Als Berater und Schauspieler beim Der Fall der Limes im Rotenbachtal mitgewirkt
„Das war eine absolut gute Investition“, so freut sich der Vorsitzende des Verbands der Limes –Cicerones über die Bemühungen der Stadt Schwäbisch Gmünd, den Römerwald und den Limes im Rotenbachtal als Schauplatz der antiken Heimatgeschichte erlebbar zu machen. Die orts– und sachkundigen Limes-Führer bereiten sich derzeit auf die neue Saison vor.
SCHWÄBISCH GMÜND
(hs).
Dr. Manfred Baumgärtner aus Mögglingen steht an der Spitze des Verbands der Limes-Cicerones. Es sind zwischenzeitlich fast
100 ausgebildete und engagierte Führer, die vielerorts entlang des Weltkulturerbes Limes interessierte Bürger, Schulkinder, Touristen und Ausflugsgruppen in die wichtige Epoche unserer Kultur– und Heimatgeschichte eintauchen lassen. Es ist nicht nur reine Wissenvermittlung, sondern mit kreativen Aktionen und in originalgetreuen Kleidern und mit ebensolchen Ausrüstungen lassen die Gästeführer ihre Wegbegleiter teilhaben an Besatzungspolitik, Multikultur, Alltag und Lebensgefühl unserer fernen Vorfahren in der Zeit etwa zwischen
150 und
260 n.Chr. So waren die Limes Cicerones kürzlich auch wichtige Berater und sogar Akteure, als ein Filmteam der Hochschule für Medien aus Stuttgart im Rotenbachtal zu Gast war, um dort eine Episode des professionell gestalteten Films „Anno domini
235 — Der Fall des Limes“ zu drehen. Die szenische Handlung vor der Kulisse der Gmünder Limes-Rekonstruktion spielte im Zusammenhang mit den damaligen Grenz– und Zollkontrollen, die gerade hier an diesem Dreiländereck zwischen den römischen Provinzen Rätien und Obergermanien einerseits und dem freien Germanien andererseits gewiss eine wichtige Rolle spielten. „Römisch Gmünd“ umfasste drei Kastelle, zwei beachtliche Siedlungen (jeweils sogar mit Badehäusern) und gewiss auch viele Gutshöfe, allesamt im Schutz des Limes. Im Film wird nun ein Schmuggler erwischt, der Silber über die Grenze schaffen will.
Dr. Manfred Baumgärtner schmunzelt: „Passt ja irgendwie prima zur viel späteren Tradition Gmünds als Gold– und Silberstadt. Mit Rat, Tat und Ausrüstung beteiligten sich auch Limes Cicerones aus Gmünd an der Szene. Man darf gespannt sein.
Währenddessen bereiten sich Manfred Baumgärtner und sein Team auf die neue Saison vor: Ab
1. Mai werden auch in und um Gmünd wieder regelmäßige Führungen angeboten. Der Vorsitzende des Verbands erzählt von einem ungebrochenen Interesse der Bürger und Besucher an der römischen Geschichte und an den Schauplätzen am Limes. „Wir hatten schon Führungen, da standen plötzlich
90 Leute da.“ Das motiviere und mache Freude. Aus ganz Deutschland gebe es Nachfrage für Führungen und spezielle Programme.
In der Regel bieten die Gmünder Limes– Cicerones ab
1. Mai jeden ersten und dritten Sonntag im Monat ab
15 Uhr Führungen im Rotenbachtal an. Näheres auch im Internet unter limes– cicerones.de
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