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Freitag, 16. April 2010
Handball, Frauen, Relegation zur Landesliga: SG Bettringen tritt morgen gegen den TV Weilstetten an
Nach sechs Jahren Abwesenheit schicken sich die Bettringer Damen wieder an, den Sprung in die Landesliga zu realisieren. In der ersten Relegationsrunde steht die SG in zwei Begegnungen dem TV Weilstetten gegenüber, das Auftaktmatch findet am morgigen Samstag um 17 Uhr in der Balinger Längenfeldhalle statt. Von Axel Emele
Dementsprechend Motiviert geht die
SG die „Zusatzschichten“ an, obwohl die beiden Routiniers Stefanie Koucky und Petra Uhlmann nicht mehr zur Verfügung stehen, A-Jugendtorfrau Ira Jennewein aus schulischen Gründen passen muss und Linksaußen Janet Flickinger am Samstag beruflich verhindert ist. Und auch der Einsatz von Laura D’Annunzio steht aufgrund Krankheit noch in den Sternen. Und so wird Trainer Arnold Schurr die endgültige Aufstellung auch erst nach dem Abschlusstraining bekannt geben können. Und dann wäre es durchaus möglich, dass die eine oder andere A-Jugendliche eine Berücksichtigung erfährt oder auch Spielerinnen aus der zweiten Mannschaft nominiert werden.
Zur Vorbereitung auf das Spiel gegen die „Lochen-Füchsinnen“ des TV Weilstetten wurde am vergangenen Wochenende das Halbfinale im Bezirkspokal genutzt. „Für uns war es eine zusätzliche Trainingseinheit unter Wettkampfbedingungen. Und die brachte uns die Erkenntnis, dass man ohne Harzerfahrung sehr viele technische Fehler machen kann. Die Mannschaft hat aber erkannt, dass diese Relegation eine riesengroße Chance birgt. Und so wurde mit einem enormen Engagement auch nach dem letzten Bezirksligaspiel weiter trainiert. Unsere Schwerpunkte lagen dabei im Bereich Balltechnik und Tempospiel.“ Trainer Schurr sieht den anstehenden Aufgaben gelassen entgegen, obwohl er über das Niveau des Gegners praktisch nichts weiß. „Alles, was jetzt noch kommt, ist für uns die Kür. Ich glaube auch, dass die Mannschaft im Falle des Ausscheidens keinen Knacks abbekommt. Der Wille zum Fighten ist da, gleichzeitig hoffen wir noch auf die tatkräftige Unterstützung unserer Fans.“ Und so wurde für die Fahrt nach Balingen auch ein Fanbus organisiert, der bis auf wenige Plätze schnell ausgebucht war.
Bei der Partie am Samstag stehen sich zwei Teams gegenüber, bei denen es gleich mehrere Parallelen gibt: Sowohl die SGB als auch Weilstetten waren am vergangenen Wochenende im Final-Four des Bezirkspokals gefordert und beide Trainer wollten oder konnten nicht genau jene Formation auflaufen lassen, die nun am Samstag auf dem Parkett stehen wird. Und auch hinsichtlich der Trainer gibt es auffallende Ähnlichkeiten: Auf Bettringer Seite sprang Arnold Schurr im Januar interimsweise ein, bei Weilstetten war es Claudia Prokein, die im Dezember
2008 als Spielertrainerin bis heute in die Bresche sprang, nachdem ihr Vorgänger abgelöst wurde. Für die C-Lizenzinhaberin war dieser Schritt wiederum nichts Ungewöhnliches, da Prokein schon genau ein Jahr zuvor das Team kurzfristig gecoacht hatte.
Völlig entgegengesetzt zur SGB war jedoch der Rundenverlauf beim TV Weilstetten, dem Tabellenzweiten des Bezirks Neckar-Zollern. „Die ersten drei Spiele gingen verloren. Doch nach und nach kamen wir besser in Schwung, das Zusammenspiel zwischen alt und jung wurde besser. Wir haben in der Abwehr hart gearbeitet und es hat sich dann auch ausgezahlt, denn meistens haben wir die Spiele in der Abwehr gewonnen. Und gegen Ende der Saison machten wir dann noch die ‘Big Points’ gegen jene Teams, wo wir mit einer Niederlage gerechnet hatten. Der Kampfgeist der Mannschaft war für diese Saison ausschlaggebend. Wenn wir hinten lagen, gab man dennoch nie auf“, fasst die Trainerin die Runde zusammen.
Entsprechend stolz ist Spielertrainerin Claudia Prokein auf ihr Team, das erst vor fünf Jahren neu gegründet wurde und nach dem Aufstieg in die Bezirksliga
2008 zwei Jahre später sämtliche Ziele übertroffen hat. „Eigentlich hatten wir für diese Saison den vierten Platz im Visier. Aber unser Kampfgeist gab letztlich den Ausschlag, dass wir am letzten Spieltag gegen Schwenningen um den zweiten Platz spielen durften. Spannender kann man eine Saison nicht abschließen, denn ausgerechnet die letzte Partie war die entscheidende. Natürlich wäre es toll, die Relegation zu gewinnen, die Mannschaft ist heiß darauf. Doch sollte es nicht klappen, wäre es nicht weiter tragisch.“ Weilstetten kann am Wochenende voraussichtlich seinen kompletten Kader aufbieten, lediglich Torhüterin Ina Heimann fällt verletzungsbedingt noch für längere Zeit aus.
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