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Kultur |
Donnerstag, 08. April 2010
Am kommenden Sonntag ist um elf Uhr Saisonauftakt mit Führung im Silberwarenmuseum Ott-Pausersche Fabrik
Die Uhren sind auf Sommerzeit eingestellt — Zeit auch wieder für das Silberwarenmuseum Ott-Pausersche Fabrik. Nach der Winterpause öffnet dieses in der süddeutschen Museumslandschaft einzigartige Haus am Sonntag, 11. April, um elf Uhr wieder seine Pforten für die Öffentlichkeit.
MUSEUM (sv). Zur Feier des Saisonauftaktes gibt es um
14 Uhr eine Führung und ab
15 Uhr eine Vorführung von Handwerkstechniken durch den Silberschmied Erich Wahl.
Als wahrer Glücksfall erweist sich dem heutigen Museumsbesucher, dass der letzte Besitzer der Fabrik, Emil Pauser, ein wahrer Bewahrer war. Denn wer die Silberwarenfabrik Ott-Pauser heute betritt, macht eine Zeitreise in die Anfänge der Industrialisierung Schwäbisch Gmünds. Fast alle Maschinen, von der Friktionsspindelpresse über Drahtziehbänke, Fall– und Krafthämmer bis hin zu den Walzwerken, standen hier bereits vor der Wende vom
19. zum
20. Jahrhundert.
Und das Büro, in dem einst die weltweiten Firmenkontakte geknüpft und Lohnabrechnungen gemacht wurden, ist mit der kompletten Büroeinrichtung, mit Büchern, Telefon, Rechen– und Schreibmaschine, heute noch so anzutreffen, als wäre der Chef gerade eben erst aus dem Haus gegangen. Ein reichhaltiges Angebot lässt das Silberwarenmuseum Ott-Pausersche Fabrik für Jung und Alt, Einzelbesucher und Gruppen zu einem besonderen Erlebnis werden: Jeden Sonntag um
14 Uhr gibt es eine öffentliche Führung, die erfahrbar macht, wie der Arbeitsalltag eines Gmünder Gold– und Silberarbeiters in der Mitte des
19. Jahrhunderts ausgesehen hat. Daneben gibt es jeden ersten Sonntag im Monat um
15 Uhr eine Vorführung von Handwerkstechniken. Zudem erhalten Gruppen und Schulklassen nach vorheriger Absprache eine Führung durch das Museum.
Einzigartig ist im Silberwarenmuseum Ott-Pausersche Fabrik auch die eigens eingerichtete Kinderwerkstatt. In diese sind Mädchen und Jungen im Alter von acht bis zwölf Jahren eingeladen, um in einem Workshop die Welt des Schmucks zu entdecken und unter fachlicher Anleitung ihr eigenes Schmuckstück selbst herzustellen. Zudem öffnet die Kinderwerkstatt auch für all diejenigen, die mit Geschwistern und Freunden den Kindergeburtstag feiern wollen. So erhält jeder Kindergeburtstag im Silberwarenmuseum Ott-Pausersche Fabrik einen außergewöhnlichen Höhepunkt.
Wie in jedem Sommer gibt es im Silberwarenmuseum Ott-Pausersche Fabrik auch dieses Jahr wieder eine Sonderschau. Vom
11. Juni bis
10. Oktober ist das Haus Teil der Sonderausstellung „Aufbruch in die Moderne. Silber aus Schwäbisch Gmünd“, die das Museum im Prediger zeigt. Erstmals beleuchten rund
400 ausgesuchte Objekte die herausragende Produktion moderner Silberarbeiten aus Schwäbisch Gmünd. Im Mittelpunkt der Werkschau steht die breite Palette der sogenannten Korpuswaren sowie eine Auswahl feinster Bestecke. Gegenwärtig wird so die Gestaltung von Silbergerät, wie sie sich von der Eleganz des Art Déco über die vom Bauhaus propagierte sachlich-klare Form bis hin zum Formenvokabular unserer Tage entwickelt hat. Das Silberwarenmuseum Ott-Pausersche Fabrik befindet sich im Milchgässle
10, Schwäbisch Gmünd. Mehr Infos unter www.museum-galerie-fabrik.de.
Anmeldungen für Führungen, Workshops oder Feiern zum Kindergeburtstag nimmt Annemarie Wiener entgegen, Telefon:
0 71 71/
3 89 10.
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