Startschuss für die umfassende Sanierung des zwischenzeitlich 55 Jahre alten ehemaligen Mädchengymnasiums
Auch diese Großbaustelle hilft gewiss, die Konjunktur im Bauhandwerk anzukurbeln: Insgesamt 3,4 Millionen Euro investiert die Stadt in die Modernisierung des Hans-Baldung-Gymnasiums. Seit Dienstag wird der Gebäudekomplex eingerüstet.
SCHWÄBISCH GMÜND
(hs). In der Schulgemeinschaft herrscht im wahrsten Sinne des Wortes „aufatmen“. Denn insbesondere der stark sanierungsbedürftige Zustand der Toilettenanlagen verfolgte Stadtverwaltung und Gemeinderat schon seit vielen Jahren in Gestalt von immer wiederkehrenden Anfragen von besorgten Eltern. Doch hierbei handelt es sich nur um einen kleinen Teil der vielen Sanierungsnotwendigkeiten, die sich in diesem Schulkomplex aufgestaut haben. Es geht auch um die Modernisierung der kompletten Gebäudetechnik, einschließlich um die Umsetzung von zeitgemäßen Energiesparmaßnahmen. So wird auch die riesige Fassadenfläche saniert. Nicht zuletzt auch die Klassenzimmer und die Fachräume werden auf den neuesten Stand gebracht. Ermöglicht wird die Schulsanierung durch das Konjunkturpaket II der Bundesregierung, wobei allerdings auch die Stadt selbst erhebliche Mittel aufbringen muss. Der Gemeinderat hat unlängst ein erstes Vergabepaket abgesegnet.
Die meisten Aufträge gingen ans heimische Bauhandwerk
Besonders freut man sich im Rathaus, dass von diesen ersten Bauaufträgen in Höhe von gut zwei Millionen Euro ein Volumen von
1,
8 Millionen Euro bei Firmen im Gmünder Raum verbleibt. Ein schöner Konjunkturimpuls also fürs heimische Bauhandwerk, das ja schon häufig Klage über „Auswärtsvergaben“ geführt hatte. Die Großbaustelle wird auch Auswirkungen auf den Schulbetrieb haben. So beziehen einige Klassen Ausweichquartiere in der Klösterleschule. Acht Räume werden hierfür in der Klösterleschule hergerichtet.
Das Hans-Baldung-Gymnasium wurde als Mädchengymnasium und somit als Gegenstück zum benachbarten Parler-Gymnasium in den Jahren
1954/
55 errichtet. Mit Baukosten von seinerzeit zwei Millionen Mark gehörte dieser Schulneubau zu den ehrgeizigsten Projekten der Stadt in jener Nachkriegszeit.
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