Gestern erfolgte die Amtseinsetzung von Edmund Penzkofer als Rektor der Grundschule Großdeinbach
Kraft, Vertrauen und Zuversicht wünschten die Redner bei der gestrigen Amtseinsetzung von Edmund Penzkofer als Rektor der Grundschule Großdeinbach. Dass dies gelingen wird, darin waren sich alle einig. Von Nicole Beuther
SCHWÄBISCH GMÜND. Hans-Jörg Polzer, Leiter des Staatlichen Schulamts Göppingen, las aus einem Arbeitszeugnis, das Penzkofer
1994 erhielt. Von einem außerordentlich eifrigen Lehrer mit einer fundierten Sachkenntnis und überdurchschnittlichem Arbeitseinsatz war damals die Rede.
Polzer kam auf die für einen Lehrer nicht ganz gewöhnliche Biographie Penzkofers zu sprechen. Ohne Abitur, „nur“ mit dem Fachhochschulreifeabschluss hatte dieser von
1979 bis
1983 an der Pädagogischen Hochschule Esslingen auf Lehramt studiert. Der Lehrerberuf,
1993 wurde Penzkofer in den Schuldienst eingestellt, führte ihn in den kommenden Jahren unter anderem nach Heidenheim und zuletzt nach Ruppertshofen. Im September
2009 übernahm Penzkofer die Leitung der Grundschule Großdeinbach.
Polzer sprach von der Wichtigkeit, das Selbstvertrauen der Schüler in die eigenen Kräfte zu stärken. Hier gehe es um das Vertrauen, „das wir den Kindern vermitteln“. Der Leiter des Staatlichen Schulamts Göppingen wünschte dem Rektor Kraft und Selbstvertrauen, Vertrauen in die Kräfte der Mitarbeiter und der Schüler, realistische Ansprüche und, auch das sei wichtig, gutes Umgehen mit Misserfolgen. Oberbürgermeister Richard Arnold sprach von einer sehr privilegierten Situation, in der sich Penzkofer befinde. Er selbst, so Arnold, komme gerne an Schulen, „weil es mich daran erinnert, dass ich auch mal ein Kind war“. Zudem tue es gut, die Welt aus der Perspektive der Kinder zu sehen. „Sie haben gute Arbeit geleistet“, sagte Oberbürgermeister Arnold an Ortsvorsteher Gerhard Maier gerichtet. Zusammen mit der Stadtverwaltung habe er in den vergangenen Jahren gute Rahmenbedingungen für den Schulunterricht an der Grundschule geschaffen. Auch die Eltern hätten dazu beigetragen, dass die Schule zu einer lebendigen Gemeinschaft heranwachse. Arnold lobte die vielen Modellprojekte und Aktivitäten, die die Grundschule Großdeinbach in den vergangenen Jahren in die Wege geleitet hatte, unter anderem die Zusammenarbeit mit der Klosterbergschule
1994 — eine Kooperation, so der OB, die Vorbildcharakter im ganzen Land gehabt habe. Weiter nannte er die Lesestube und die Zusammenarbeit mit der städtischen Musikschule.
Ortsvorsteher Gerhard Maier sieht die wesentliche Aufgabe der Lehrenden darin, „darüber zu wachen, dass die jungen Menschen eine entsprechende Führung und Leitung erfahren“.
Hier sei es wichtig, zu erkennen, dass für junge Menschen nur das Gültigkeit habe, „was sie aufgrund eigener Erfahrungen einsehen“. „Ein junger Mensch will überzeugt sein.“
„Sie haben eine Schule übernommen, die sehr intakt war“, sagte Klaus Dengler an Penzkofer gerichtet. Der Geschäftsführende Schulleiter der Grund-, Haupt– und Realschulen sieht in der personellen Änderung eine Chance zur Neuorientierung und Neuausrichtung. Sehr zielführend bei der Arbeit als Rektor sei Penzkofers ethische Grundhaltung, die sich unter anderem in der großen Wertschätzung den Mitmenschen gegenüber äußere. Dengler wünschte seinem Kollegen „lauter richtige Entscheidungen, aber auch Zeit für die Muße“.
„Jeder Wassertropfen ist wichtig, sonst gäbe es keinen Ozean“ — ein Satz, den Schuldekan Hansjürgen Meinhardt gestern zitierte. In Bezug auf die Schullandschaft sagte er: „Ob Lehrer, Eltern, Schüler — jeder ist ein Tropfen, aber gemeinsam bilden sie einen Ozean.“
Noch keine Kommentare vorhanden.