Schulkunst-Ausstellung gestern Abend im Landratsamt auf dem Hardt eröffnet — Exponate noch bis Mitte Juni zu sehen
Was ist Kunst? Darüber haben sich Experten schon trefflich gestritten. Schüler im Ostalbkreis diskutierten nicht, sondern waren kreativ . Und was im Rahmen der Schulkunst-Aktion herauskam, kann sich sehen lassen – im Landratsamt auf dem Hardt. Gestern wurde die Ausstellung eröffnet. Von Gerold Bauer
OSTALBKREIS. initiiert wird diese Schulkunst jedes Jahr vom Kultusministerium, um die musisch-kulturelle Bildung an den Schulen zu fördern. Besonders herausragende Arbeiten werden ausgezeichnet und im Rahmen einer Landesausstellung präsentiert. Doch zunächst hängen die Bilder bis Mitte Juni im Landratsamt — dort, wo tagtäglich auf dem Weg zur Kfz-Zulassungsstelle viele vorbei kommen. Damit ist ein großes Publikum schon automatisch gewährleistet.
Ein großes Publikum konnte Landrat Klaus Pavel auch gestern bei der Vernissage begrüßen. Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler sowie Mütter und Väter aus dem ganzen Ostalbkreis waren gekommen um zu sehen, was sich die Kinder quer durch alle Schularten zum Thema „Begegnung“ einfallen ließen. „Wer allein ist, kann niemandem Begegnen — und kann manches nicht schaffen, was sich gemeinsam bewerkstelligen lässt“, sagte der Landrat und freute sich, dass diese Ausstellung durch ihren guten Besuch schon sehr viele Begegnungen ermöglicht hat. „Begegnung fängt bei einem selbst an. Man muss sich selbst wahrnehmen und sich mit der eigenen Persönlichkeit auseinander setzen — dann kann man auch andere besser verstehen“, erläuterte Marcel Egerter vom Pädagogischen Fachseminar Schwäbisch Gmünd im Rahmen seiner fachlichen Einführung. Mutig aus sich heraus gehen und ein Kunstwerk schaffen, sei ein Zeichen von Ich-Stärke. Denn mit Bildern teile man dem Betrachter viel von sich selbst mit und gebe Denkanstöße. Sein Dank galt allen Kunstpädagogen; es sei nicht selbstverständlich, dass man Kinder so individuelle fördert, wie dies im Rahmen des Projekts geschah. „Schule ist mehr als die Vermittlung von Stoff“, sagte Egerter.
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