500 Arbeitslose weniger in der Region — Agentur für Arbeit spricht von Belebung am Arbeitsmarkt
„Die Reduzierung der Arbeitslosenquote in Ostwürttemberg um 0,2 Prozent auf jetzt 5,6 Prozent lässt hoffen, dass die erwartete Besserung auf dem Arbeitsmarkt langsam eintritt“, wünscht sich Amtsleiter Hans-Joachim Gulde.
OSTWÜRTTEMBRG.
(pm). Die weitere Belebung am Arbeitsmarkt hat sich erkennbar am Arbeitsmarkt ausgewirkt: Die Zahl der Arbeitslosen ist um
503 auf
12 915 Personen in Ostwürttemberg zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote sank erneut um
0,
2 Prozentpunkte auf jetzt
5,
6 Prozent; in Baden-Württemberg reduzierte sie sich ebenfalls um
0,
2 Prozentpunkte und liegt nun bei
5,
2 Prozent. „Im Monat April
2010 wurden der Agentur
881 neue Stellenangebote gemeldet — dies sind
184 mehr als im März“, so Hans-Joachim Gulde, Leiter der Agentur für Arbeit in Ostwürttemberg.
Zur Transparenz über das tatsächliche Arbeitsplatzdefizit weist die Bundesagentur für Arbeit zusätzlich Angaben zur Unterbeschäftigung aus. Neben den registrierten Arbeitslosen fließen hier auch die Teilnehmer an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen ein. Dies sind zum Beispiel Weiterbildungsbildungsmaßnahmen, Trainingsmaßnahmen oder Arbeitsgelegenheiten. Demnach gibt es im Agenturbezirk Ostwürttemberg für
16 730 Personen ein Arbeitsplatzdefizit. Dies entspricht einer Unterbeschäftigungsquote von
7,
2 Prozent. Von den insgesamt
12 915 gemeldeten Arbeitslosen, werden
6305 (minus
571 im Vergleich zum Vormonat) von den Agenturen und
6610 (plus
68 im Vergleich zum Vormonat) von den Arbeitsgemeinschaften betreut.
Von den
12 915 Arbeitslosen im Agenturbezirk kommen
1083 aus der Erwerbstätigkeit. Der Abgang in Erwerbstätigkeit liegt bei
1445. Diese Verringerung um
362 stellt eine erfreuliche Tendenz dar. Im Ostalbkreis sind
8821 Personen arbeitslos gemeldet, das entspricht einer Quote von
5,
4 Prozent. Hiervon werden
4276 Personen von der Agentur und
4545 Personen von der abo betreut. Im Landkreis Heidenheim sind
4094 Arbeitslose gemeldet, dies entspricht einer Arbeitslosenquote von
6,
1 Prozent. Von der Agentur werden
2029 Personen und vom Job-Center
2065 Personen betreut.
Nicht alle Personengruppen konnten vom Rückgang profitieren. So stellt sich die Entwicklung bei den einzelnen Personengruppen wie folgt dar: Frauen
5891 (plus
25), Männer
7024 (minus
528), unter
25-Jährige
1231 (minus
240), über
50-Jährige
3903 (plus
47) und Ausländer
2.
502 (minus
73).
„Nach der Kälteperiode keimt jetzt im Frühling die Hoffnung auf eine Belebung des Arbeitsmarktes“, kommentiert Gulde die aktuellen Stellenangebote:
881 Stellen wurden dem Arbeitgeberservice in diesem Monat neu gemeldet. Hiervon sind
811 Stellen „ungefördert“, also betriebliche, sozialversicherungspflichtige Stellen. Insgesamt sind
2434 Stellen zu besetzen. Die gemeldeten Stellen kommen zu großen Teilen aus den Bereichen Gesundheit– und Sozialwesen, dem Dienstleistungssektor sowie aus dem Verarbeitenden Gewerbe, wie der Herstellung von Metallerzeugnissen. „Die steigende Zahl an freien gemeldeten Stellen ist zwar ein positives Signal, allerdings wird auch die Zeitarbeit verstärkt in Anspruch genommen. Mit der Belebung auf dem Arbeitsmarkt verbinden wir die Hoffnung, dass wieder mehr unbefristete Beschäftigungsverhältnisse entstehen“, so Gulde.
In der Hauptagentur Aalen sind
3058 Arbeitslose gemeldet, das sind
134 weniger als im März. Die Arbeitslosenquote liegt bei
5,
3 Prozent (Vormonat
5,
5 Prozent). In Bopfingen sind
698 Arbeitslose gemeldet, das sind
55 weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote beträgt
5,
1 Prozent (Vormonat
5,
4 Prozent).
756 Arbeitslose (
55 weniger als im Vormonat) sind in Ellwangen gemeldet. Mit einer Arbeitslosenquote von
3,
4 Prozent (Vormonat
3,
6 Prozent) bleibt Ellwangen weiterhin Spitzenreiter.
128 Arbeitslose weniger als im Vormonat, nämlich
4309 Arbeitslose sind in Schwäbisch Gmünd gemeldet. Dies entspricht einer Arbeitslosenquote von
6,
2 Prozent (Vormonat
6,
4 Prozent). Heidenheim hat
4094 gemeldete Arbeitslose, das sind
131 weniger als im Vormonat. Die Quote liegt dort bei
6,
1 Prozent (Vormonat
6,
3 Prozent).
Im Agenturbezirk sind bisher
3485 Bewerber/innen um Ausbildungsplätze gemeldet. Demgegenüber stehen
2401 zur Vermittlung gemeldete Berufsausbildungsstellen. „Da das Berichtsjahr
2009/
2010 vom
1.
10.
2009 bis
30.
09.
2010 läuft, können sich diese Zahlen noch weiter nach oben verändern. Wir sind sehr zufrieden, dass die Arbeitgeber der Region weiterhin auf hohem Niveau ausbilden wollen. Alle Vermittlungs– und Beratungskräfte der Arbeitsagentur werden ausschwärmen, um noch weitere Ausbildungsstellen einzuwerben“, so Gulde zum Ausbildungsstellenmarkt.
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