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» Ostalbkreis | Freitag, 30. April 2010

Großes Konjunkturprogramm ermöglicht Umbau– und Sanierungsmaßnahmen in Heubach

Durch das Konjunkturprogramm des Landes können sowohl das Heubacher Gymnasium als auch das Heubacher Freibad saniert und umgebaut werden. Insgesamt werden die Projekte 780 000 Euro verschlingen, wovon 650 000 Euro Bundesgelder sind. Von Inga Adam

HEUBACH. Durch die große Schülerzahl des Heubacher Gymnasiums ist ein Anbau unumgänglich geworden. Außerdem wurden die Toiletten und die Fassade saniert. Hinzu kommt, dass auf dem ehemaligen überdachten Pausenhof eine Mensa mit Glasfront und einer dazugehörigen Küche gebaut werden soll. Deren Bau geschieht im Hinblick auf die geplante Ganztagesbetreuung und des G 8, da die Schüler sich lange in der Schule aufhalten und die gesunde Ernährung ohne diese Einrichtung oft zu kurz kommt.
Das gemeinsame Essen soll außerdem auch noch das Gemeinschaftsgefühl der Schüler stärken. Was in der Mensa angeboten werden soll, wurde mit den Schülern diskutiert. Für die Verpflegung werden unter anderem auch die örtliche Metzgerei und Bäckerei sorgen.
Auch das Heubacher Freibad, das 1936 erweitert wurde und einen hohen Stellenwert bei den Heubachern hat, wird zur Zeit saniert. Das Sportbecken verlor Wasser, was darauf zurückzuführen war, dass die Folie am Grund des Beckens noch von 1936 stammt. Diesen Schaden zu beheben hätte laut Experten rund zwei Millionen Euro gekostet, doch dank des Konjunkturpaketes werden die Kosten deutlich geringer sein. Nun wird die veraltete Folie herausgerissen und durch eine neue ersetzt; der Beton unter der Folie, auch von 1936, ist noch in Schuss.
Badebetriebsleiter Andrej Schall freut sich sehr über den Umbau und meint, dass eine Schließung des Freibades für die Heubacher einem Disaster gleichgekommen wäre. Im Sommer tummeln sich 3000 bis 4000 Besucher bei angenehmen 16 bis 18 Grad Wassertemperatur im Freibad. Das große Sportbecken des Bades wird nicht beheizt, die kleinen Becken hingegen schon und zwar durch die hauseigenen Solaranlage. Die Umrandung des Freibades soll erhalten bleiben, wenn allerdings noch Gelder vom Konjunkturprogramm übrig sein sollten, werde die Umrandung eventuell auch saniert.
Durch die Finanzkrise wurden all diese Sanierungen lange aufgeschoben, doch nun sind sie durch die vom Bund kommenden Gelder möglich. Die Gelder bringen einen Konjunkturimpuls mit sich, der wichtig für Heubach ist, da durch die Finanzkrise eine Menge Gewerbesteuern ausblieben, wie zum Beispiel die von Triumph. Die Umbaumaßnahmen sichern und schaffen Arbeitsplätze, da unter anderem Handwerksfirmen aus der Umgebung an den Projekten beteiligt sind. Zu klären bleibt allerdings noch, ob nach dem Auslaufen des Konjunkturprogrammes noch ein weiteres, drittes gestartet werden soll, da die Krise noch nicht ausgestanden ist. Laut dem SPD–Bundestagsabgeordneten Christian Lange wäre ein drittes Konjunkturprogramm wichtig.
 

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