Schwäbisch Gmünd nimmt am EU-Schulfruchtprogramm teil, gestern fand an der Mozartschule die Auftaktveranstaltung statt
Um Schülern zu ermöglichen, gut und fit durch den Tag zu kommen, hat die Europäische Union beschlossen, ein Schulfruchtprogramm einzuführen. Auch Baden-Württemberg beteiligt sich daran. In Schwäbisch Gmünd machen die Grundschüler der Mozartschule und der Stauferschule sowie die Kindergartenkinder des Kindergarten Regenbogenland den Anfang. Von Nicole Beuther
GMÜND-HUSSENHOFEN. Neben den Eltern, Schülern und Vertretern der Stadt, Bürgermeister
Dr. Joachim Bläse und Schul– und Sportamtsleiterin Karin Schüttler sowie Ortsvorsteher Thomas Kaiser waren auch
Dr. Stefan Scheffold, Staatssekretär im Finanzministerium, und Friedlinde Gurr-Hirsch, Staatssekretärin im baden-württembergischen Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum, zu der gestrigen Auftaktveranstaltung in die Turnhalle der Hussenhofener Mozartschule gekommen.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen aber die vielen Äpfel, die im vorderen Teil der Turnhalle in einem Marktstand Platz fanden. „Das macht Appetit“, fand Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch. Die Europäische Union, erklärte sie den Kindern, sorge nicht nur für Frieden, „sie sorgt auch dafür, dass Menschen Arbeit haben und dass sie genug zu essen haben“.
120 000 verschiedene Artikel könne man heute bei einem Vollsortimenter bekommen, sodass es nicht schwierig sei, genug zu essen zu bekommen. „Heute geht es nicht mehr darum, dass wir satt bleiben, sondern dass wir gesund bleiben“, so Gurr-Hirsch, die die Stadt Gmünd als verantwortungsvollen Schulträger lobte und sich für die Bereitschaft bedankte, die Kofinanzierung des Gmünder Schulfruchtprogramms zu übernehmen. Denn mit dem von der Europäischen Union vorgelegten Betrag könne nur die Hälfte der Kosten gedeckt werden, auf Baden-Württemberg entfällt eine
EU–Beihilfe von
2,
5 Millionen Euro.
Neben der Kofinanzierung ist die Stadt Gmünd gleichzeitig auf der Suche nach Sponsoren und Unterstützern, um das Schulfruchtprogramm möglichst weit ausdehnen zu können. Auf die Frage von Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch, warum denn Obst und Gemüse so wichtig sei, wussten viele Kinder eine Antwort. „Weil viele Vitamine drin sind“, sagte ein Mädchen. Doch, so wichtig eine gesunde Ernährung auch ist — es gibt immer noch zahlreiche Kinder, die morgens ohne Frühstück aus dem Haus gehen. So reckten viele der Grundschüler ihre Hände in die Höhe, als die Staatssekretärin fragte, wer denn morgens ohne Frühstück aus dem Haus gehe.
Man müsse früh anfangen, sich gesund zu ernähren, so Bürgermeister
Dr. Joachim Bläse. Er selbst geht mit gutem Beispiel voran. „In jeder Mittagspause esse ich einen Apfel“, sagte er bei der gestrigen Veranstaltung. Mit der Teilnahme an dem Schulfruchtprogramm wolle man ein Signal setzen. Es sei vorgesehen, mit allen Gmünder Schulen ins Gespräch zu kommen. Lieferant und Partner für alle drei Einrichtungen ist der Gmünder Obst– und Gemüsehändler Gerd Pfendert, der bereits vor Einführung des Schulfruchtprogramms der Stadt Gmünd eine solche Idee vorschlug.
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