzierte sich im Landesdurchschnitt ebenfalls um
0,
1 Prozent und liegt dort nunmehr bei
5,
4 Prozent. Zur Transparenz über das tatsächliche Arbeitsplatzdefizit weist die Bundesagentur für Arbeit zusätzlich Angaben zur Unterbeschäftigung aus. Neben den registrierten Arbeitslosen fließen hier auch die Teilnehmer an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen ein. Dies sind zum Beispiel Weiterbildungsmaßnahmen, Trainingsmaßnahmen oder Arbeitsgelegenheiten. Demnach gibt es im Agenturbezirk Ostwürttemberg für
17 134 Personen ein Arbeitsplatzdefizit. Dies entspricht einer Unterbeschäftigungsquote von
7,
3 Prozent.
Auf die einzelnen Landkreise verteilen sich die Zahlen wie folgt: Im Ostalbkreis sind
9193 Personen arbeitslos gemeldet, das entspricht einer Quote von
5,
6 Prozent (Vormonat
5,
8 Prozent). Hiervon werden
4685 Personen (im Vergleich zum Vorjahr +
18,
4 Prozent) von der Arbeitsagentur (SGB III) und
4508 Personen (im Vergleich zum Vorjahr +
18 Prozent) von der ARGE abo (SGB II) betreut. Im Landkreis Heidenheim sind
4225 Personen arbeitslos, dies entspricht einer Quote von
6,
3 Prozent (Vormonat
6,
2 Prozent); bei der Arbeitsagentur sind
2191 Personen (im Vergleich zum Vorjahr +
21 Prozent) und bei der ARGE Job-Center
2.
034 Personen (im Vergleich zum Vorjahr +
6,
4 Prozent) arbeitslos gemeldet.
Der Rückgang von Arbeitslosen im März betrifft alle Personengruppen. Bei den „
50-jährigen und älteren Arbeitslosen“ sank die Zahl erfreulicherweise um
79 Personen auf
3856 (entspricht einer Quote von
6,
6 Prozent). Ausländische Arbeitslose sind mit
2575 Personen betroffen; die Zahl sank hier um
58, aber deren Arbeitslosenquote ist mit
15,
1 Prozent weiterhin sehr hoch.
„Erfreulicherweise wurden dem Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit im Monat März
697 neue Stellen gemeldet. Hiervon sind
656 Stellen „ungefördert“, also betriebliche, sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse. Von den gemeldeten Stellen kommen
32,
9 Prozent der Stellen aus dem Bereich der Arbeitnehmerüberlassung,
8,
8 Prozent aus dem Verarbeitenden Gewerbe sowie
7,
9 Prozent aus dem Kfz-Bereich. Die restlichen
50,
3 Prozent verteilen sich überwiegend auf die Dienstleistungsberufe wie Handel, Sozial– und Erziehungsberufe, Ordnungs– und Sicherheitsberufe sowie Organisations-, Verwaltungs– und Büroberufe sowie Angebote für Ingenieure“, so die Agentur.
In der Hauptagentur Aalen sind
3192 Arbeitslose gemeldet, das sind
146 weniger als im Januar. Die Arbeitslosenquote sinkt um
0,
3 Prozentpunkte auf
5,
5 Prozent (Vormonat
5,
8 Prozent). In Bopfingen sind
753 Arbeitslose gemeldet, das sind
45 weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote sinkt von
5,
8 Prozent auf
5,
4 Prozent. Im Geschäftsstellenbereich Ellwangen sind
811 Arbeitslose gemeldet, das sind
61 weniger als im Februar. Mit einer Arbeitslosenquote von
3,
6 Prozent (
3,
9 Prozent im Vormonat) hat Ellwangen eine Sonderstellung im Bezirk. Insgesamt
103 Arbeitslose weniger und damit
4437 Arbeitslose sind in Schwäbisch Gmünd gemeldet; dies entspricht einer leicht gesunkenen Arbeitslosenquote von
6,
4 Prozent (im Vormonat
6,
5 Prozent). Heidenheim hat
4.
225 gemeldete Arbeitslose, das sind
17 mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote steigt hier von
6,
2 Prozent im Vormonat auf nun
6,
3 Prozent.
Agentur-Chef Gulde zieht auch eine aktuelle Zwischenbilanz zum Ausbildungsstellenmarkt: „Im Agenturbezirk Ostwürttemberg sind bisher insgesamt
3245 Bewerber/innen (Ostalbkreis
2460; Landkreis Heidenheim
785) gemeldet. Demgegenüber stehen bisher insgesamt
2290 zur Vermittlung gemeldete Berufsausbildungsstellen für den gesamten Agenturbezirk (Ostalbkreis
1665; Landkreis Heidenheim
625). Die bisher registrierte Zahl der Bewerber/innen liegt lediglich um
100 Bewerber hinter der Vergleichszahl des Vorjahres; es bleibt abzuwarten, wie viele sich bis zum Ausbildungsbeginn noch registrieren lassen. Die bislang gemeldeten freien Ausbildungsstellen liegen bisher um
321 Stellen unter der Vorjahreszahl für den März, das entspricht einem Rückgang um
12,
3 Prozent.
„Die Absichtserklärung der Unternehmen, in der Region weiterhin auf hohem Niveau ausbilden zu wollen, soll auch in diesem Jahr jedem Schüler ein Angebot sichern. Wir bräuchten dazu allerdings noch eine enorme Steigerung der Ausbildungsstellen“, erläutert.
„Im Monat März hat sich die Lage auf dem regionalen Arbeitsmarkt nur unwesentlich verbessert. Es wäre vorschnell, von einer Entspannung zu sprechen“, so Hans-Joachim Gulde. „Vielmehr handelt es sich um eine leichte saisonal bedingte Belebung.“ Mehr als ein Drittel der neu gemeldeten Stellen seien aus dem Dienstleistungsbereich. „Meinen Appell an die Unternehmen, dem Arbeitgeberservice der Agentur freie Ausbildungsstellen zu melden, kann ich nur eindringlich wiederholen“ so Gulde. Die Jugendlichen ermuntert er, die Angebote der Berufsberatung in Anspruch zu nehmen und ihre Lebensplanung auch aktiv zu betreiben.
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