Der ganze Jakobsweg auf bunten Bildern in der Kapelle beim Schechinger Klotzhof
Markus Schick aus Untergröningen hat schon quadratmetergroße Bilder geschaffen. Mit seiner besonderen Sprühtechnik beschränkt er sich nun beim Bemalen der Klotzhof-Kapelle auf kleine, feine Motive, die Stationen des Jakobswegs darstellen. Von Dorothee Wörner
Wer etwas von Airbrush-Kunst hört, denkt an großflächige Wandmalereien, Lkw– oder Pkw-Bemalungen. Dass mit Airbrush, dem Luftpinsel, auch fein und filigran gemalt werden kann ist derzeit in der Jakobskapelle auf dem Klotzhof bei Schechingen zu sehen.
Seit er in den
80er-Jahren einen Lehrgang in der Airbrush-Technik absolviert hat, beschäftigt sich der Hobbykünstler Markus Schick aus Untergröningen mit dieser Kunst. Persönliche Kontakte zu den Besitzern und Erbauern der Klotzhof-Kapelle, Corina und Adelbert Ott, haben nun eine Idee reifen lassen; in der weiß getünchten Kapelle sollen
15 markante Bilder den Verlauf der Strecke vom Klotzhof bis zum Ziel Santiago de Compostela darstellen. Mehr noch, das letzte Bild zeigt die Endstation am Atlantik, Kap Finisterre. Fertiggestellt sind die ersten Stationen beginnend beim Klotzhof, danach erscheint Ulm, der Bodensee, Einsiedeln in der Schweiz, Genf und Le Puy in der Auvergne.
Oft liegt das Ziel nicht am Ende des Weges, sondern irgendwo am Rand
„Ich habe mich noch nie so sehr mit diesem Thema befasst“, gibt Markus Schick zu, der gemeinsam mit der Familie Ott herausgefunden hat, was wichtig ist. Hilfreich waren auch die Aufzeichnungen der Pilger (das erste Pilgerbuch war bereits innerhalb von wenigen Monaten voll geschrieben), oder kleine Denksprüche, die in der Kapelle zu finden sind. „Oft liegt das Ziel nicht am Ende des Weges, sondern irgendwo an seinem Rand“ ist da zu lesen, oder ganz einfache Dank– und Segensgrüße. Die Pilger kommen aus allen Winkeln Deutschlands und auch aus Polen und der Tschechei haben sich schon Jakobspilger im Pilgerbuch verewigt. Auch Sieger Köder, der farbgewaltige Prediger mit Bildern, hat die Kapelle schon besucht.
Zart sind Markus Schicks Bilder und doch von einer ungewöhnlichen Intensität, es scheint als habe er die verschiedenen Grüntöne durch die Fenster direkt aus der Natur hereingeholt in diesen Andachtsraum.
Das fertiggestellte Kunstwerk kann besichtigt werden, beim Kapellenfest am
26. und
27. Juni. Es wird verbunden sein mit einem Gartenfest und wie immer bei den Klotzhof-Besitzern wird dabei auch an andere gedacht. Die Spender und ehrenamtlichen Helfer werden den Erlös dem Deutschen Kinderschutzbund Altkreis Schwäbisch Gmünd
e.V. zukommen lassen.
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