Heute ist eine Führung an der Unterjura-Kante bei Schönhardt
Der Naturkundeverein Schwäbisch Gmünd setzt seine Jubiläumsveranstaltungen mit einer Wanderung in der Nähe von Böbingen fort. Am Beispiel der Frühblüher kann in Ergänzung zu der Unterjura-Ausstellung sehr gut der Zusammenhang zwischen Geologie, Landschaft, Boden und Vegetation gezeigt werden.
IGGINGEN/BÖBINGEN
(pm). Die Frühblüher in den heimischen Wäldern und Hecken blühen und fruchten bereits im März und April und ziehen sich im Mai in ihre unterirdischen Organe zurück. Denn im Sommer würden sie von höheren Stauden wie Brennnessel oder Giersch überwuchert werden.
Für die rasche Entwicklung und die Bildung von Speicherorganen für das kommende Jahr brauchen sie dazu einen sehr lockeren, humosen, kalk– und nährstoffreichen Boden.
Diesen finden sie insbesondere an der Unterkante des Arietenkalkes und den darunter liegenden Hängen. Optimal ist diese Bedingung an der Steilkante nördlich des Igginger Ortsteils Schönhardt der Fall.
Folgende Frühblüher können mit ihren Speicherorganen gezeigt werden: Lerchensporn mit rübenartigen Knollen, Scharbockskraut mit Wurzelknollen, Anemone und Aronstab mit unterirdischen Kriechsprossen, Blaustern, Goldstern und Märzenbecher mit Zwiebeln.
Zur Einführung in die Geologie und Landschaft treffen sich interessierte Naturfreunde am heutigen Samstag,
17. April, um
14 Uhr in der Geologieausstellung im Bürgersaal des Rathauses in Böbingen.
Anschließend fährt man nach Bildung von Fahrgemeinschaften nach Schönhardt mit einem Zwischenhalt zur Landschaftsbetrachtung beim Feldkreuz. Frühblüher und Böden werden auf einer Wanderung von Schönhardt zum Mühlhölzle besucht.
Die Führung mit
Prof. Dr. Dieter Rodi veranstaltet der
NKV in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule. Sie ist spätestens um
17 Uhr am Rathaus in Böbingen beendet. Die Teilnahme ist kostenlos.
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