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» Sport | Montag, 19. April 2010

Handball, Württembergliga, Männer: TSB Gmünd unterliegt dem Liga-​Primus TSV Schmiden mit 24:29

(has/​skö). Am Ende war das Ergebnis aus Gmünder Sicht noch zufriedenstellend: Fünf Tore weniger (24:29) als der Meister, TSV Schmiden, das konnte man noch akzeptieren. Aber es war keine Galavorstellung der Gäste, und auch vom TSB Gmünd hätte man im letzten Heimspiel dieser Saison ein bisschen mehr erwarten können.

Unter dem Strich gesehen geht das Ergebnis der sehr fairen Partie in Ordnung, und wenn man das Positive für die Gmünder herausziehen will, dann bleibt festzustellen: Der TSB hat die zweite Halbzeit mit 16:12 gewonnen!
Der Meister aus Schmiden zeigte von Anfang an, dass er nicht die zweite Saisonniederlage kassieren wollte. Schon nach einer Viertelstunde waren die Gäste auf der Siegerstraße, ehe der TSB beim Stande von 5:9 die erste Auszeit nahm. Schmiden hatte mit schnellem, geradlinigem und direktem Spiel gezeigt, wie einfach man Tore erzielen kann. Fast jeder Konter wurde erfolgreich abgeschlossen. Und der Meister zog eiskalt auf 11:5 davon, hatte aber auch Glück, dass die Gmünder dreimal am Pfosten scheiterten. Beim Stande von 7:15 gab es den ersten Siebenmeter in diesem Spiel, Boizesan verwandelte. Die Gmünder spielten nach vorne recht einfallslos, zu wenig Druck und oft ein schwacher Abschluss. Über außen kam fast gar nichts zustande, nur ein Treffer nach 20 Minuten. Mit dem Pausenpfiff parierte Fabian den ersten Strafwurf der Gäste — und so stand es nach 30 Minuten 8:17.
Während der TSB nach der Pause zwei Konter nacheinander versiebte, erhöhte Schmiden auf 19:8, ehe die beste Phase der Gastgeber folgte. Nach Treffern von Boizesan und Sebastian Göth kam in der Halle auch so etwas wie Stimmung auf, und als Czypull mit einer schönen Einzelaktion den 15. Treffer für die Gmünder markiert hatte, kam ein bisschen Hoffnung auf, vielleicht noch einmal heranzukommen. Danach wurde mehr über die Außen gespielt, zwei Tore von Benjamin Göth und eines von Steiner bewiesen, dass der Meister dort etwas anfällig wirkte. Dass die Gmünder nie aufsteckten, unterstreichen die letzten beiden Tore in dieser Partie, die Schamberger und Steiner zum 24:29-Endstand erzielten.
Fazit: Der TSV Schmiden war nicht nur vom Ergebnis her die bessere Mannschaft, sondern man konnte den Unterschied auch im Spiel nach vorne und in der konsequenten Abwehr klar erkennen. Wenn der TSB Gmünd in der kommenden Saison ganz oben mitspielen will, dann muss er noch ordentlich zulegen.
TSB Gmünd: Fuß, Fabian (Tor); M. Hieber (1), Boizesan (3), S. Frey (5), S. Göth (1), Nothdurft (1), Czypull (1) , B. Göth (3), Schamberger (5), Steiner (3)
Rolf Kölle (Trainer, TSB Gmünd) zum Spiel:
„Mit dem Ergebnis kann man leben, doch hatten wir uns vor Beginn der Partie etwas mehr erhofft. Unsere Leistung war heute sicher eine der schwächeren in der bisherigen Runde, vor allem die Rückraumspieler haben keinen allzu glücklichen Tag erwischt. Zu allem Überfluss ist noch kurz vor der Begegnung Johannes Frey ausgefallen, so dass einer der wichtigsten Spieler fehlte und das Team nochmals neu aufgestellt werden musste. Wir haben eine Zeit lang gebraucht, um uns in die Partie zu kämpfen, doch das ist uns dann erst in der zweiten Halbzeit gelungen. Es war ein verdienter Sieg für den TSV Schmiden, den aber eigentlich wir gerne gefeiert hätten.“
 

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