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» Schwäbisch Gmünd | Sonntag, 18. April 2010

Marlene und Egon Butz feierten in Bettringen goldene Hochzeit

Das große Fest ist bereits gelaufen. Bei „fünf sagenhaften Kindern“, so Marlene Butz, war der vergangene Samstag der einzig mögliche Termin – ein paar Tage vor der eigentlichen goldenen Hochzeit von Egon und Marlene Butz. Von Manfred Laduch

SCHWÄBISCH GMÜND. Dennoch stand gestern das Telefon nicht still und die Stadt – vertreten durch Ortsvorsteherin Brigitte Weiß – kam natürlich pünktlich am 50. Jahrestag der standesamtlichen Trauung, die damals in Waldstetten stattfand. Die kirchliche Hochzeit wurde in Metzingen gefeiert – nahe der Heimat des Bräutigams.
In Waldstetten arbeitete Egon Butz damals auf dem Rathaus. Und als lediger Beamter ging er Mittags in den „Hirsch“ essen. Dort bediente ihn die aus dem Thüringer Wald stammende Marlene – eigentlich Schneiderin von Beruf. Da wird man dann als Thüringer Mädel schon einmal mit Gerichten konfrontiert, die man vorher nicht kannte. In diesem Fall war es ein von ihr als „Salat vom Ochsen“ servierter Ochsenmaulsalat, der den jungen Gast und die Bedienung zum ersten Mal herzlich miteinander lachen ließen.
Was sich daraus entwickelte war eine bis heute währende große Liebe. Marlene Butz machte zwar noch den Meisterbrief, widmete sich dann aber ganz der Familie, in der sich nach und nach vier Töchter und ein Sohn einstellten. Die berufliche Karriere blieb – wie damals meist – dem männlichen Partner vorbehalten.
OB Scheffold holte Egon Butz als Hauptamtsleiter ins Gmünder Rathaus. Einige Jahre später wählte ihn der Gemeinderat zum Finanzbürgermeister. Bei seinem Ausscheiden aus dem Amt attestierte OB Rembold dem heute 78-​Jährigen hervorragende Arbeit für die Stadt.
Während seine 76-​jährige Frau nach wie vor im Mittelpunkt der inzwischen um sieben Enkel gewachsenen Familie steht – der Sohn ist Referent des Herzogs von Württemberg, eine Tochter bei einem Pharma-​Konzern in Südhessen, eine als Tierärztin in Südfrankreich – bringt sich Egon Butz immer noch zum Wohle der Allgemeinheit ein: Im Verein Städtepartnerschaft, im Evangelischen Verein (dessen Vorsitzender er über lange Jahre war), im Kuratorium der Philharmonie und im Geschichtsverein. Denn Geschichte ist eine Leidenschaft von Egon Butz. Und so ist es kein Wunder, wenn eine Enkelin, vor die Aufgabe gestellt, ein Referat über Heinrich Brüning zu halten, zu allererst auf das große Wissen – und die umfangreiche Bibliothek – des gerne helfenden Großvaters zurückgreift.
 

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