Sein Jubiläum feierte der Straßdorfer Musikverein gestern mit vielen Gästen in der Gemeindehalle
Seit 75 Jahren macht der Musikverein Straßdorf zur Freude der Bürger im Ort und darüber hinaus Musik. Ein mehr als guter Grund, dies auch entsprechend zu feiern. Und so folgten gestern viele seiner Einladung Jubiläumskonzert. Aber nicht nur schöne Musik gab es, sondern auch Ansprachen der Ehrengäste Von Dietrich Kossien
GMÜND-STRASSDORF. Der Musikverein ist heute der drittgrößte Verein in Straßdorf. Unter der Leitung von Vorstand Ulrich Klotzbücher und Dirigent Martin Pabst musizieren im
MV Straßdorf
77 aktive Musiker und Musikerinnen, darunter
47 Kinder und Jugendliche. Die Jungmusiker spielen im aktiven Blasorchester, der Jugendkapelle, der musikalischen Früherziehung oder sind am Anfang der Ausbildung. Allen gemeinsam ist ein Ziel: ihre Freizeit sinnvoll, kreativ-musikalisch und mit viel Spaß zu gestalten. Seit September
2009 betreibt der Verein auch eine Kooperation mit der Römerschule in Straßdorf in Form einer Bläserklasse.
Das Repertoire des Musikvereins ist vielfältig. Neben der traditionellen Volks– und Blasmusik tritt moderne und konzertante Blasmusik zunehmend in den Vordergrund. Doch Marsch, Walzer und Polka gehören weiterhin zum Programm. Und vielfältige Veranstaltungen werden vom Musikverein durchgeführt oder mitgestaltet. So gehören Weihnachtsfeiern mit Theater, Kirchen– und sonstige Konzerte genauso zum Vereinsjahr wie Garten– und Zeltfeste, Platz– und Promenadenkonzerte in Straßdorf und in der Umgebung.
Am Sonntag begrüßte Vorstand Ulrich Klotzbücher die Gäste, darunter den Bundestagsabgeordneten der
CDU, Norbert Barthle, den Ersten Bürgermeister
Dr. Joachim Bläse, den Ortsvorsteher Werner Nußbaum und die Vorsitzende des Stadtverbandes Musik und Gesang, Ramona Kunz sowie Pfarrer Geil und die Vertreter der befreundeten Vereine.
Das musikalische Programm eröffnete dann die Bläserklasse der Römerschule/MV Straßdorf unter Leitung von Stefan Klotzbücher, die damit ihr erstes öffentliches Auftreten hatte und dafür viel Beifall bekam. Den Reigen der Grußworte eröffnete dann der Erste Bürgermeister der Stadt,
Dr. Joachim Bläse. Es sei sein Wunsch, dafür Lob und Anerkennung auszusprechen, dass durch den
MV in Straßdorf Musik eine Chance habe. Dabei wolle die Stadt ein Partner sein – auch durch den Stadtverband für Musik und Gesang. Musik bedeute auch für Kinder eine optimale Unterstützung auf ihrem Weg. Die Stadt wolle das auch im Hinblick darauf unterstützen, „dass Jugendliche immer mehr soziale Kompetenz haben“.
Dr. Bläse überreichte die Jubiläumsgabe der Stadt und stellte fest: „Ohne Musikverein wäre Straßdorf ärmer!“
Ramona Kunz vom Stadtverband für Musik und Gesang hob hervor,
75 Jahre Musikverein bedeuteten auch, dass sich immer Menschen für den Musikverein eingesetzt hätten. Das mache die Geschichte des Vereins erst möglich. Und das bedeute auch ein unbezahlbares Engagement. Kinder und Jugendliche seien im Verein gut aufgehoben. Ihr Wunsch an den Verein: „Machen sie weiter so!“
Den Dank für
75 Jahre ehrenamtliches Wirken in der Gemeinde sprach dann Ortsvorsteher Werner Nußbaum aus. Der Verein sei ein Botschafter der Gemeinde, in der er eine wichtige Aufgabe erfüllen und auch die Kinder und Jugendlichen für die Musik begeistere. Er wünschte: „Weiter Leben voller Takt!“ Bruno Bopp als Vertreter der Vereine erinnerte daran, dass man auf diejenigen stolz sein könne, die in den
75 Jahren des Bestehens an der kulturellen Gestaltung des Gemeindelebens mitgewirkt hätten, und das Motto des Jubiläums „Wir machen die Musik“ solle auch in Zukunft gelten.
Musikalisch setzte dann das Projektjugendorchester des
MV Bettringen/MV Straßdorf das Programm mit „Rockin Bach“ unter Leitung von Stefan Klotzbücher fort, bevor der Musikverein mit zwei Vorträgen zu den Ehrungen langjähriger Mitglieder überleitete, die der Vorsitzende des Blasmusikverbandes Ostalb, Bernhard Winter, vornahm. Bei einem solchen Festakt ist die Ehrung verdienter Mitglieder von besondere Bedeutung – die RZ wird berichten. Auch danach ging es mit viel Musik weiter, und für alle Mitwirkenden gab es großen Beifall.
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