Neues aus der Partnerstadt Barnsley — Ein beliebter Freund der Gmünder ist gestorben
Holin Hammerton, Gründer und Leiter der „Dearne Big Band“, Förderer der Städtepartnerschaft und jahrzehntelanger Freund der Parler-Big Band unter Hanspeter Weiß, ist völlig überraschend verstorben. Er wurde 64 Jahre alt. Von Dr. Reinhard Kuhnert
SCHWÄBISCH GMÜND. Der Gmünder Verein Städtepartnerschaft erinnert sich gern an sein Konzert im Ardley House im August
2009, als seine Big Band beim Gala-Abend aufspielte (dazu die Fotos im Anhang — bitte auswählen). Von den jungen Musikanten waren fast alle schon mindestens einmal in Schwäbisch Gmünd.
Hammerton entschloss sich zum Lehrerberuf, statt professioneller Organist zu werden. Er verstand es, hunderte seiner Schüler in Darfield zu inspirieren. Und das
40 Jahre lang.
Da es in der Darfield Foulstone Schule keinerlei nennenswerte Instrumente gab, organisierte er Eiskremverkauf und Altpapiersammeln, um die nötige Zahl an Blasinstrumenten zu erwerben. So entstand auch sein „Barnsley Youth Orchestra“, das fast jedes Jahr nach Schwäbisch Gmünd in die Partnerstadt reiste.
Holin wurde in Darfield geboren, wurde von seiner Mutter mit der Musik vertraut gemacht und studierte Orgel und Viola in Huddersfield und am Royal Manchester College of Music.
Er war ebenso sportbegeistert, und sein Sohn erinnert sich daran, als er einmal während des Orgelspiels in der Kirche geschwind seine Socken und Schuhe fürs Fußballspiel wechseln wollte, dass er hintenüber von der Bank fiel — er blieb unverletzt und lachte dazu herzlich und laut. Eben der berühmte englische „sense of humour“. Und immer spielte er mit einem Lächeln auf dem Gesicht.
Ein früherer Schüler, John Hinman, nennt ihn „eine Legende“, denn niemand hat so vielen Menschen in Darfield soviel gegeben wie er: „Thank you for the music“
Einen weiteres Sterben berührt aktuell die Menschen in Barnsley: der erste Kriegstote in Afghanistan aus ihrer Stadt. Es ist dies Captain (Hauptmann) Martin Driver,
31, aus dem Stadtbezirk Cudworth, Opfer einer Bombenexplosion.
Seine Beisetzung mit militärischen Ehren fand in Anwesenheit des Bürgermeisterpaares John und Linda Parkinson statt. Erst im vorigen Jahr war Martin Driver zum Hauptmann befördert worden, nachdem er Arabisch an der Sprachschule des Verteidigungsministeriums gelernt hatte. Es war sein zweiter Einsatz in Afghanistan.
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