Stukkateur Zeller feiert an diesem Wochenende sein 100-jähriges Jubiläum in den neuen Räumen in Bettringen — Auftakt mit Festakt
Seit 100 Jahren gibt es die Stukkateur Zeller GmbH in Schwäbisch Gmünd. Dieses Jubiläum wird heute und morgen mit verschiedenen Aktionen und einem Tag der offenen Tür im neuen Betrieb in Bettringen in der Carl-Benz-Straße gefeiert. Es ist aber auch Anlass, auf die rasante Entwicklung des Betriebs zurückzublicken.
SCHWÄBISCH GMÜND (rz). Dies geschah in der
SG–Halle in Bettringen zusammen mit Mitarbeitern, Geschäftsfreunden und Kunden im Rahmen eines Festaktes. Geschäftsführer Alexander Schaupp, der den Betrieb nun in der vierten Generation leitet, konnte dazu ein volles Haus begrüßen und erklärte aus voller Überzeugung, dass er nicht zur Übernahme des Betriebs gezwungen worden sei, sondern der Beruf mache ihm viel Spaß und er gehe mit Freude an seine Arbeit heran.
Vater Ulrich Schaupp ließ danach die
100 Geschäftsjahre Revue passieren und zeigte die rasante Entwicklung der Firma und der dazu gehörigen Technik sowie die veränderten Geschäftsfelder – zum Beispiel gerade auf dem Energiesektor – auf. Den Firmennamen Zeller buchstabierte er so: Z wie zuverlässig, E wie Erfahrung, L wie Leistung und Lernen, E wie Energiesparen und R wie rationell.
Oberbürgermeister Richard Arnold lobte nicht nur die Leistung des Unternehmens in den vergangenen
100 Jahren, sondern sagt, dass gerade im Handwerk die persönlichen Fähigkeiten wichtig seien. Das Stadtoberhaupt vergaß aber auch nicht zu erwähnen, dass man jetzt rund
65 Millionen Euro für Schulen, Feuerwehr und den Umbau des Predigers ausgebe und damit ein kleines Konjunkturprogramm für das einheimische Handwerk aufgelegt habe. Man wolle – sowie es möglich ist – das örtliche Handwerk bei den Aufträgen berücksichtigen. Als Geschenk hatte der OB einen mehr als
100 Jahre alten Stich der ehemaligen Reichsstadt mitgebracht.
Im Namen der Mitarbeiter sprach Franz Schreiber, seit
32 Jahren im Unternehmen tätig. Er lobte das gute Betriebsklima, wodurch die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit bei über
15 Jahren liege. Wolfram Kümmel gratulierte im Namen der Landesinnung und zeichnete die Vita von Bruno Zeller auf, der den Betrieb nach dem Krieg von seinem Vater Carl Zeller übernommen hatte. Zeller war
25 Jahre im Vorstand des Landesverbands und war
35 Jahre lang stellvertretender Innungs-Obermeister im Kreis Schwäbisch Gmünd.
Bernd Schnaufer gratulierte im Namen der Kreishandwerkerschaft und ging auf die Situation im Mittelstand ein. Josef Apprich sprach für die Baustoffhändler und Materiallieferanten und erwähnte, dass auch er in vierter Generation das elterliche Unternehmen übernommen habe. Und schließlich gratulierte auch der frühere Innungs-Obermeister Alfons Baur, der bei Bruno Zeller in der Lehre war, dann nach dem Tod seines Vaters auch den elterlichen Betrieb in Lorch übernahm, damit auch Konkurrent zu seinem Ausbildungsbetrieb wurde, aber immer eine guter Freund der Familie Zeller geblieben ist. Baur überreichte das neue Handbuch der Stukkateure, an dem er selbst mitgewirkt hat.
Zur Unterhaltung trat dann Bernd Kolhepp, allias „Hämmerle“ auf
Heute und morgen kann man sich im Rahmen des Tags der offenen Tür im Lindenfeld in Bettringen nicht nur informieren, sondern es findet durch die Fußballjugend der
SG Bettringen auch eine Bewirtung statt und am Sonntag werden ab
13 Uhr Kutschfahrten in die nahen Felder angeboten.
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