Delegation aus Fernost zu Besuch beim Südwestmetall-Verband
Werbung in eigener Sache hat die chinesische Delegation beim Wirtschaftsempfang des Arbeitgeberverbands Südwestmetall in Aalen gemacht. Bezirkssekretär Li Shengli stellte den gut 100 geladenen Gästen die Region Licheng und den Industriepark Lingang vor. Von Alexander Gässler
OSTWÜRTTEMBERG (gäss). Man fühlte sich phasenweise an eine Butterfahrt erinnert. So unverblümt machte Li Shengli den Bezirk Licheng schmackhaft. Wenn man aber weiß, wie die Chinesen „ticken“, fügt sich eins und eins zusammen.
Direkt und ohne Umschweife nämlich werde in China kommuniziert, informierte Ludwig Rapp von der Schwäbisch Gmünder ZF Lenksysteme
GmbH, die neben anderen namhaften deutschen Firmen wie die Automobilzulieferer Voss oder Continental bereits in der Provinz Shandong ansässig ist – im Speckgürtel der Provinzhauptstadt Jinan.
Zur Provinz Shandong an der chinesischen Ostküste gehört eben jener Bezirk Licheng. Eine Region mit der aktuellen Wachstumsrate von
14,
8 Prozent und
2unschätzbaren Geschäftschancen“, sagte Sekretär Li. Der Bezirk unternehme alle Anstrengungen, sich der internationalen Wirtschaft zu öffnen, das sei das Ziel. „Wir sind ständig bemüht, die Chancen für ausländische Investoren zu verbessern.“
Ganz konkret lädt Li ein, im
2007 gegründeten „europäischen Industriepark“ Lingang nahe der Provinzhauptstadt zu investieren. Vor allem Autozulieferer möchten die Provinz dort ansiedeln, Teileproduzenten und generell die metallverarbeitende Industrie. Li hofft dabei auf die Unterstützung von Südwestmetall und von Politikern wie Roderich Kiesewetter, der das Schlusswort des Empfangs sprach. Sie sollen nach Li Shenglis Wunsch eine Brückenfunktion ausüben, um „eine höhere Stufe in der gemeinsamen Arbeit zu erreichen“.
Jörn P. Makko, Geschäftsführer der Südwestmetall-Bezirksgruppe Ostwürttemberg, lobte die „exzellenten Rahmenbedingungen“, die in Shandong geschaffen worden seien. Eingangs hatte Bezirksgruppen-Vorsitzender Hilmar Döring auf die große Teilnehmerzahl des Empfangs verwiesen. Sie zeige das große Interesse der baden-württembergischen Unternehmen an China und der Provinz Shandong. Seine Ideen zur akademischen Zusammenarbeit steuerte Aalens Hochschulrektor Gerhard Schneider bei; OB Martin Gerlach stellte Aalen vor und Ludwig Rapp berichtete über die Erfahrungen von ZF in China. Deutsche Unternehmen tragen dazu bei, dass China der neue Exportweltmeister ist, wie er sagte.
Noch keine Kommentare vorhanden.