Hauptversammlung des DRK-Ortsvereins Straßdorf beriet über Vermächtnis Röther
„Der DRK–Ortsverein Straßdorf ist gut aufgestellt“, konstatierte Albert Scherrenbacher, der als stellvertretender Ortsvorsteher die Grüße des Ortsvorstehers Werner Nußbaum sowie des Ortschaftsrates überbrachte, nachdem er die Jahresberichte vernommen hatte.
GMÜND-STRASSDORF (
DRK). Er selbst sei seit vielen Jahren passives Mitglied im Roten Kreuz und seit
25 Jahren auf gute Nachbarschaft zum
DRK–Ortsverein Straßdorf bedacht. Deshalb sei er gerne zur Mitgliederhauptversammlung des
DRK–Ortsvereins Straßdorf — mit den Zügen Straßdorf, Maitis und Wißgoldingen — gekommen.
Umfangeicher Übungs– und Fortbildungsbetrieb
Zuvor hatte der Ortsvereinsvorsitzende
Dr. Jürgen Tobias die Kameraden und als Gäste neben Scherrenbacher die Ortsvorsteherin von Rechberg Anna Zeller-Klein, den Kreisgeschäftsführer Bruno Bieser sowie die Rotkreuzbeauftragten Ernst Plass und Eberhard Funk begrüßt.
Die Runde der Berichte eröffnete Zugführer Uli Fischer vom Zug Maitis. Fortbildungen seien bei zahlreichen Übungsabenden, Katatastrophenschutz-Ausbildungen, AED-Rezertifizierung und dem überaus gut besuchten Arztvortrag in Straßdorf zum Thema „Schwindel“ erfolgt. Dienste seien bei Blutspenden, Kinderfest und Altkleidersammlung mit insgesamt
700 Dienststunden geleistet worden. Geplant sei im Juni eine Bereitschaftsübung zusammen mit den Kollegen der Freiwilligen Feuerwehr Maitis.
Vom Zug Wißgoldingen konnte Zugführer Roland Schwarzkopf als Besonderheit berichten, dass man wegen der geographischen Lage und des weiten Anfahrweges der Rettungsfahrzeuge eine „Helfer-vor-Ort-Gruppe“ vorbereite, zu der zehn erfahrene und fünf neue Sanitätshelfer ausgebildet würden. Auch mit Unterricht durch Kreisverbandsarzt
Dr. Reinhard Barth und Teilnahme an Rettungseinsätzen auf Rettungswagen bereite man sich auf die neuen Aufgaben vor.
Die JRK-Leiterin von Wißgoldingen, Gabi Schmid, konnte berichten, dass im Jugendrotkreuz weiterhin
34 Kinder und Jugendliche zwischen
7 und
18 Jahren aktiv seien, die mit Begeisterung spielerisch die wichtigen Maßnahmen der ersten Hilfe erlernen.
Zugführer Konrad Stadelmaier referierte über den Zug Straßdorf: Die Zahl der Aktiven sei auf
28 gestiegen, das Wissen bei zahlreichen Fortbildungen vertieft worden und bei Blutspendeterminen
490 Blutkonserven (ein Plus von
113 gegenüber dem Vorjahr) gewonnen worden. Über
50 Erstspender zeigen, dass auch junge Mitmenschen die Wichtigkeit der Blutspendeaktionen erkannt haben. Bei
56 Fußballspielen und vielen anderen Veranstaltungen habe man Sanitätsdienste geleistet. Er erinnerte an die Großübung zwischen Rechberg und Wißgoldingen vor Fertigstellung der Landesstraße mit zehn „Schwerverletzen“, wobei die Straßdorfer Bereitschaft hart an die Grenze des Machbaren gekommen sei.
Der Bevölkerung von Straßdorf dankte er für die Bereitstellung des Altpapiers, dessen Sammlung immerhin
31 Tonnen ergeben habe. Insgesamt seien
3275 Dienststunden vom Zug Straßdorf geleistet worden. Er sprach seinen Helfern, dem Kreisverband und auch dem Ortschaftsrat seinen besonderen Dank für die gute Zusammenarbeit aus.
Konrad Stadelmaier berichtete auch als Bereitschaftskassierer. Die Kassenprüfer Fritz Österreicher und Sofie Stadelmaier bescheinigten eine gewissenhafte und hervorragende Arbeit.
Kreisgeschäftsführer würdigt vorbildliche Jugendarbeit
Kreisgeschäftsführer Bruno Bieser überbrachte die Grüße vom Kreisverbandsvorsitzenden
Prof. Dr. Reinhard Kuhnert und lobte die enormen Aktivitäten im
DRK–Ortsverein Straßdorf. Vorbildlich sei ganz besonders die Jugendarbeit in Wißgoldingen; das sei die Zukunft des
DRK.
In den folgenden Wahlen wurden der Ortsvereinsvorsitzende
Dr. Jürgen Tobias, der Bereitschaftsarzt
Dr. Helmut Wendeberg und die Bereitschaftsleiterin Petra Mohr in ihren Ämtern für weitere drei Jahre einstimmig bestätigt. Auch Ehrungen gehörten zur Tagesordnung der Hauptversammlung: Margit Hinderer wurde für
55 Jahre, Matthias Kaiser für
25 Jahre und Petra Mohr und Stefanie Mohr jeweils für
10 Jahre aktive Mitgliedschaft im
DRK geehrt.
Erneut stand das „Vermächtnis
Dr. Röther“ auf der Tagesordnung. Testamentsvollstrecker Ernst Plass berichtete, das angedachte Projekt „Ortsmitte Straßdorf“ werde vom
DRK nicht weiter verfolgt, so dass auch der
DRK–Kreisverband kein Interesse mehr an einem „Pflegeheim mit Begegnungsstätte“ dort habe. Deshalb — so war man sich einig — sollten jetzt Konzept und Pläne für das „Vereinsheim an der Bahntrasse“ erarbeitet und der Antrag beim Kreisverband eingereicht werden.
Anstelle der Container-Notlösung soll auf dem gleichen Grundstück, dessen Eigentümer der Kreisverband ist, ein neues Gebäude als Unterkunft für den
DRK–Ortsverein entstehen.
Noch keine Kommentare vorhanden.