Grundsteinlegung mit Regierungspräsident Johannes Schmalzl /Kosten in Höhe von 1,87 Millionen Euro
Bei der Grundsteinlegung des Glashauses über dem Dalkinger Limestor haben Vertreter aus Politik und Forschung auf die Wichtigkeit des 1,87 Millionen teuren Projekts hingewiesen. Von Norbert Acker
OSTALBKREIS. Kurz vor
16 Uhr ist am Montag der Himmel über dem Dalkinger Limestor aufgerissen und die Sonne bestrahlte das archäologische Schmuckstück. Eingefunden hatten sich rund
100 Interessierte. So viele Bürgermeister aus dem Ostalbkreis gibt es selten auf einmal zu sehen, man konnte sich schon im Kreistag wähnen. „Es muss wohl etwas ganz besonderes stattfinden, wenn der Regierungspräsident und sein Vize bei einer Grundsteinlegung dabei sind“, kommentierte Landrat Klaus Pavel zu Beginn die Anwesenheit von Johannes Schmalzl und Josef Kreuzberger. Pavel dankte für das enorme finanzielle Engagement des Landes und stellte klar, dass man mit der Einhausung des Tors eine Verpflichtung zum Erhalt des Denkmals eingegangen sei. „Wenn man aber überlegt, was der gesamte Limes damals gekostet hat, schneiden wir mit unseren Baukosten gut ab“, so Pavel. Regierungspräsident Schmalzl stellte fest, dass es nicht damit getan sei, etwas auszugraben: „Die Fundstellen müssen auch erhalten werden.“ Seine Rede wollte er nach den Ausführungen des Landrats nicht mehr komplett halten, es sei ja schon alles gesagt. „Dafür lege ich sie in den Grundstein“, sagte Schmalzl scherzhaft. Danach hatte ein Mann das Wort, dessen Name im Zusammenhang mit dem Limestor immer fallen wird. Der Entdecker des Tors,
Prof. Dr. Dieter Planck, sprach von dessen ungewöhnlich guten Erhaltungszustand. Die Grabung
1973/
74 sei eine der spannendsten am gesamten rätischen Limes gewesen. Erst habe er sich ein Schutzhaus nicht vorstellen können, die Erfahrungen der letzten
35 Jahre hätten aber gezeigt, dass es nicht ohne ginge. „Das Glashaus mit seiner dreidimensionalen Visualisierung der tatsächlichen Größe des Tors ist eine ganz wichtige Ergänzung für das Limesmuseum Aalen“, stellte Planck abschließend fest. Architekt Cemal Isin sprach von einer Ehre, nun ein vor
1700 Jahren von römischen Bauherrn erbautes Gebäude schützen zu können. Seit
2000 sei man am planen, das
484 Quadratmeter große und bis zu
16 Metern hohe Glashaus soll im Sommer seiner Bestimmung übergeben werden. Rainaus Bürgermeister Achim Krafft hat noch den Anliegern des Tors für die gute Zusammenarbeit gedankt, bevor die Limes-Cicerones mit einem alten römischen Ritual um göttlichen Segen für den Bau baten. Der Grundstein wurde noch mit allerlei Unterlagen für die Nachwelt befüllt, dann war der offizielle Startschuss für das
1,
87 Euro teure Projekt gegeben. Finanziert wird es mit
750 000 Euro aus
EU–Mitteln,
630 000 kommen von der Landes– und
100 000 von der Denkmalstiftung. Den Rest übernimmt der Kreis.
Nach guter alter römischer Tradition hat Ober-Cicerone
Dr. Georg Baumgärtner (Mitte) die Götter um ihren Segen für den Bau das Glashauses für das Dalkinger Limestor gebeten. So sollte das
1,
87 Millionen teure Projekt auch wirklich im Sommer fertig sein.
Noch keine Kommentare vorhanden.