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» Sport | Donnerstag, 22. April 2010

Karate, Nachwuchsmeisterschaft und Nagai-​Cup: Großdeinbacher Kämpfer zeigen sich in München von ihrer besten Seite

(pm). Mit zehn Einzel– und zwei Team-​Medaillen kehrten die acht Karateka des Dojo Taira (TSV Großdeinbach) am vergangenen Samstag von der Nachwuchsmeisterschaft und dem Nagai-​Cup aus München zurück. Ausrichtender Verband war der S.K.I.D. (Shotokan Karate International Deutschland), dessen Bundestrainer Akio Nagai Shihan (8. Dan) Namensgeber des Turniers ist.

Wegen den sehr guten Leistungen konnten die Trainer Uwe Borsody (6. Dan) und Sven Zitzmann (3. Dan) den Pokal für das beste Dojo (Verein) entgegennehmen. Sehr erfreulich für die Trainer, denn die Vorbereitungen für den Wettkampf waren sehr kraft– und zeitintensiv gewesen.
Ausgetragen wurden die Kategorien Kata und Kumite, als Einzeldisziplin oder in der Mannschaftswertung. Bei einer Kata handelt es sich um einen Kampf gegen mehrere imaginäre Gegner, die durch vorgeschriebene Karatetechniken und Bewegungsabläufe außer Gefecht gesetzt werden müssen. Hierbei wird nicht nur auf die korrekte Ausführung geachtet, sondern auch kraftvoller Ausdruck, Spannung und Interpretation spielen bei der Bewertung eine Rolle. Beim Kumite handelt es sich in den Kategorien der Unterstufe um einen Kampf gegen einen Gegner, dessen Abläufe aber vorgeschrieben sind. Erst in der Oberstufe, ab Braungurt, messen sich die Karateka im Freikampf gegen unterschiedliche Gegner. Die Besonderheit einer Nachwuchsmeisterschaft besteht darin, dass keine Schwarzgurte (Dan-​Träger) startberechtigt sind. Erst beim Nagai-​Cup, der im Anschluss an die Nachwuchsmeisterschaft stattfand, treten Braun– und Schwarzgurtträger gegeneinander an.
In der Kategorie der Jugendlichen (weiblich) gingen Solveig Röhrich und Anne Sauter, beide Grüngurt, an den Start. Sie kämpften in unterschiedlichen Altersklassen und konnten sich im Kumite jeweils die Goldmedaille sichern. In der Kata-​Wertung gelang es Sauter erneut den ersten Platz zu belegen und Röhrich gewann die Bronzemedaille. Auch als Grüngurt, jedoch bei den männlichen Erwachsenen, startete Torsten Zitzmann und gewann bei seiner zweiten Meisterschaftsteilnahme überzeugend Gold mit der Kata und Silber im Kumite. Bei den jugendlichen Violettgurten konnte Nadja Stutzmann sich in der Kategorie Kumite auf den dritten Platz vorkämpfen und die Bronzemedaille in Empfang nehmen.
Anna-​Maria Kubelke, Braungurt, startete bei den Erwachsenen, sowohl in Kata als auch in Kumite. Beim Katadurchgang mit Punkteverteilung stand relativ schnell der zweite Platz fest. In Kumite musste Kubelke gegen mehrere Gegnerinnen antreten, bis sie dann im Finale gegen die spätere Gewinnerin aus München knapp verlor, der zweite Platz war ihr auch hier nicht mehr zu nehmen. Jan Selbka und Tuliv Will, ebenfalls Braungurte, starteten im großen und starken Feld der männlichen Erwachsenen. Konnten sowohl Selbka und Will in der Kata nicht über die Vorrunden hinauskommen, so erging es Will im Kumite besser: nach spannenden Freikämpfen gegen starke Gegner konnte er sich den zweiten Platz sichern.
In den Mannschaftsdisziplinen traten für das Dojo Taira eine weibliche Kata-​Mannschaft (Sauter, Röhrich, Stutzmann) und eine Kumite-​Herrenmannschaft (Selbka, Will, Zitzmann) an. Beide Teams starteten erstmalig in dieser Zusammensetzung und konnten sogleich überzeugen: Die Kata-​Mannschaft gewann Silber, die Kumite-​Mannschaft Bronze.
Im anschließend stattfinden Nagai-​Cup gingen für das Dojo Taira die Braungurte Selbka, Will, Kubelke sowie Lars Ortlieb (Schwarzgurt) an den Start. Mussten sich Will und Kubelke sehr schnell den erfahrenen Kämpfern und Kämpferinnen aus dem Nationalteam geschlagen geben, so konnten Selbka und Ortlieb bis ins Viertelfinale vordringen. Ortlieb schied dann nach mehreren Verlängerungen der Kampfzeit gegen den späteren Gewinner aus München aus.
Das gute Abschneiden der Karateka, vor allem auch im Farbgurtbereich, bestätigt einmal mehr, wie wichtig die Nachwuchsarbeit des erfahrenen Trainers Borsody ist. Kontinuierliches Üben und Feilen an einzelnen Techniken über Monate hinweg, kann am Ende Erfolg zeigen und auf einer solchen Meisterschaft, bei der in den unterschiedlichsten Klassen und Kategorien gekämpft wird, kann mit einer Medaille gekrönt werden.
 

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