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» Ostalbkreis | Freitag, 30. April 2010

500 Arbeitslose weniger in der Region — Agentur für Arbeit spricht von Belebung am Arbeitsmarkt

„Die Reduzierung der Arbeitslosenquote in Ostwürttemberg um 0,2 Prozent auf jetzt 5,6 Prozent lässt hoffen, dass die erwartete Besserung auf dem Arbeitsmarkt langsam eintritt“, wünscht sich Amtsleiter Hans-​Joachim Gulde.

OSTWÜRTTEMBRG. (pm). Die weitere Belebung am Arbeitsmarkt hat sich erkennbar am Arbeitsmarkt ausgewirkt: Die Zahl der Arbeitslosen ist um 503 auf 12 915 Personen in Ostwürttemberg zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote sank erneut um 0,2 Prozentpunkte auf jetzt 5,6 Prozent; in Baden-​Württemberg reduzierte sie sich ebenfalls um 0,2 Prozentpunkte und liegt nun bei 5,2 Prozent. „Im Monat April 2010 wurden der Agentur 881 neue Stellenangebote gemeldet — dies sind 184 mehr als im März“, so Hans-​Joachim Gulde, Leiter der Agentur für Arbeit in Ostwürttemberg.
Zur Transparenz über das tatsächliche Arbeitsplatzdefizit weist die Bundesagentur für Arbeit zusätzlich Angaben zur Unterbeschäftigung aus. Neben den registrierten Arbeitslosen fließen hier auch die Teilnehmer an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen ein. Dies sind zum Beispiel Weiterbildungsbildungsmaßnahmen, Trainingsmaßnahmen oder Arbeitsgelegenheiten. Demnach gibt es im Agenturbezirk Ostwürttemberg für 16 730 Personen ein Arbeitsplatzdefizit. Dies entspricht einer Unterbeschäftigungsquote von 7,2 Prozent. Von den insgesamt 12 915 gemeldeten Arbeitslosen, werden 6305 (minus 571 im Vergleich zum Vormonat) von den Agenturen und 6610 (plus 68 im Vergleich zum Vormonat) von den Arbeitsgemeinschaften betreut.
Von den 12 915 Arbeitslosen im Agenturbezirk kommen 1083 aus der Erwerbstätigkeit. Der Abgang in Erwerbstätigkeit liegt bei 1445. Diese Verringerung um 362 stellt eine erfreuliche Tendenz dar. Im Ostalbkreis sind 8821 Personen arbeitslos gemeldet, das entspricht einer Quote von 5,4 Prozent. Hiervon werden 4276 Personen von der Agentur und 4545 Personen von der abo betreut. Im Landkreis Heidenheim sind 4094 Arbeitslose gemeldet, dies entspricht einer Arbeitslosenquote von 6,1 Prozent. Von der Agentur werden 2029 Personen und vom Job-​Center 2065 Personen betreut.
Nicht alle Personengruppen konnten vom Rückgang profitieren. So stellt sich die Entwicklung bei den einzelnen Personengruppen wie folgt dar: Frauen 5891 (plus 25), Männer 7024 (minus 528), unter 25-​Jährige 1231 (minus 240), über 50-​Jährige 3903 (plus 47) und Ausländer 2.502 (minus 73).
„Nach der Kälteperiode keimt jetzt im Frühling die Hoffnung auf eine Belebung des Arbeitsmarktes“, kommentiert Gulde die aktuellen Stellenangebote: 881 Stellen wurden dem Arbeitgeberservice in diesem Monat neu gemeldet. Hiervon sind 811 Stellen „ungefördert“, also betriebliche, sozialversicherungspflichtige Stellen. Insgesamt sind 2434 Stellen zu besetzen. Die gemeldeten Stellen kommen zu großen Teilen aus den Bereichen Gesundheit– und Sozialwesen, dem Dienstleistungssektor sowie aus dem Verarbeitenden Gewerbe, wie der Herstellung von Metallerzeugnissen. „Die steigende Zahl an freien gemeldeten Stellen ist zwar ein positives Signal, allerdings wird auch die Zeitarbeit verstärkt in Anspruch genommen. Mit der Belebung auf dem Arbeitsmarkt verbinden wir die Hoffnung, dass wieder mehr unbefristete Beschäftigungsverhältnisse entstehen“, so Gulde.
In der Hauptagentur Aalen sind 3058 Arbeitslose gemeldet, das sind 134 weniger als im März. Die Arbeitslosenquote liegt bei 5,3 Prozent (Vormonat 5,5 Prozent). In Bopfingen sind 698 Arbeitslose gemeldet, das sind 55 weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote beträgt 5,1 Prozent (Vormonat 5,4 Prozent). 756 Arbeitslose (55 weniger als im Vormonat) sind in Ellwangen gemeldet. Mit einer Arbeitslosenquote von 3,4 Prozent (Vormonat 3,6 Prozent) bleibt Ellwangen weiterhin Spitzenreiter. 128 Arbeitslose weniger als im Vormonat, nämlich 4309 Arbeitslose sind in Schwäbisch Gmünd gemeldet. Dies entspricht einer Arbeitslosenquote von 6,2 Prozent (Vormonat 6,4 Prozent). Heidenheim hat 4094 gemeldete Arbeitslose, das sind 131 weniger als im Vormonat. Die Quote liegt dort bei 6,1 Prozent (Vormonat 6,3 Prozent).
Im Agenturbezirk sind bisher 3485 Bewerber/​innen um Ausbildungsplätze gemeldet. Demgegenüber stehen 2401 zur Vermittlung gemeldete Berufsausbildungsstellen. „Da das Berichtsjahr 2009/​2010 vom 1.10.2009 bis 30.09.2010 läuft, können sich diese Zahlen noch weiter nach oben verändern. Wir sind sehr zufrieden, dass die Arbeitgeber der Region weiterhin auf hohem Niveau ausbilden wollen. Alle Vermittlungs– und Beratungskräfte der Arbeitsagentur werden ausschwärmen, um noch weitere Ausbildungsstellen einzuwerben“, so Gulde zum Ausbildungsstellenmarkt.
 

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