Koordinationsstelle Prävention des Ostalbkreises legt ihren Jahresbericht vor /Veranstaltungen mit 7000 Teilnehmern
Der Ostalbkreis ist in Sachen Gewaltprävention auch weiterhin auf einem guten Weg. Mit der Koordinationsstelle Prävention sei es gelungen, auf kommunaler Ebene entscheidende strukturelle Verbesserungen zu erzielen, so das Landratsamt.
OSTALBKREIS (
LRA). Mit der am
1. Oktober
2000 eingerichtete Koordinationsstelle Prävention beim Landratsamt wurden Verbesserungen im Bereich der Vorbeugungsbelange erzielt. Der Ostalbkreis nimmt dadurch eine Vorreiterrolle in Baden-Württemberg ein. Durch den koordinierten Verbund von Sozialarbeit und Polizei lassen sich Arbeitskapazitäten zielgerichtet einsetzen, Fachwissen der zahlreichen verschiedenen Institutionen und Synergieeffekte optimal nutzen.
Der Sozialpädagoge Andreas Schumschal ist für die zielführende Koordination sowie die weitreichende Kooperation zwischen den verschiedenen Präventionsanbietern, wie
u. a. die Landkreisverwaltung, die Polizei, die Kommunen, Schulen, Beratungsstellen und die sozialen Dienste, im Ostalbkreis verantwortlich. Andreas Braun, Diplom-Pädagoge aus dem Geschäftsbereich Jugend und Familie des Landratsamtes, unterstützt Andreas Schumschal bei den Projekten mit Schülern, Pädagogen und Eltern.
Im vergangenen Jahr fanden knapp
300 Veranstaltungen mit rund
7000 Teilnehmern statt. Der Grundgedanke besteht darin, Lehrern und Pädagogen vor Ort Impulse zu geben, das Miteinander in der Klasse prosozial zu stärken. Die Schülerinnen und Schüler lernen mit Misserfolgen umzugehen und sehen dies als Herausforderung zur Steigerung der personalen und sozialen Kompetenz. Im Vordergrund steht das Sozialverhalten der Schüler untereinander sowie die gemeinsame Weiterentwicklung der Gewaltprävention an Schulen.
Landrat Klaus Pavel, der Medienkompetenz als sehr wichtig erachtet, eröffnete am
25. November die gleichnamige Veranstaltungsreihe eröffnet. Kooperationspartner sind unter anderem das Landesmedienzentrum Baden-Württemberg, die Aktion Jugendschutz Baden-Württemberg, die Spiel– und Theaterwerkstatt Ostalb
e. V. und das Theater der Stadt Aalen. Es hat sich erwiesen, dass medienpädagogische Kompetenzen zu einer wichtigen Schlüsselqualifikation in der heutigen Zeit geworden sind. Polizeioberrat Buchinger von der Polizeidirektion Aalen verdeutlichte, dass die neuen Medien ein Gewinn für uns sein können, wenn diese verantwortungsbewusst und zielgerichtet eingesetzt werden. Ziele des Projekts sind
u. a. eine Ausbildung und Zusatzqualifizierung vor Ort in Medienkompetenz, die Kommunikation mit neuen Medien im Einsatz an Schulen und die Fähigkeit zur Medienkritik und Förderung der Medienkompetenz unter geschlechtsspezifischen Aspekten. Die Fortbildungsreihe wird mit der Aktion Jugendschutz Stuttgart demnächst regional erweitert und ausgebaut.
Auch letztes Jahr fanden wieder regelmäßig Veranstaltungen zum Thema Schulbusbegleiter in Bopfingen statt. Dabei werden die Kinder von Polizei, Landratsamt Ostalbkreis, der Stadt Bopfingen sowie von den örtlichen Busunternehmen ausgebildet. Verhaltensregeln an der Haltestelle, Verhalten bei Vorkommnissen, Verhaltensalternativen im Konfliktfall, stimmliche und körperliche Präsenz, das Verhalten während der Fahrt sowie die rechtlichen Hintergründe und Konsequenzen bei Fehlverhalten sollen den Schülern und Schülerinnen nahe gebracht werden.
Weitere Aktionen des Jahres
2009 waren
u. a. das soziale Kompetenztraining an verschiedenen Schulen. Im Vordergrund der Veranstaltungsreihe steht die Ausbildung und Befähigung zur konstruktiven Konfliktbearbeitung und gegenseitiger Akzeptanz.
Des Weiteren war das Jahr geprägt von „Waldpädagogik“. In Kooperation mit dem Forstdezernat des Landratsamts wurden mit Schulklassen gewaltpräventive und waldpädagogische Einheiten durchgeführt. Unter realen Bedingungen stellten die Schüler ihre Teamfähigkeit und ihre Hilfsbereitschaft unter Beweis. Ein weiteres Ziel ist es, den Jugendlichen einen verantwortungs– und respektvollen Umgang mit der Natur zu vermitteln.
Auch wurde das vom Zonta-Club initiierte Projekt „Mädchen unschlagbar“
2009 von der Koordinationsstelle Prävention begleitet und mit dem Thema Mobbing fortgesetzt. Die erfolgreichen Projekte werden weitergeführt. Ebenso stehen neue interessante und erfolgversprechende Projekte, wie eine Streitschlichter-Tagung oder eine Theaterpädagogische Multiplikatorenfortbildung Gewaltprävention an.
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