Vorschläge zum Generationenprojekt in Durlangen beim Seniorennachmittag vorgestellt
Alt und Jung in einer Lerngemeinschaft, bei der nicht nur die Kinder profitieren, sondern auch die Seniorinnen und Senioren für sich einen Nutzen daraus ziehen können. Dieses Vorhaben erläuterten Bürgermeister Dieter Gerstlauer und Grundschulrektorin Kathrin Haag-Lehmann kürzlich beim Seniorennachmittag in der Gemeindehalle. Von Sonja Ruis
DURLANGEN. Hämmern, gärtnern oder backen will gelernt sein. Gerade Senioren haben hier ein reiches Wissen, das sie sich im Laufe ihres Lebens angeeignet haben. Internet, Englisch und MP
3 wiederum sind Themen der Jugend. Diese Erfahrungsschätze gilt es auszutauschen. Ein solches Generationenprojekt soll nun in Durlangen in die Tat umgesetzt werden. Beim geselligen Zusammensein mit Kaffee und Kuchen stellte der Bürgermeister bereits erarbeitete Programmvorschläge dar und bat die Besucher, eigene Ideen in dieses Projekt einfließen zu lassen.
Die generationsübergreifende, barrierefreie Begegnungsstätte zwischen Kindertagesstätte und Grundschule ist jetzt fertiggestellt und ist somit laut Dieter Gerstlauer unter anderem der geeignete Raum, um dort Kompetenzen weiterzugeben und Hemmschwellen abzubauen. Die Christoph-von-Schmid-Schule und die Kindertagesstätte Pusteblume, sowie einige private Personen haben sich bereits Gedanken darüber gemacht. Die Schulleiterin betonte, wenn zum Beispiel der Opa dem Enkelkind erzählt, was er alles schon erlebt hat, oder die Oma praktische Tipps beim Nähen gibt, dann freuen sich nicht nur die Kinder, auch die Senioren können so der Inspiration freien Lauf lassen und bekannte Techniken auffrischen oder neu erlernen.
Dies könnte eine Art Plattform sein für Kommunikation und Geselligkeit von Menschen reiferen Alters mit den Jugendlichen. Zu diesem Thema hatte Kathrin Haag-Lehmann eine Fortbildung in Ulm besucht „Die meisten Bürgerinnen und Bürger im fortgeschrittenen Alter wollen sich keineswegs aus dem gesellschaftlichen Leben zurückziehen“, weiß sie zu berichten.
Anschließend gab die Schulleiterin Impulse zu Kommunikation, Unterhaltung und Bildung, sowie kultureller und sportlicher Betätigung. Sie zeigte auf, welche Angebote in der Begegnungsstätte möglich wären: Höflichkeitstraining, unsere Lieblingsplätze, Vorlesepatenschaften, Koch– und Backkurse oder Erzählkaffee, meine Hobbys, Tanzkurse und Singen oder Spielen in Englisch. Natürlich ist es möglich, ein passgenaues Engagement entsprechend der individuellen Lebenssituation, den Interessen und Fähigkeiten sowie das vorhandene Zeitbudget zu finden. „Wir stehen beratend und helfend zur Seite“, hob Dieter Gerstlauer hervor. Dafür sind Weiterbildungskurse vorgesehen, um den Senioren ihre Kompetenzen bewusst zu machen und ihnen die Arbeit mit der Jugend zu erleichtern.
Wer Interesse und Vorschläge hat kann sich beim Familientag am
8. Mai, bei der Kindertagesstätte Pusteblume, der Grundschule oder der Gemeindeverwaltung informieren und melden.
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