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» Schwäbisch Gmünd | Donnerstag, 01. April 2010

Bezirkstag der KAB Hohenrechberg: Anna Schonter neue Bezirksvorsitzende der KAB als Nachfolgerin von Norbert Müller

Alle vier Jahre kommen die Orts– verbände der Katholischen Arbeitnehmer-​Bewegung des Bezirkes Hohenrechberg zu ihrem Bezirkstag zusammen. Am vergangenen Samstag war die KAB Herlikofen Gastgeber des Verbandtreffens.

SCHWÄBISCH GMÜND (bo). Mit einem neugewählten Vorstand möchte die KAB die Herausforderungen der kommenden Zeit angehen. Großes Vertrauen sprachen die Delegierten ihrer neuen Bezirksvorsitzenden, Anna Schonter aus Schwäbisch Gmünd Rehnenhof aus. Auch für den seitherigen Bezirkspräses, Diakon Herrmann Abele konnte ein Nachfolger gefunden werden. Diakon Martin Betz wird die geistige Leitung des Bezirkes übernehmen.
Norbert Müller, der seit sieben Jahren dem Bezirk vorsteht, konnte neben den Delegierten der KAB–Vereine auch Alois Watzka, stellvertretender Diözesanvorsitzender, begrüßen. In seinem Grußwort an die Delegierten erinnerte Watzka an die Wurzeln der KAB in der Katholischen Soziallehre. Die KAB sei eine Bildungs– und Aktionsbewegung und heute mehr denn je gefragt als eine Bewegung der sozialen Gerechtigkeit. Angesichts der Missstände, die Arbeitnehmer immer mehr in ungeschützte, befristete Arbeitsverhältnisse dränge, immer mehr Menschen nicht mehr von ihrem Lohn die Familien ernähren können, sei die Forderung nach einem Mindestlohn von 8,50 Euro, wie die KAB ihn seit langem fordere, hochaktuell.
In seinem Rechenschaftsbericht konnte Norbert Müller auf viele Highlights der letzten vier Jahre zurückblicken. Die Bezirksarbeit sei geprägt gewesen von geselligen, religiösen, kulturellen und politischen Veranstaltungen. Politik ganz hautnah erleben konnten KAB–Mitglieder bei der Berlin-​Studienfahrt und der Studienreise zum Europaparlament nach Straßburg. Für viele noch in lebhafter Erinnerung sei die Ausfahrt auf den Spuren von Papst Benedikt XVI, um die Weltkulturstadt Regensburg zu erleben. Genauso standen Werksbesichtigungen und Bildungsveranstaltungen zu Arbeitweltthemen auf dem Programm. Besonders geschätzt waren in diesen Jahren immer wieder die Seniorenwallfahrten des Bezirkes und des Diözesanverbandes.
Dass es der KAB nicht nur um die Situation der Menschen in unserem Lande gehe, das zeige das starke finanzielle Engagement der Ortsgruppen für Missionsprojekte, so Müller in seinem Bericht. Darüber hinaus unterstützte der Bezirk mit 3464 Euro die Arbeit der KAB–Bewegungen in Uganda und Kenia. Einen besonderen Dank sprach Norbert Müller dabei — stellvertretend für alle KAB–Gruppen — an Herbert van Treel aus, der seit vielen Jahren den Osterkerzenverkauf in Bettringen organisiert und jedes Jahr ein Spitzenergebnis erreiche.
Dass die Bezirks-​Kasse nicht nur ordnungsgemäß geführt wurde, wie von den Kassenprüfern Alexander Wurst und Rita Heer bestätigt, sondern auch ordentliche Rücklagen gebildet werden konnten, das verdankte die KAB ihrem langjährigen Finanzverantwortlichen Otto Grünauer, der ebenfalls die Kassentätigkeit in andere Hände übergab. Nach den Rechenschaftsberichten beantragte Rainer Wamsler die Entlastung des Vorstandes, die die Versammlung einstimmig erteilte.
Fast harmonisch liefen die Wahlen ab, nachdem der alte Vorstand für alle satzungsgemäßen Aufgaben motivierte Kandidaten vorstellen konnte. Die Ergebnisse im Einzelnen: Bezirksvorsitzende Anna Schonter, Stellvertreter Bernhard Kottmann und Inge Dorsch, Kassierer Norbert Müller, Schriftführer Walter Schonter, Frauenarbeit Margrit Eisele, Seniorenarbeit Irmtraud Daubner, Internationale Zusammenarbeit Roman Trautwein, Presse– und Öffentlichkeitsarbeit Bernhard Bormann, Beisitzer Klaus Röhrle und Irmgard Brandner, Kassenprüfer Alexander Wurst und Rita Heer
Mit herzlichen Worten dankte die neugewählte Vorsitzende Anna Schonter für das große Vertrauen der Delegierten, fügte aber auch gleich hinzu, dass sie die vor ihr liegenden Herausforderungen nur gemeinsam mit allen angehen könne und sie die starke Unterstützung aus den Gruppen brauche. „Du hast die KAB entscheidend geprägt, es wird nicht leicht sein, in deine Fußstapfen zu treten“, würdigte Schonter die Leistungen ihres Vorgängers Norbert Müller .
Einen Ausblick auf kommende Veranstaltungen konnte die neue Vorsitzende mit der KAB–Kampagne unter dem Motto „Gute Arbeit – menschlich-​sozial– gerecht“ geben. Die KAB möchte auf die Arbeitsbedingungen in den Betrieben aufmerksam machen und insbesondere aufzeigen, was für die Menschen „Gute Arbeit“ bedeutet. Eine Wanderausstellung, die in anderen Regionen der Diözese schon große Resonanz gefunden hat, wird vom 15. – 27. Juni in der Stauferklinikum Station machen.
Schließlich warb sie für die traditionsreiche Maiwallfahrt auf den Rechberg. Der Leiter der Betriebsseelsorge, Wofgang Herrmann konnte als Zelebrant gewonnen werden. Die Frauen der KAB in der Diözese bereiten die Wallfahrtstationen zum Thema ‚Globalisierung der Nahrung’ vor.
 

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