Am 5. Mai findet ab 19 Uhr im Heilig-Kreuz-Münster ein Benefizkonzert zugunsten der Restaurierung der Johanniskirche statt
Singen und musizieren zugunsten der Johanniskirche werden am Mittwoch, 5. Mai, Schüler der Adalbert-Stifter-Realschule, der Freien Waldorfschule und des Scheffold-Gymnasiums. Stattfinden wird das Benefizkonzert im Münster. Von Nicole Beuther
SCHWÄBISCH GMÜND. Manfred Hütter, Geschäftsführer der Freien Waldorfschule, spricht vom richtigen Projekt im richtigen Moment und erinnert sich dabei an den Herbst des vergangenen Jahres, als Gespräche darüber geführt wurden, wie die Zusammenarbeit am Schulzentrum Strümpfelbach gestärkt werden kann. Just in diesem Moment kam
Dr. Kurt Scholze vom Münsterbauverein und dem Parler-Ring, um den Verantwortlichen der Schulen die Idee eines Benefizkonzertes zu unterbreiten. Viel Überzeugungsarbeit musste Scholze nicht leisten — die Begeisterung für solch ein schulübergreifendes Projekt war von Anfang an da. „Dass die Johanniskirche im Mittelpunkt steht, ist auch uns wichtig“, so Manfred Hütter. Thomas Krieg, Konrektor der Adalbert-Stifter-Realschule, weist auf die musikalische Eigenheit der einzelnen Schulen hin. Dies alles in einem Gesamtkonzert zusammenzufassen, sei ein toller Prozess, wenn auch organisatorisch eine Herausforderung. Insgesamt werden
130 Sänger und zwölf Instrumentalisten von Klasse fünf bis zwölf ab
19 Uhr auftreten. Bereits seit Januar finden an den Schulen, parallel zu weiteren Projekten, wöchentlich Proben statt; am vergangenen Dienstag wurde das erste Mal gemeinsam geprobt. Alexandra Klein von der Freien Waldorfschule berichtet von leidenschaftlichen Sängern an ihrer Schule. Teilweise finden schon vor Unterrichtsbeginn Proben statt. „In jeder freien Minute wird geprobt“, so Klein.
Reinhold Müller, Rektor am Scheffold-Gymnasium, freut sich, dass man mit dem Konzert das große Potential der Schulen, die allesamt einen Musikzug anbieten, „ans Licht bringen kann“.
Das Programm deckt vier Jahrhunderte ab. Zu hören sein werden das Brandenburgische Konzert Nr.
4, G-Dur, BWV
1049 von Johann Sebastian Bach; „Motetten“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy und Heinrich Schütz’ Psalm
100: Jauchzet dem Herren SWV
36. Die Adalbert-Stifter-Realschule trägt mit einer Uraufführung zum Konzertprogramm bei. Diese wurde anlässlich des Festivals der Europäischen Kirchenmusik in die Wege geleitet. In Bezug auf das Thema der
EKM, „Alt und Jung“, wurde der Komponist Johannes Brecht beauftragt, Auszüge aus dem Gedicht „Das Lied vom Kindsein“ von Peter Handke zu vertonen.
Es wird im Münster vier Aufstellungen geben, erklärt Thomas Schäfer, Musiklehrer am Scheffold-Gymnasium. „Die Chöre werden sich ergänzend gegenüberstehen.“ „Toll, dass dieses Konzert zugunsten der Johanniskirche stattfindet“, freut sich Bürgermeister
Dr. Joachim Bläse, der die Pfeilerbasilika mit ihrem besteigbaren Turm als prägendes Element in der Stauferstadt bezeichnet. Es sei, so Bläse, ein wichtiges Signal, „dass die drei Schulen etwas zusammenmachen“. Sein Dank gilt dem Land Baden-Württemberg, dem Münsterbauverein und allen, die zu der Sanierung (bis
2020) der Johanniskirche beitragen. Das Kostenvolumen liegt bei
5,
8 Millionen Euro. Bürgerschaftliches Engagement sei wichtig. Und an das Schulzentrum Strümpfelbach gerichtet, sagte Bläse: „Wenn es keine motivierten Schulleiter gäbe, dann wären solche Projekte nicht möglich.“
Die Restaurierung sei allein durch Spenden freilich nicht zu schultern, so
Dr. Kurt Scholze. „Aber ohne Spenden geht es halt auch nicht.“ Scholze spricht von einer hervorragenden Kooperation. Zum Gelingen des Benefizkonzertes tragen auch die Sponsoren bei. Scholze: „Die Kosten, die auf uns zukommen, sind gedeckt.“
Noch keine Kommentare vorhanden.