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» Schwäbisch Gmünd | Freitag, 30. April 2010

Wanderer des Schwäbischen Albvereins erkundeten die Mutlanger Heide

Der Schwäbische Albverein Schwäbisch Gmünd erkundete kürzlich die interessante, vor allem geschichtsträchtige Mutlanger Heide.

SCHWÄBISCH GMÜND (pm). Der Weg führte von den Mutlanger Tennisplätzen auf dem oberen Brombeerweg durch den Schauppenwald in Richtung Klosterhof Welch ein Glück, dass unter den Wanderern auch Forstamtmann a.D. Gerd Kubach war, der nicht nur jeden Weg und Steg kennt, sondern auch mit seinem forstlichen Wissen den Teilnehmern viel Interessantes zu sagen hatte. Auf der Höhe des Klosterhofes warfen die Teilnehmer einen Blick auf Gmünd, der von dieser Talseite ungewöhnlich war. Der Weg führte weiter durch einen Teppich von Buschwindröschen und anderen Frühlingsblühern. Ein Abzweig führte auf schmalem Pfad kurz steil bergauf zur „Mutter Gottes“. Auf einem kleinen Hügel stehen dort zwei naturdenkmalgeschützte alte Linden mit einem Marienbildstock. Eine dritte Linde ist in der Vergangenheit einem Blitzeinschlag zum Opfer gefallen. Zu früherer Zeit haben Mutlanger Gläubige vor Himmelfahrt einen Bittgang hierher abgehalten. Nach wenigen Metern erreichte die Wandergruppe das neue Wohngebiet „Mutlanger Heide“. Von einem Grenzweg zwischen den Gemarkungen Mutlangen und Schwäbisch Gmünd ist die Vielfalt der baulichen Gestaltung der Häuser und aller erdenklichen Dachformen zu betrachten. Auf Gmünder Seite ist die Heide unbebaut. Nur einige frühere Straßen und Landebahnen weisen noch auf die einstige militärische Nutzung hin. Der Grenzweg führt vorbei an zwei „Insektenhotels“ und an Hinweistafeln über die Geschichte der Heide bis zur Wende, auch wird der Verlauf des Limes angezeigt. Der Weg führt schließlich zu zwei noch erhaltenen Bunkern, in denen zu Zeiten der Pershing-​Stationierung die atomaren Sprengköpfe gelagert gewesen sein sollen. Freundlicherweise hatte sich Oberamtsrat Hans Nagel von der Gemeinde Mutlangen bereiterklärt, die Wandergruppe vor Ort über die militärische Nutzung bis hin zur Entstehung des Wohnparks zu informieren. Leider schickte der Wettergott in diesem Moment Donner, Hagel und Starkregen. Kurzerhand wurde der Vortrag ins Mutlanger Rathaus verlegt. Mit fundiertem Wissen erfuhren die Wanderfreunde durch Hans Nagel über die lange Zeit der verschiedenartigen militärischen Nutzung, auch über die Eigentumsverhältnisse und den Schwierigkeiten beim Erwerb durch die Gemeinde Mutlangen und der Stadt Gmünd bis hin zur Entwicklung zum Mutlanger Wohnpark. In den letzten 10 Jahren wurden dort 330 Bauplätze erschlossen.
 

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