Neue Buslinie zum Gmünd-Tech /Ein Durchbruch: Für HfG– und PH-Studenten in Gmünd gibt es nun auch ein Semesterticket
An der Hochschule für Gestaltung beginnt am Montag das Sommersemester: Premiere für den neuen Campus in der Krähe. Und ein echter Durchbruch in Gmünd ist die Einführung des Semestertickets für Studenten.
SCHWÄBISCH GMÜND
(rw). Noch eine Premiere: Gestern Mittag fuhr zum ersten Mal der Bus der neuen Campus-Linie — wenn auch noch ohne Studenten und nur zu Demonstrationszwecken.
Rund
500 Studierende sind im Sommersemester an der
HfG eingeschrieben. Mitte März begannen die Sanierungsarbeiten am denkmalgeschützten Elsässer-Bau; Professoren, Verwaltung und Studierende verteilen sich die nächsten fünf Jahre auf vier Standorte. Der Studienbetrieb selbst — und damit das Herzstück der Hochschule– findet im Gmünder Westen, in der Krähe, statt. Das Gmünd Tech ist jetzt dank
HfG, die dort Hörsaal, Verwaltung und Mensa unterbringt, vollständig belegt; nebenan stehen die Container. Der Zugang ist gepflastert, zum kompletten Campus fehlt nur noch der Rasen.
VGW–Chef Wolfgang Frey überreichte Cristina Salerno gestern an Ort und Stelle den symbolischen Schlüssel. Auch die Werkstätten im Zapp wurden gestern abgenommen. Die Rektorin ist zufrieden: Die Räume im Zapp seien hell, der Container-Campus am Gmünd Tech verbreite Aufbruchstimmung. Unvergleichlich bessere Aussichten als noch im November, als sie den Eindruck hatte, die Gmünder Designhochschule laufe Gefahr, in einer Baustelle unterzugehen.
OB Richard Arnold kam ins Schwelgen: „Das Hochschulwunder von Gmünd — wo in Deutschland gibt es das sonst noch, dass in zwei Monaten eine neue Hochschule entsteht?“
Des Wunders zweiter Teil ist die Busverbindung und vor allem das Semesterticket, die im Zusammenwirken von Stadt, Landkreis und den Busunternehmen Stadtbus, Fahrbus und Domhan zustande kamen. Das Semesterticket, schon lange im Gespräch, aber ebenso lange nicht vorangekommen, kostet pro Semester
150 Euro und berechtigt Studierende aller Hochschulen in Schwäbisch Gmünd zu Fahrten auf allen Linien der oben genannten Unternehmen, nicht nur auf der neuen Campus-Buslinie. Diese führt
18 Mal täglich von
8 Uhr bis spätabends, abgestimmt auf die Vorlesungszeiten, vom Unteren Marktplatz über Bahnhof und Zapp zum Gmünd-Tech, wo „
HfG–Campus“ auf dem Haltestellenschild steht.
Der OB stellte das Semesterticket in den Zusammenhang der Öffnung der Stadt für Studierende, und die Buslinie sei ein „Baustein für die erfolgreiche Auslagerung der
HfG“ gewesen. Landrat Klaus Pavel sprach davon, dass „unglaublich viel zusammen gekommen“ sei, um die Linie so schnell zu verwirklichen und denkt schon weiter: an die Einführung eines Sonntagstickets für einen Euro, gültig im ganzen Ostalbkreis, möglichst schon im Sommer.
Rektorin Salerno lobte das Umzugsunternehmen Kast und dessen Flexibilität, der OB machte dem neuen
VGW–Chef Frey ein Kompliment zum gelungenen Einstandsprojekt. Jetzt wird noch darüber nachgedacht, eine Solaranlage aufs Containerdach zu stellen, „damit ein Kraftwerk daraus wird“, meint Richard Arnold. Busunternehmer Albert Abt hofft, dass die Studiosi die neue Linie fleißig nützen.
Und selbst dem Hochbauamts-Chef Anton Wagenblast war es wohler: „Uns wird die Sanierung der Hochschule leichter, wenn sie leer ist.“ Im Mai trifft er sich mit dem Finanzminister, um über den zweiten Bauabschnitt zu verhandeln. Dieser, weitere neun
Mio. Euro schwer, soll sich nahtlos anschließen, wenn die ersten fünf Millionen Euro aus Bundesmitteln verbaut sind.
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