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» Schwäbisch Gmünd | Freitag, 30. April 2010

Meisterprüfung an der Gewerblichen Schule Schwäbisch Gmünd hat eine lange Tradition

Die Ausbildung von Handwerksmeister an der Gewerblichen Schule in Schwäbisch Gmünd hat lange Tradition. Auch nach der Handwerksreform, bei der die Meisterpflicht in vielen Berufen abgeschafft wurde, besteht noch in 41 Berufen, darunter die Metallberufe, diese Meisterpflicht.

SCHWÄBISCH GMÜND (pm). In enger Partnerschaft mit der Kreishandwerkerschaft Ostalb, Geschäftsstelle Schwäbisch Gmünd, führt die Arbeitsgemeinschaft Erwachsenenbildung seit über 40 Jahren Vorbereitungskurse für die Meisterprüfung durch. Dabei werden Teile der Meisterprüfung der Handwerkskammer Ulm in Schwäbisch Gmünd abgenommen. So jetzt auch wieder im Feinwerkmechaniker-​Handwerk. Die Meisterprüfung umfasst insgesamt vier Teile. Fachlich werden die Kursteilnehmer in Teil I auf die praktische Prüfung vorbereitet. Diese besteht aus der Anfertigung einer Meisterprüfungsprojektaufgabe, in diesem Jahr eine komplette mobile Bügelsäge mit elektrischem Antrieb. Die Aufgabe beinhaltet die Konstruktion, Kalkulation, Fertigung und Endprüfung des Projekts. ferner musste ein CNC-​Frästeil programmiert, auf der Maschine gefertigt und anschließend anhand eines Prüfprotokolls gemessen und kontrolliert werden. Neu im Teil I ist das Fachgespräch. Dabei soll der Prüfling deutlich machen, dass er berufs– und projektbezogene Probleme lösen und begründen kann. Die Prüfung findet in den Werkstätten der Gewerblichen Schule statt. Ebenso die Vorbereitungskurse, die samstags durchgeführt werden. Im Teil II werden die Kursteilnehmer auf die Prüfung der fachtheoretischen Kenntnisse vorbereitet. Dabei kommt es nicht mehr nur auf das Vermitteln von Einzelwissen an. Auch die frühere separate Prüfung von Einzelfächern fällt weg. Bei der neuen Prüfung soll der Prüfling nachweisen, dass er Probleme analysieren und bewerten kann. Dazu soll er technologische, ablauf– und verfahrenstechnische, sowie werkstofftechnische Kenntnisse verknüpfen. Das heißt, er wird handlungsorientiert geprüft. Die Aufgabenschwerpunkte umfassen Feinwerktechnik, Auftragsabwicklung sowie Betriebsführung und Betriebsorganisation. Der Unterricht findet ebenfalls in der Gewerblichen Schule in Abendkursen statt. Die Vorbereitungskurse für die Teile III — wirtschaftlich-​rechtlicher Teil – und IV – berufs– und arbeitspädagogischer Teil – der Meisterprüfung werden ebenfalls angeboten. Besonders wichtig für zukünftige Interessenten ist, dass diese beiden Prüfungsteile von allen Teilnehmern der verschiedenen Handwerksberufe an der Gewerblichen Schule abgelegt werden können. Die zukünftigen Meister erhalten damit die Berechtigung, junge Menschen in den Handwerksberufen auszubilden. Die Ausbildung zum Handwerksmeister erfordert einen Zeitraum von zirka zwei Jahren und verlangt von den Teilnehmern großes Stehvermögen. Dennoch nehmen Jahr für Jahr junge Gesellen bzw. Facharbeiter diesen sicher nicht ganz leichten Weg zur beruflichen Weiterqualifizierung auf sich.
In der vergangenen Woche haben sich neun angehende Handwerksmeister im Teil I in den Werkstätten der Gewerblichen Schule unter Aufsicht der Herren Gärtner und Lorenz, beide langjährige Mitglieder der Meisterprüfungskommission, dieser äußerst anspruchsvollen Aufgabe gestellt. Auch im neuen Schuljahr führt die AG-​Erwachsenenbildung wieder Kurse durch. Für Mechaniker, Werkzeugmacher, Maschinenbauer und dreher/​Fräser beginnt im Juni 2010 ein Teil I und II. Für alle Berufe findet ein wirtschaftlich-​rechtlicher Teil III ab September 2010 statt. Ebenfalls für alle Berufe beginnt ein Berufs– und Arbeitspädagogischer Teil IV im Februar 2011. Auskunft und Anmeldung: Gewerbliche Schule, AG Erwachsenenbildung – Meisterkurse am Beruflichen Schulzentrum, Heidenheimer Straße 1,. Tel. 0 71 71/​80 41 00.
Hier die Namen der Teilnehmer der Meisterprüfung: Uwe Abele, Matthias Eisele, Bastian Herr, Marco Munz, Stefan Peischl, Sergej Platau, Patrick Sachwitz, Tobias Sachwitz, Waldemar Schmidt. Fachlehrer: Heribert Schlund, AG-​Vorsitzender: StDir. Helmut Berroth, Prüfer: Herbert Gärtner, Karl Lorenz.
 

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