Sportpolitischer Frühschoppen im FCN-Forum /Stadtverwaltung: Erste Ansätze und Ideen
Sportvereine, Gemeinderäte und die Spitze der Stadt Schwäbisch Gmünd an „einem Tisch“: Gestern vormittag traf man sich im Normannia-Forum zum „Sportpolitischen Frühschoppen.“
SCHWÄBISCH GMÜND
(str). Gastgeber Albert Klammer, Vorsitzender des
FCN, sprach von einem „Neustart nach den Kamingesprächen“. OB Richard Arnold wünscht sich einen regelmäßigen Dialog, ähnlich wie mit den kulturtreibenden Vereinen, „damit alle Informationen bis zur Entscheidung auf dem Tisch liegen.“
Sportbürgermeister
Dr. Joachim Bläse zeigte den Ist-Zustand der Vereine auf, den man durch einen Umfragebogen ermittelt hat. „Die Stimmung in den Vereinen ist gut“, sagte Bläse, aber man wolle an den Verbesserungen arbeiten und nicht zusammensitzen um zu erklären, was schlecht sei. Als Grundlage diene der Sportentwicklungsplan, den man immer wieder vor Augen habe, dabei aber leider auch feststellen muss, welche Projekte nicht machbar sind. Die Umfrage habe ergeben, dass sich die meisten Vereine eine bessere Vernetzung und andere Strukturen wünschen.
Der Bau von Hallen oder Plätzen sei in absehbarer Zeit durch die Stadt nicht machbar. Wenn jedoch ein Verein komme und gemeinsam ein Projekt erreichen will, dann könne man darüber reden.
Der Oberbürgermeister bedauerte, dass heute manches nicht machbar sei, weil sich Bürger zum Beispiel gegen einen Kinderbolzplatz wehren. Arnold: „Interessenkonflikte hat es schon immer gegeben, aber nicht in diesem militanten Ausmaß.“ Das Stadtoberhaupt wünscht sich auch für den Sportbereich sogenannte Leuchttürme, oder, wie er es nannte, „Lead-Veranstaltungen“, wie zum Beispiel bei der Kultur das Festival Europäische Kirchenmusik.
Im Sportbereich habe man die Staufer-Open im Schach oder auch die Laufveranstaltungen der
DJK, die überregional wahrgenommen werden. Man könne nun zwar keine neue Veranstaltung aus dem Hut zaubern, aber vielleicht andere Veranstaltungen besser vernetzen.
Bernhard Dangelmaier (
DJK Gmünd) sieht dagegen Probleme, noch mehr Personal für Großveranstaltungen zu bekommen. Allein der Schwäbische-Alb-Marathon erfordere rund
250 Mitarbeiter. Klaus Dengler, Schulleiter und Vorstand beim TV Wetzgau, sagte, dass bei vielen Projekten die Kosten nicht ausschlaggebend seien. So bekomme man Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds oder zum Beispiel für ein Integrationsprojekt Gelder durch den Landessportverband.
Bevor die Teilnehmer beim sportpolitischen Frühschoppen zum gemütlichen Weißwurstessen übergingen, sagte der Oberbürgermeister: „Wir brauchen ein Schaufenster des Gmünder Sports!“ Man sei auf der Suche nach einer Veranstaltung, die unverwechselbar mit Gmünd in Verbindung gebracht wird. Christian Kemmer, Stadtverbandsvorsitzender Sport, erinnerte an frühere Sportgalas, die man wieder ins Auge fassen könne. Ziel der Veranstaltung sei es gewesen, eine Grundlage zu schaffen, sagte der OB, der ein weiteres Treffen für den Herbst ins Auge fasste. Arnold: „Wir müssen Kapazitäten mehren durch eine Lastenteilung. Es ist negativ, wenn jeder nur auf seinen eigenen Kirchturm schaut.“
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