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» Ostalbkreis | Sonntag, 11. April 2010

Feuer zerstörte ein altes Fachwerkhaus in Gschwend /​Was noch steht, ist einsturzgefährdet /​Vermutlich technischer Defekt

Am gestrigen Freitagnachmittag brannte in der Welzheimer Straße ein Einfamilienhaus. Das Gebäude wurde durch den Brand unbewohnbar, und die sechs Bewohners benötigen nun eine Ersatzunterkunft.

GSCHWEND (pm). Der Brand war vermutlich im Keller ausgebrochen und hatte sich so schnell durch das ältere Fachwerkhaus gefressen, dass beim Eintreffen der Feuerwehr die Flammen schon aus dem Dach loderten. Die Feuerwehr aus Gschwend, unterstützt durch die Gmünder Wehr mit der Drehleiter, konnte dann zwar ein Übergreifen des Feuers auf die Nachbarobjekte, ein Wohn — und Geschäftshaus auf der einen und ein Wohnhaus auf der anderen Seite, vermeiden. Den Totalschaden am Brandobjekt — davon ist auszugehen — konnten die Feuerwehrleute jedoch nicht mehr verhindern.
Im Haus befanden sich zum Zeitpunkt des Brandausbruchs, gegen 13.20 Uhr, zwei der vier Kinder der Familie. Die beiden konnten zwar noch selbstständig das Haus verlassen; allerdings erlitten das 17-​jährige Mädchen und der 14-​jährige Junge eine Rauchgasvergiftung, zu deren Behandlung sie ins Krankenhaus eingeliefert werden mussten. Die beiden anderen Kinder und die Eltern befanden sich außer Haus.
Nachdem die Feuerwehr den Brand gelöscht hatte, suchte sie nach Glutnestern, die beim Aufdecken des Daches auch immer wieder aufflackerten. Selbst zwei Stunden nach Brandausbruch dauerten diese Arbeiten noch an. Der Sachschaden an der derzeit als einsturzgefährdet bewerteten Brandruine wird auf mehr als 100 000 Euro geschätzt.
Die Gschwender Bürgermeisterin Rosalinde Kottmann war schon während der Brandbekämpfung vor Ort, um sich — unterstützt durch die Kirchengemeinde — um die durch den Brand obdachlos gewordene Familie zu kümmern.
Die Polizei geht derzeit — nach einer ersten vorsichtigen Bewertung — von der Wahrscheinlichkeit eines technischen Defekts aus. Die Brandsachverständigen der Kriminalpolizei werden aber die detaillierten Ermittlungen nach der Brandursache aufnehmen, sobald sie das Haus betreten und den Brandherd genau inspizieren können.
 

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