Höhere Förderung für Nordrandstraße, neue Heubacher Sporthalle liegt unter Kostenrahmen
„Geld ist kein Problem mehr“. Bürgermeister Klaus Maier hatte die Lacher auf seiner Seite, als er dies auf der neuen Klotzbachbrücke sagte. Doch der Bau der Nordrandstraße läuft, für den Kreisel gibt’s mehr Zuschüsse. Die weiteren Gewerke der neuen Sporthalle kommen günstiger als erwartet.
HEUBACH
(rw). Zu einem Ortstermin traf sich der Gemeinderat gestern am Rand des Gewerbegebiets Bachwiesen nahe der Firma MHG. Dort steht inzwischen die Brücke über den Klotzbach, errichtet im Zuge des Baus der Nordumfahrung. Sie engt den Bach nicht ein, und eine Hochwassermulde gehört auch zu der Baumaßnahme. Die „Feinarbeiten“, so Ingenieur Wolfgang Bartsch, werden bis Ende Juni ausgeführt, dann folgt auf einem noch aufzuschüttenden Damm die Straße in Richtung Osten bis zum geplanten Kreisverkehr an der Mögglinger Straße, der einen Außendurchmesser von
39 Meter haben wird bei einer Fahrbahnbreite von sechs Metern. Eine Geh– und Radwegunterführung für die Verbindung zwischen Mögglingen und Heubach westlich des Kreisels gehört dazu, ihre lichte Höhe beträgt
3,
41 Meter. Ebenso ein Geh– und Radweg am Damm des Nordrandstraße.
15000 Kubikmeter Erde sind für den Dammbau vorgesehen. Bauzeit ist bis November
2010.
Die Förderung, so Bürgermeister Klaus Maier, fällt mit
360000 Euro höher aus als erwartet. Statt aus dem Ausgleichsstock (
33 Prozent) kommt sie nun über die GVFG-Förderung (
60 Prozent). Nur die Verlängerung des Lärmschutzwalls ist nicht enthalten, diese ist von der Stadt allein zu bezahlen. Der Gemeinderat stimmte der Ausführung des
2. Bauabschnitts der Nordrandstraße bei zwei Enthaltungen nach kurzer Diskussion zu.
Eingehend befasste sich das Gremium mit den weiteren Gewerken der neuen Sporthalle, die zum Innenausbau gehören. Architektin Cathrin Dietz und Hartmut Reuss erläuterten die Ergebnisse, Dietz ging auch auf das Farbkonzept der Halle ein, die mittlerweile überdacht ist. Das Innere der Halle, auch der Boden, werden in einem „hell-neutralen“ Farbton gehalten. Kräftig farbig hervorgehoben wird die Treppe. Außen erhält der gegenüber dem Entwurf etwas abgewandelte Vorbau ebenfalls eine helle Farbe, während die Halle selbst in einem dunkleren, erdigeren Ton gehalten wird. Man liege bislang unter dem Kostenrahmen von
4,
6 Mio. Euro, nach den Vergaben bei
4,
1 Mio. In der tatsächlichen Abrechnung, so die Architektin, werde man wohl zwischen diesen beiden Zahlen liegen. Vergeben wurden Fliesen– und Plattenarbeiten, Estrich, Tischlerarbeiten Innentüren, Prallwand, Metallbau– und Schlosserarbeiten, Maler– und Tapezierarbeiten, Bodenbelagsarbeiten, Sportbodenarbeiten, Trockenbauarbeiten, Gebäudereinigung, Tischlerarbeiten Innenausbau, Sichtestricharbeiten und die Blitzschutzanlage. Die Mehrzahl der Gebote fiel günstiger aus als erwartet, einige waren teurer. Die Kostenberechnung kam auf
660000 Euro, die tatsächliche Vergabesumme für alle genannten Gewerke lag bei rund
590000 Euro.
Eine lebhafte Debatte entspann sich noch um eine mögliche Photovoltaikanlage, deren Kosten sich auf
108000 Euro belaufen. Während Roland Hegele (
CDU) angesichts der strapazierten Stadtfinanzen davon abriet, plädierte
Dr. Manfred Schmidtke dafür. Man könnte ein Beteiligungsmodell für die Bürger kreieren, „ich würde
3000 Euro investieren.“ Stadtrat Günther Lux erinnerte an die Zinsen: „Das Geld kommt zurück“. Man will darüber im Herbst entscheiden. Die Faltkipp-Tribüne bleibt späteren Zeiten vorbehalten, doch wie beschlossen wird ihr Einbau vorbereitet. Die Kletterwand wurde noch einmal modifiziert und um
6500 Euro teurer, was der Gemeinderat akzeptierte. Zum Jahresende, so der Schultes, werde die Halle fertig, im Januar
2011 geht sie sie in Betrieb. Am dritten Februarwochenende soll die Halle mit einer Sportgala eingeweiht werden. Einen Namensvorschlag hatte Maier auch schon: Rosensteinhalle. Darüber wird im Herbst beschlossen.
Das Gremium billigte zudem die Neufassung der Verwaltungsgebührensatzung und die Kreditermächtigung für
2010. Die Klausurtagung des Gemeinderats wurde auf den
15. Juni terminiert. Es geht dabei um die städtischen Finanzen, das Hallenbad, den Zeithorizont für die Halle in Lautern und die Stadthalle in Heubach und um weitere Konsolidierungsmaßnahmen. Unter „Sonstiges“ brachte die
SPD–Fraktion noch einen Antrag ein, nach welchem der Innenhof des Gymnasiums über eine Treppe zugänglich gemacht werden und außerdem ein Abstellbereich für Fahrräder geschaffen werden soll.
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