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» Ostalbkreis | Montag, 10. Mai 2010

Übergabe des Kindergartens Brunnengässle in Gschwend nach Renovierung /​Kosten von 260 000 Euro

Wenn in den warmen Sommermonaten die Fenster in den Amtsstuben des Gschwender Rathauses geöffnet sein werden, dann können Bürgermeisterin Rosalinde Kottmann und Bauamtsleiter Stefan Blessing das Kinderlachen hören, das aus dem nahen Kindergarten „Brunnengässle“ zu ihnen herüber dringt. Von Dorothee Wörner

GSCHWEND. Dabei können sie sehr zufrieden sein, denn mit der energetischen Sanierung und Renovierung des evangelischen Kindergartens wurde in die Zukunft investiert. Am Samstagnachmittag wurde das Gebäude offiziell an die Kinder und ihre Erzieherinnen übergeben. Außen strahlend weiß, innen bunt und gemütlich mit einem Zugang in den herrlichen Garten, wurde für die Kinder, die in zwei Regelgruppen und einer Kleingruppe untergebracht sind, ein richtiges Nest geschaffen. Bürgermeisterin Kottmann begrüßte in der Feierstunde alle, die am Bau beteiligt waren und bedankte sich bei Architekt Frieder Wahl und Mitarbeitern für die Planung. Ihr Dank galt auch den Vertretern der evangelischen Kirchengemeinde als Träger, Pfarrer Siegfried Jahn und Vikar Kristian Kirschmann, sowie den Erzieherinnen, Eltern und den Kindern, die in der Übergangszeit geduldig die Einschränkungen im Forsthaus hingenommen hätten.
Der Gemeinderat habe die Unterstützung durch die Kirchengemeinde gesehen, so dass sie das Vorhaben befürwortet hätten, nicht zuletzt auch an dem bei einem Bazar erwirtschafteten Betrag von 4000 Euro, so Bürgermeisterin Kottmann. 260000 Euro teuer waren die Gesamtkosten für den Vollwärmeschutz, neue Fenster, Dachdämmung und Dachdeckung, 150000 Euro erhielt die Gemeinde als Zuschuss aus dem Programm „Zukunftsinitiative“, das vom Bund über das Land Baden-​Württemberg an die Gemeinde weitergeleitet worden war. Dafür bedankte sich Kottmann bei den anwesenden Politikern, Staatssekretär Dr. Stefan Scheffold und MdB Norbert Barthle. Beide hielten diese Investition, die zu Beginn der Wirtschaftskrise beschlossen worden war, für gut angelegtes Geld und wünschten den Kindern eine glückliche Kindergartenzeit, als Grundlage für das ganze spätere Leben.
Architekt Heiner Wahl hatte ein Geschenk zum Einpflanzen mitgebracht, einen blühenden Apfelbaum und in einem Korb die Äpfel zum Verteilen an alle gleich mit. Auch die Kinder hatten sich auf ihren großen Tag vorbereitet. Musikalisch begleitet durch die Erzieherinnen zeigten sie, welche handwerklichen Berufe daran beteiligt waren ihren Kindergarten wieder so schön her zu richten.
Pfarrer Siegfried Jahn freute sich im Namen der Kirchengemeinde, dass das Gebäude so gründlich saniert worden war. Er habe oft mit den Kindern zu tun und wisse, dass hinter den Türen zu den Kinderherzen eine schöne, eine originelle Welt schlummere und er meinte „Wir als Träger möchten nichts anderes tun, als diese Originalität zu fördern“. Ganz klar betonte er die religiöse Erziehung als wesentlichen Bestandteil der Arbeit. Es gehe nicht nur um Wertevermittlung, sondern um eine Vertrauensbeziehung zu Gott. Bedanken wolle er sich auch für die freudige, fröhliche und sehr kompetente Arbeit der Erzieherinnen. Vikar Kristian Kirschmann hielt eine kleine Andacht und wünschte, dass der Kindergarten kein Haus aus Stein sein solle, sondern ein lebendiges Haus, gebaut aus menschlichen Bausteinen, als Gegenwart und Zukunft der Kinder.
Aufgeregt und fröhlich zeigten die Kinder den Gästen ihre Gruppenräume. Die Eltern hatten Kuchen gebacken und für eine schöne Dekoration gesorgt, so dass es im Anschluss an die Übergabe noch ein gemütliches Beisammensein im „Brunnengässle“ gab.
 

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