Rems-Zeitung - Täglich eine gute Zeitung

Anzeige

Lokalnachrichten

» Sport | Freitag, 30. April 2010

Handball, Relegation zur Landesliga: Bettringen empfängt am Sonntag um 17 Uhr in der Uhlandhalle die HSG Lonsee-​Amstetten

Die Bettringer Damen machen weiter fleißig Überstunden. Nach dem Sieg über den TV Weilstetten steht die SGB in der zweiten Relegationsrunde um den Aufstieg in die Landesliga. Und dort trifft die Mannschaft von Trainer Arnold Schurr auf die HSG Lonsee-​Amstetten. Am Sonntag findet um 17 Uhr das Hinspiel in der Uhlandhalle statt. Von Axel Emele

Nur noch zwei Spiele sind beide Teams von der Landesliga entfernt. Dies nimmt sich deutlich weniger dramatisch aus, als es tatsächlich ist. Denn während alle anderen Mannschaften sich bereits in der Regenerationsphase befinden, trainieren die in der Relegation befindlichen Mannschaften durch und legen dabei noch kleine Extraschichten ein. Während die HSG Lonsee-​Amstetten den Grundstein zum Weiterkommen gegen Großengstingen in der Partie vor heimischer Kulisse legte und den Gegner mit zehn Toren Differenz aus der Aureinhalle fegte, kehrte die SG nur mit einem dünnen Polster von drei Treffern zurück. Doch im Rückspiel ließ Bettringen gegen Weilstetten keinerlei Zweifel aufkommen und siegte mit 29:20 gleichermaßen hoch, wie verdient. Und nun sind die Spielerinnen um Trainer Schurr wild entschlossen, auch die zweite Runde erfolgreich zu überstehen. Den letzten Feinschliff verpasste Schurr dem Team in den letzten Wochen, als er die Mannschaft hinsichtlich Kondition, Balltechnik und Taktik intensiv vorbereitete. „In der zweiten Runde ist alles möglich: Der Aufstieg wäre natürlich eine besondere Belohnung für die harte und lange Trainingszeit. Die Mädels zeigten zuletzt auch den erforderlichen Biss und werden mit Sicherheit ihr Bestes geben. Sollte Lonsee in der Relegation den besseren Handball zeigen, dann werden wir dies als faire Sportler anerkennen.“ Und dass die Bettringerinnen zu allem bereit sind, brachten sie bereits am vergangenen Samstag nach dem Sieg über Weilstetten deutlich zum Ausdruck. „Es hätte uns fürchterlich geärgert, wären wir bereits nach der ersten Runde ausgeschieden. Alles, was jetzt noch kommt, ist eine Zugabe. Aber jetzt sind wir soweit gekommen, nun wollen wir auch aufsteigen!“
Personell kann Schurr wieder auf den bewährten Kader der letzten beiden Wochen zurückgreifen, lediglich bei den Torhüterinnen gibt es eine kleine Rotation: Für die A-​Jugendliche Ira Jennewein wird am Sonntag Torfrau Katrin Scherr in den Kader zurückkehren. Gleichzeitig fehlen aber weiterhin die beiden Rückraum-​Routiniers Stefanie Koucky und Petra Uhlmann. Trainer Schurr erwartet gegen Lonsee-​Amstetten zwei sehr enge Partien. „Auf der Bank der HSG sitzt mit Gerhard Bantleon ebenfalls ein sehr erfahrener Trainer, der sehr professionell arbeitet und sein Team sicherlich optimal einstellen wird.“ Bantleon zeichnet seit 2007 für die Damen der HSG verantwortlich und trat mit seiner Mannschaft schon 2008 in der Relegation an, schied damals aber in der Vorrunde aus. Ein Jahr später musste Lonsee die Ziele deutlich zurückschrauben, da sich mit Ute Konhäuser die damals wohl wichtigste Spielerin am Knie verletzte. Und mit der Rückkehr ihrer Spielmacherin hatte sich die HSG das Ziel gesetzt, erneut vorne anzugreifen. Letztlich fehlten Lonsee in der Endabrechnung gerade einmal zwei Punkte, um die Meisterschaft und den direkten Aufstieg einzulösen. Doch immerhin war es für Lonsee ein kleiner Trost, am vorletzten Spieltag bei Meister Lindau die Oberhand zu behalten und dem TSV dadurch die Aufstiegsfeier ein wenig zu versalzen.
Auch Trainer Bantleon kann am Wochenende mit seinem kompletten Kader antreten, der aus einer Mixtur von jungen und sehr erfahrenen Spielerinnen besteht. „Zwar haben sich Anfang der Woche zwei Spielerinnen kurzfristig krank gemeldet, doch ich bin zuversichtlich, dass sie am Sonntag mitfahren und auch auflaufen können.“ A propos „fahren“: Bantleon kam während der Runde zu der Erkenntnis, dass die Fahrten mit einem großen Bus zu den Auswärtspartien mehr oder weniger Gift für sein Team waren. „Wir waren dann oftmals überlegen, brachten aber im Angriff nichts zustande. Und so werden wir uns auch am Sonntag wieder in unsere privaten Autos setzen und ganz in Ruhe nach Bettringen fahren.“ Neben einer kompletten Auswechselbank setzten die Gäste der HSG Lonsee-​Amstetten hauptsächlich auf ihre starke Abwehr. „Wir haben flinke Beine und schnelle Arme“, so Bantleon. Aber auch aus dem Gegenstoßverhalten sowie den einstudierten Spielhandlungen heraus droht der SGB Ungemach.
Und so können sich die hoffentlich zahlreichen und lautstarken Zuschauer auf eine spannende Partie freuen, in der sich am Sonntag um 17 Uhr in der Uhlandhalle zwei Teams auf Augenhöhe gegenüberstehen und nur ein Ziel verfolgen: Den Aufstieg in die Landesliga.
 

Noch keine Kommentare vorhanden.

Neuen Kommentar hinzufügen