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» Ostalbkreis | Dienstag, 06. April 2010

Hermann Behringer nach zehn Jahren als Vorsitzender des OGV Iggingen wiedergewählt

Der Obst– und Gartenbauverein Iggingen (OGV) hatte Hauptversammlung im Igginger Gasthof Traube. Vorsitzender Hermann Behringer konnte für das zurückliegende Jahr eine sehr positive Bilanz ziehen.

IGGINGEN (ogi). Als erfolgreich stufte er die erstmals durchgeführte Kooperation mit dem Obst– und Gartenbauverein Eschach ein. Die von beiden Vereinen im Wechsel organisierten Veranstaltungen wurden von den Mitgliedern gut besucht. Deshalb sind auch in diesem Jahr weitere gemeinsame Aktionen geplant.
Ausgebucht war wieder der dreitägige Schnittkurs, der mit dem theoretischen Teil im Obsthäusle begann. Der praktische Teil erfolgte dann auf Streuobstwiesen in Iggingen und Schönhardt. In diesem Zusammenhang erwähnte Behringer die Pflege der Bäume entlang der Straße beim Kreisverkehr Burgholz/​Hirschmühle und Hussenhofen. Diese wurden, nun bereits zum dritten Mal, auch in diesem Jahr vom OGV in Zusammenarbeit mit der Straßenmeisterei Gmünd geschnitten. Erstmals nahm der Verein unter Leitung von Fachwart Hermann Behringer und Wasmut Fiedler am vom Landesverband ausgeschriebenen „Streuobsttag“ teil. Zunächst wurde den Besuchern im Obsthäusle mit einem Vortrag die Geschichte und der ökologische Wert des Kulturgutes „Streuobstwiese“ aufgezeigt. Ein Erhaltungsschnitt an einem seit Jahren nicht mehr gepflegten Obstbaum rundete die Veranstaltung ab.
Neu im Angebot war ein Motorsägekurs. Dieser war ebenfalls ausgebucht. Den größten Zuspruch fanden die beiden Kräuterwanderungen ausgehend vom Obsthäusle. Zwei Kräuterpädagoginnen zeigten, welche Kräuter gesammelt werden können sowie deren Zubereitung. Im Obsthäusle konnten sich die Kräutersammler davon überzeugen, wie lecker Gerichte mit heimischen (Un)kräuter schmecken. Nach den Berichten des Schriftführers, des Kassiers und der Kassenprüfer wurde der Vorstand auf Antrag von Bürgermeister Stöckle von der Versammlung entlastet. Herr Stöckle lobte die Vereinsarbeit des Vereines und bedankte sich für das Engagement um den Erhalt der Igginger Streuobstwiesen
Wichtigster Teil des Abends waren die Wahlen. Hermann Behringer, der den Verein nun schon seit 10 Jahren leitet, wurde von der Versammlung einstimmig wiedergewählt. Auch die bisherigen Kassenprüfer, Anton Kaiser und Roland Brenner, erhielten alle Stimmen.
Einen Wechsel gab es bei der Person des Schriftführers. Nach zwölfjähriger Tätigkeit stellte sich Wasmut Fiedler nicht zur Wiederwahl. Behringer zeigte seine Verdienste auf. Ihm ist unter anderem zu verdanken, dass der Verein als einer der ersten Obst– und Gartenbauvereine in der Region eine eigene Internetseite erstellte. Als Dank für seine langjährige Arbeit erhielt er vom Verein ein Präsent. Zum neuen Schriftführer wählte die Versammlung Wolfgang Tobias. Unterstützt von Bernd Oppenheim, der den Bereich Presse– und Öffentlichkeitsarbeit übernimmt, wird er die Geschicke des Vereins mitführen. Der Vorsitzende zeigte sich erfreut, dass alle Positionen in der Vorstandschaft besetzt werden konnten und der Verein somit für die Zukunft gut gerüstet ist.
Die 2. Vorsitzende, Frau Schneider, stellte das Projekt Schule und Obst– und Gartenbauverein vor. Ziel ist es, mit unterschiedlichen Aktionen bei Kindern möglichst frühzeitig die Liebe zur Natur zu wecken. Bei ausreichendem Interesse der Kinder ist an die Gründung einer Kindergruppe im OGV gedacht. Als erste Aktion pflanzen die Kinder der 4. Klasse der Grundschule Iggingen einen Obstbaum beim Obsthäusle. Für die Pflege ihres „Klassenbaumes“ sind die Kinder, natürlich unter Anleitung, selber verantwortlich. Der Abend wurde mit einem Vortrag über „Staudenbepflanzung im Schattengarten“ von Staudengärtnermeister Markus Hirschler abgerundet. Er zeigte die vielfältigen Möglichkeiten auf, wie sehr trockene oder sehr feuchte schattige Flächen durch die richtige Auswahl der Stauden erfolgreich bepflanzt werden können. Bei geschickter Kombination groß– und feinblättriger Stauden und bei Berücksichtigung der Vegetationsphasen können auch derartig ungünstige Flächen ganzjährig optisch aufgewertet werden.
 

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