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Montag, 12. April 2010
Kunstturnen, 1. Bundesliga: TV Wetzgau unterliegt dem mehrfachen deutschen Meister mit 20:55
Zwar hagelte es für den TV Wetzgau im Heimkampf gegen den mehrfachen deutschen Meister, SC Cottbus, eine deutliche 20:55-Niederlage, dennoch konnten die Verantwortlichen mit dem Auftreten ihrer Jungs zufrieden sein. Von Patrick Tannhäuser
Schon im Vorfeld des Wettkampfes war Trainer Paul Schneider klar, dass es gegen Cottbus für seine Mannen nicht viel zu holen geben würde. Da änderte auch das Fehlen des Cottbuser Stars, Sven Boy, nicht viel daran. Möglichst einige Gerätesiege wollten die Wetzgauer versuchen zu landen, schließlich können diese in Sachen Klassenerhalt in dieser Saison noch eine ausschlaggebende Rolle spielen. Im Vorfeld hatte sich Schneider Chancen an Boden und Sprung eingeräumt, und so sollte es dann auch kommen. Der Wettkampf begann perfekt. Mit
5:
4 hatten die Hausherren in der gut besetzten Großsporthalle die Nase vorn. Tobias Wolf (
1) und, wie sollte es auch anders sein, Helge Liebrich (
4) sorgten für die nötigen Scorer-Points Doch das war es dann auch fürs erste, denn nun zeigten die Cottbuser wie stark und ausgeglichen sie besetzt sind. Zwar konnten Liebrich und Daniel Popescu gut dagegen halten, doch auf den Positionen drei und vier sind die Wetzgauer nicht gut genug besetzt. Keine Erkenntnis, die erst dieser Wettkampf brachte. So gingen das Pauschenpferd (
13:
5) und die Ringe (
10:
1) deutlich an die Gäste. Da konnte auch Popescu mit einer Weltklasseübung am Seitpferd nichts ändern, trotzdem war sie ein Augenschmaus für die Zuschauer. Ungewohnte Fehler machte an diesem Gerät Liebrich, der seinem Kontrahenten Roman Zozulja gleich vier Scorer-Points überlassen musste.
Nach der Pause kamen die Zuschauer dann ins Staunen, denn beim Sprung zeigten beide Mannschaften ein sehr hohes Niveau. Letztlich ging dieser aber knapp mit
3:
2 an Cottbus, weil Dominik Pfeifer Philipp Sorrer nicht ganz Paroli bieten konnte. Zu groß war sein Wackler bei der Landung. An den beiden abschließenden Geräten war für die Gmünder Vorstädter wieder nichts zu holen. Am Barren (
13:
3) und Reck (
12:
4) dominierte wieder der Spitzenreiter der Bundesliga.
Die Bundesliga-Saison verspricht noch äußerst spannend zu werden, denn nicht nur im Abstiegskampf geht es extrem eng zu, auch an der Tabellenspitze passieren Überraschungen. So besiegte der
FC Bayern München den amtierenden deutschen Meister aus Straubenhardt. Gegen die Riege aus der bayrischen Landeshauptstadt konnten die Wetzgauer übrigens im ersten Wettkampf als Sieger hervorgehen. Zwar darf nicht vergessen werden, dass damals mit Brian Gladow ein wichtiger Mann fehlte, aber dennoch zeigte es, zu was der
TVW fähig ist.
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