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» Schwäbisch Gmünd | Dienstag, 11. Mai 2010

Etliche Beteiligte und Aktionen zum Internationalen Tag der Familie am 15. Mai im Rahmen von RemsTotal

Die Familie ist der wichtigste Grundbaustein für die Gesellschaft, zunehmend auch für die Zukunft der Unternehmen. Darauf will der Internationale Tag der Familie am Samstag, 15. Mai, aufmerksam machen. Einen publikumswirksamen Rahmen bietet hierzu auch das große Veranstaltungsfestival RemsTotal.

OSTALBKREIS (hs). Auch rund um das Datum 15. Mai wird es eine Reihe von Aktionen geben. Dass die Thematik keine Eintagsfliege bleiben wird, dafür sorgt auch ein starkes Netzwerk mit etlichen Beteiligten, die gestern im Rahmen eines Pressegesprächs im Gmünder Landratsamt informierten.
Der Trend sei eindeutig: Gerade junge Leute entwickelten derzeit eine neue Sehnsucht zur alten und bewährten Struktur der Familie. Das beschrieb einleitend die Gleichstellungs– und Familienbeauftragte des Ostalbkreises Ingrid Krumm. Doch im Laufe des Familienlebens komme es erfahrungsgemäß zu Bewährungs– und Zerreißproben zu Fragen, wie die Arbeits– und Rollenverteilung zu gestalten ist. Auch die anderen Teilnehmer des Pressegesprächs verdeutlichten, wie das „Ein-​Ernährer-​Modell“ immer seltener werde. Das Gegenwarts– und Zukunftsprojekt Familie lebe von zeitgemäßen Rahmenbedingungen, die das Leben mit Kindern, die Beziehung zwischen den Generationen und gleichberechtigte Teilhabe an Familie, Erwerbsarbeit, Hausarbeit und Gesellschaft möglich machen. Schon seit 18 Jahren sind diese Ziele im Heubacher Verein Mütterzentrum (MüZe) Programm, wie nicht ohne Stolz Gabi Ernst namens der 160 Mitglieder erläutern konnte. Aktuell laufen dort auch erfolgreiche Bemühungen, um die Gedanken des gleichberechtigten Miteinanders in der Familie und in der Kultur auch Vätern und Müttern mit Migrationshintergrund nahezubringen. Doch auch im bodenständigen Bewusstsein, ganz besonders im Unternehmensbereich, gibt es noch Nachholbedarf, so richteten die Gmünder Gleichstellungsbeauftragte Elke Heer und Unternehmensberaterin Dr. Isabella Heidinger einen kritischen Fingerzeig in Richtung Verwaltungen und Chefetagen. Eine zuverlässige Kinderbetreuung und die Bereitschaft zu gleichgestellten Auszeiten für die Elternschaft müssten jedoch zunehmen und ganz eindeutig als Standort– und Erfolgsfaktor für Unternehmen betrachtet werden. Vorbildfunktion hätten in Schwäbisch Gmünd die Firmen Weleda, ZFLS und GEK mit ihren eigenen Kinderbetreuungsangeboten, die nicht nur ausgebucht seien, sondern für Zufriedenheit, Motivation und letztendlich Produktivität sorgen würden. Stephan Spiegel (Eltern-​/​Kindzentrum Wippidu) betonte auch aus Vätersicht die Vision eines gleichberechtigten Miteinanders sowohl in der Familie als auch am Arbeitsplatz.

Zentrale Veranstaltungen mit Spiel, Spaß und Information finden am 15. Mai (RemsTotal) von 10 bis 17 Uhr auf dem Gmünder Marktplatz und von 15 bis 18 Uhr im Mütterzentrum Heubach sowie am 16. Mai ab 14.30 Uhr auf dem Maimarkt in Böbingen statt. Am Freitag, 21. Mai, folgt von 17 bis 19 Uhr eine Diskussionsveranstaltung in der Gmünder Theaterwerkstatt. Thema: „Gmünd macht Kinderbetreuung“.
 

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