Mostprobe im Waldhäuser Albvereinshaus wieder ein voller Erfolg — Verstärkt wird auch aus Tafelobst Most hergestellt
Am Samstagabend fand im Albvereinshaus Waldhausen eine Mostprobe statt. Willi Braun verstand es, die zahlreichen Besucher und Gäste in die Geheimnisse des Mostes, aber auch des Mostgenusses, einzuführen.
LORCH-WALDHAUSEN (gubo). Leider war der Besuch nicht ganz so gut wie im vergangenen Jahr. Doch gab es genügend Proben, die dann zum Testen anstanden.
Willi Braun wies auf die Bedeutung des traditionellen Obstsaftes hin. Weit über die Regionalgrenzen hinaus wird Most als Getränk geschätzt. Als Apfelwein, als Cidre, ja sogar als Sekt oder als einfacher Apfelsaft seien die Produkte von Streuobstwiesen im Handel. Die Bedeutung heimischer Streuobstwiesen finde gerade wieder derzeit wieder große Aufwertung; Naturschutz, Umweltschutz, aber auch die landschaftliche Schönheit finden Beachtung. Die Gemeinden schufen Anreize für den Obstbaumanbau und auch in Lorch haben viele Obstfreunde sich einen finanziellen Zuschuss abgeholt.
Willi Braun, der mit seiner Familie die Mostprobe angeboten hat, stellte fest, dass sich die Mostqualität geändert hat und dass inzwischen immer mehr nicht vermarktetes Tafelobst für die Most-Verarbeitung kommt.
20 Most-Produzenten brachten in Waldhausen „Versucherle“ zum Mostseminar ins Albvereinshaus, und da fiel die Entscheidung nicht ganz leicht. Überrascht war man, dass ein guter Qualitäts-Durchschnitt heraus kam. Die Anwesenden durften jede Probe nach ihrem eigenen Geschmack mit den Noten
1 bis
4 bewerten. Nur eine Probe konnte die Erwartungen nicht erfüllen.
In der Gesamtwertung konnte Gerald Plewan (der leider nicht persönlich anwesend sein konnte) schließlich mit der Note
1,
60 als Sieger gekürt werden. Die Zweitplatzierten waren mit jeweils
1,
76 Bürgermeister Karl Bühler und Martin Greiner aus Rattenharz. Mehrere Mostproduzenten waren im Bereich von „gut“ bis „sehr zufrieden“ zu finden. Mit dem Mostkrug der Ortschaft Waldhausen wurde Bürgermeister Bühler für den guten Most beehrt. Seit vielen Jahren ist er redlich bemüht einen guten Most zu erzeugen. Seine Freude war besonders groß; Martin Greiner hat vor Jahren schon einmal mit seinem guten Most einen Ehrenkrug bekommen. Das Duo „Ursl und Heinz“ sorgten für Musik und erfreuten mit ihren Liedern. Mit Trinksprüchen und schwäbischen Gedichten, sowie einem Sketch über „Gottliebs Moscht“, gespielt von Oliver Crohn, fand die Veranstaltung Auflockerung und trug zum fröhlichen Feierabend bei. Damit die Neutralisierung zwischen den Proben gesichert war, gab es kleine Schwarzbrot-Happen und Käsewürfel, und wie im Fluge verging die Zeit!
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