Stiftung Bahnsozialwerk Ortsgruppe Schwäbisch Gmünd unternahm fünftägige Reise nach Südtirol
Wie in jedem Jahr unternahm die BSW-Ortsstelle Schwäbisch Gmünd wieder eine mehrtägige Reise. Dieses Mal war das Ziel Südtirol, genauer gesagt das Parkhotel „Zur Linde“ in Schlanders.
SCHWÄBISCH GMÜND
(pm). Die Teilnehmer hatten in Südtirol eigentlich mit einem Blütenmeer gerechnet. Aber leider spielte der lange Winter der Reisegruppe einen Streich. Nur ganz vereinzelt blühten die riesigen Apfelplantagen.
Aber dafür wurden Gäste bei einem Besuch in den wunderschönen Gärten von Schloss Trauttmannsdorf entschädigt.
1870 wohnte die Kaiserin Sissi sieben Monate auf dem Schloss Trauttmannsdorf bei Meran. Der Besuch der Gärten wurde zu einem unvergesslichen Erlebnis. Von hier war es nicht mehr weit für einen Bummel durch die Kurstadt Meran. Da die sonne herrlich schien, war Besuch doppelt schön.
Am nächsten Tag fuhr man oberhalb vom Kalterer See zu einem wunderschönen Aussichtspunkt. Der Fremdenführer hatte hier ein tolles Vesper vorbereitet mit Tiroler Schinken, Käse, Brot und Wein. Tief unten sah man den Kalterer See liegen. Auch eine Weinprobe in einem Weinkeller durfte nicht fehlen. Nun ging es zum See. Nach einem kurzen Aufenthalt wurde die Rückfahrt nach Schlanders angetreten.
Betroffenheit angesichts des schlimmen Zugunglücks
Am dritten Tag ging es entlang der herrlichen Weinstraße nach Bozen. Die Hauptstadt Südtirols liegt in einem Talkessel, eingebettet in eine wunderschöne Bergwelt. Aber schon nach kurzer Fahrt wurde der Ausflug abgebrochen. Die gesamte Straße war für Rettungsfahrzeuge gesperrt. Die Gmünder Reisegruppe war zufällig und leider in die unmittelbare Nähe des großen Zugunglücks geraten. Mit Schrecken sahen die Reiseteilnehmer wie der Zug von einer Schlammlawine von den Gleisen gedrückt und mit Schlamm bedeckt worden war. Neun Todesopfer und viele Verletzte wurden bei diesem Unglück beklagt. Das Mitgefühl prägte die Weiterfahrt der Gmünder. Nach einem kurzen Bummel durch Meran und über den Obstmarkt, ging es hoch zur in
1000 Meter Höhe gelegenen Rittner Schmalspurbahn. Die Bahn wurde bereits am
13. August
1907 eröffnet. Vom Bahnhof Oberbozen ging es einige Haltestellen bis zu einem Panoramacafé. Dort wartete auf uns schon der Kaffee und ein Südtiroler Apfelstrudel.
Bei schönstem Sonnenschein wurde von der Terrasse aus die herrliche, schneebedeckte Bergwelt bewundert. Auch die Rittener Erdpyramiden wurden noch besichtigt. Es sind die höchsten und formschönsten Erdpyramiden in Europa.
Nach dem Frühstück fuhr am nächsten Tag der Bus bis Naturns. Von hier ging es mit der Bergbahn hinauf bis auf
1300 m Höhe zum Naturnser Sonnenberg.
Herrlicher Panoramablick vom Naturnser Sonnenberg
Nun war es noch eine kleine Wanderung bis das Ziel „der Patleid Hof“ (
1370 m) erreicht war. Mit einem herrlichen Ausblick auf die gegenüberliegenden mit Schnee bedeckten Berge und wunderschönem Sonnenschein wurden die Ausflügler an diesem herrlichen Tag belohnt. Nach einer kurzen Rast ging es wieder abwärts zur Seilbahn Unterstell in Naturns und wieder zurück nach Schlanders.
Am fünften Tag war leider schon wieder die Rückreise angesagt. Schon bald ging es los. Die Fahrt in Richtung Heimat führte über den Reschenpass nach Kloster Ettal. Am Reschenpass dann die Überraschung. Es hatte neu geschneit. Alle Wiesen und Dächer waren weiß. Gegen
18 Uhr wurde Gmünd wieder erreicht. Alle Teilnehmer waren sich einig, diese Fahrt war ein einmaliges Erlebnis.
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