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Dienstag, 11. Mai 2010
Leichtathletik, Regionalmeisterschaften der Aktiven: 800-Meter-Läuferin kommt mit neuer Bestzeit ins Ziel
Zumindest am zweiten Tag hatten die Leichtathleten bei ihren Regionalmeisterschaften im Uhinger Haldenbergstadion einigermaßen Glück mit dem Wetter. Die Leistungen, zumeist aus dem vollen Training heraus erzielt, waren noch nicht durchweg berauschend, aber zumindest die Zeit von 800-m-Läuferin Svenja Sickinger verdient sich ein Ausrufezeichen. Von Hans Bendl
Die Männer und Frauen der
LG Staufen eroberten acht Titel. Den Anfang machte Stefan Köpf. Trotz Gegenwind gewann er seinen
100-Meter-Vorlauf in
11,
25 Sekunden und dominierte das Finale in
11,
20 Sekunden, womit er exakt die Norm für die baden-württembergischen Meisterschaften erfüllte. Markus Kuntner kam im Vorlauf auf
12,
04 und im Endlauf auf
12,
08 (Vierter) Sekunden. Timo Datismann (
LG Staufeneck-Eislingen) beherrschte die
200 m in
23,
27 (Markus Kuntner als Dritter
24,
28) und die
400 m in
52,
77 Sekunden. Joachim Krauth (LSG Aalen) lag über
800 m (
2:
06,
40) und
1500 m (
4:
35,
93) vorne.
Nur um eine Hundertstelsekunde von dem Ulmer Timm Bernsdorfer geschlagen, wurde der A-Jugendliche Sven Zellner in ausgezeichneten
15,
51 Sekunden über
110 m Hürden Vizemeister. Dabei muss bedacht werden, dass der
17-jährige Igginger im Vorjahr noch B-Jugendlicher war und im Freien noch nie die A-Jugend-Hürden, geschweige denn die noch höheren Männerhürden überquert hat. Dennoch schaffte er auf Anhieb damit die Qualifikation für die deutschen Juniorenmeisterschaften, für die
15,
60 Sekunden vorausgesetzt werden. Zellner: „Mit dieser Zeit bin ich fürs Erste zufrieden. Für die Junioren-WM in Kanada verlangt der DLV allerdings
14,
70 Sekunden. Das traue ich mir in einigen Wochen auch zu.“
Jörg Eisele verbesserte sich als Dritter von
16,
14 auf
15,
89 Sekunden. Matthias Barth (Vierter) gelang es, mit
16,
12 Sekunden sogar noch die Norm (
16,
40) für die baden-württembergischen Titelkämpfe zu unterbieten. Zehnkämpfer Michael Kieweg (Fünfter) steigerte sich um
28 Hundertstel auf
16,
43 Sekunden, und auf Rang sieben kam Nils Wacker in seinem ersten Hürdenrennen überhaupt immerhin auf
17,
46 Sekunden. Patrick Kerker musste sich mit
18,
52 und Platz acht zufrieden geben.
Zu einem Doppelsieg kam die
LG Staufen überraschend im Hochsprung, wo Jörg Eisele mit
1,
85 m nicht zu schlagen war und sich Nils Wacker um drei Zentimeter auf
1,
79 m verbesserte. Auf den Plätzen fünf bis sieben landeten Michael Kieweg (
1,
76 m). Matthias Barth (
1,
70 m) und Patrick Kerker (
1,
65 m). Den Stabhochsprung gewann David Assmann (
LG Filstal) mit
4,
20 m. Im Weitsprung hatte Titelverteidiger Stefan Köpf vor einem Jahr mit
7,
51 m geglänzt. Diesmal, wenige Wochen nach einer beidseitigen Leistenbruch-Operation, musste er kleinere Brötchen backen. Aus kurzem Anlauf genügten ihm dennoch
6,
62 m zum Sieg.
Routinier Tobias Bühner verteidigte seinen Titel im Kugelstoßen und erzielte dabei lustigerweise mit
12,
69 m genau die gleiche Weite wie bei seinem Erfolg
2009. Wenig später schlug er im Diskuswerfen ein zweites Mal zu. Mit
37,
29 m düpierte er die gesamte Konkurrenz. Jörg Eisele (Dritter) übertraf mit
33,
70 m seine Bestmarke um
51 Zentimeter. Auf Platz fünf warf Nils Wacker
30,
34 m und landete vor Patrick Kerker mit
28,
29 m.
Eindeutig bester Speerwerfer war Steffen Salenbauch (LSG Aalen) mit
56,
35 m. Die nächsten Plätze belegten Jörg Eisele mit
50,
51 m und Tobias Kerker, der sich um
2,
12 m auf
49,
08 m verbesserte. Auf den Rängen sechs bis neun folgten Matthias Barth mit
46,
53 m, Michael Kieweg mit
44,
43 m (bisher
42,
34 m), Nils Wacker mit
41,
40 m und Patrick Kerker mit
41,
24 m.
Etwas dürftig war das Niveau in einigen Frauendisziplinen. Lena Ilg (LSG Aalen) siegte über
100 Meter in
13,
35 Sekunden, Julia Stegmaier (
TSV Hüttlingen) über
400 m in
59,
93 Sekunden. Sehenswert waren jedoch die
800 Meter. Als Gaststarterin legte hier Tamara Seer (MTG Mannheim) gleich los wie die Feuerwehr. Svenja Sickinger schien keine Chance zu haben, heftete sich jedoch unverdrossen an die Fersen der Badenerin und zeigte ein sehr gleichmäßiges Rennen, wofür sie mit einer neuen Bestzeit belohnt wurde. Hinter Seer (
2:
11,
32) verbesserte sich die
19-jährige Bettringerin um
33 Hundertstel auf erstklassige
2:
13,
26 Minuten und hatte überhaupt keine Mühe, die Junioren-DM-Norm (
2:
17,
00) zu unterbieten. Trainer Lutz Dombrowski: „Das war für mich eindeutig das Highlight dieser Veranstaltung!“
Stefanie Saumweber (
SSV Ulm
1846) war über
100 m Hürden (
14,
64) ebenso wenig zu bezwingen wie im Weitsprung (
5,
85 m). Ungefährdet holte sich Cassandra Lüder den Kugelstoßsieg, wenn sie auch dieses Mal mit
12,
11 m knapp an der Junioren-DM-Norm scheiterte. Sehr erfreulich schließlich das Resultat im Speerwerfen. Gleich im ersten Durchgang schreckte
LG–Neuzugang Stefanie Nusser die Konkurrenz, indem sie mit erstaunlichen
41,
87 m ihren Hausrekord um über zwei Meter übertraf. Niemand kam mehr an die Weite der Ex-Ulmerin heran. Auch Isabell Blumenstock (Vierte) verbesserte sich um
60 Zentimeter auf
34,
21 m und darf sich jetzt auf die baden-württembergischen Meisterschaften (Norm
33,
00 m) freuen.
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