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» Ostalbkreis | Donnerstag, 22. April 2010

Gestern fand das Richtfest für die neue Heubacher Sporthalle statt /​Richtspruch kam vom Stahlbauer

Große Freude herrschte gestern auf der Baustelle für die neue Heubacher Sporthalle. Schließlich konnte das Richtfest gefeiert werden. Die Einweihung ist um den Jahreswechsel herum vorgesehen. Von Manfred Laduch

HEUBACH. „Ich begrüße Sie in der neuen Halle – na ja, noch nicht ganz“, erklärte ein gut gelaunter Bürgermeister Klaus Maier zum Auftakt der kleinen Zeremonie. Es gehe hier in erster Linie um ein Fest für die Arbeiter, die einen guten Job gemacht hätten. Das Wichtigste sei, dass der Rohbau ohne Unfall zuwege gebracht wurde.
Maier bedankte sich bei allen, die bis zum aktuellen Stand zu dem Projekt beigetragen hatten. Der Richtspruch werde am heutigen Tag nicht wie meist von einem Zimmermann gehalten, sondern von einem Stahlbauer. Ein Blick nach oben zeigte, warum: Massive Stahlträger liegen über dem großen Raum und werden in den kommenden Wochen das Dach aufnehmen.
Maiers Willkommen galt der Architektin Kathrin Dietz und deren Mannschaft sowie dem Bauunternehmer Traub. Er habe, so der Bürgermeister, anfangs etwas Angst vor der immensen Logistik gehabt, die der Bau der Halle erfordere. All das habe jedoch gut funktioniert.
Der nächste Gruß des Schultes galt den Mitgliedern des Gemeinderates. Man finde das Thema „Halle“ ja gegenwärtig auf fast jeder Tagesordnung. Da für den Innenausbau noch einige Vergaben notwendig seien, werde das wohl noch eine Zeit lang so bleiben.
Ganz besonders hieß Klaus Maier die Sportler willkommen, die „diese Halle ja einmal mit Leben füllen sollen“. Genannt wurden Vertreter der Judoka, der Handballer und des TSV. In diesem Zusammenhang begrüßte der Bürgermeister auch den Rektor des Rosenstein-​Gymnasiums, Hans-​Joachim Jauernig. Die Schülerinnen und Schüler würden tagsüber die Hauptnutzer der Halle werden. Nach dieser Investition, so Maier mit im Geiste erhobenem Zeigefinger, dürfe in Heubach eigentlich keine einzige Stunde Schulsport mehr ausfallen.
Dann wandte sich der Bürgermeister an die Nachbarn der Baustelle – besonders an die Geschäftsleitung von Susa. Er lobte die gute Zusammenarbeit beim Aufteilen des Grundstücks und der Abwicklung der beiden parallel laufenden Baustellen.
Weder zuvor noch danach
so hohe Zuschüsse möglich
„Wir haben für diese Maßnahme exakt den richtigen Zeitpunkt erwischt“, freute sich Maier. So habe man bei den Ausschreibungen bislang krisenbedingt gute Preise bekommen. Weder zuvor noch danach hätte man eine so ordentliche Zuschussquote erzielen können. Auf diese Weise habe Heubach sein eigenes kleines Konjunkturprogramm, das man an der Baustelle habe ablesen können: „Es hat gewuselt.“
Architektin Kathrin Dietz verwies auf die gewaltigen Dimensionen des Bauprojekts. Und das an einer Nahtstelle zwischen der Bebauung und den grünen Hängen des Rosensteins. Doch dadurch, dass es gelungen sei, große Teile des Baus im Hang verschwinden zu lassen, sei eine städtebaulich positive Lösung gefunden worden.
Für die Heubacher hatte sie eine gute Nachricht parat. Trotz des harten Winters lägen die Bauarbeiten bislang ziemlich genau im vorgesehenen Zeitplan. Auch kostenmäßig gebe es noch keine Probleme. Allerdings seien ja noch jede Menge Arbeiten zu vergeben.
Stahlbauer Friedrich Lang von der Geschäftsleitung der Firma Stahlbau Wendeler aus Donzdorf hielt den Richtspruch, in dem er auf das Wohl von Bauherrschaft sowie Architekten trank und um den Segen für das Bauwerk bat. Danach zerschmetterte er traditionsgemäß sein Glas auf dem Hallenboden. Bürgermeister Klaus Maier kündigte den Versammelten die Einweihung der Halle für die Zeit um den Jahreswechsel an.
 

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