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» Schwäbisch Gmünd | Freitag, 14. Mai 2010

Er war einer von etwa 20 Erstspendern bei der DRK-​Blutspendeaktion im Stadtgarten

20 Erstspender etwa finden sich stets bei den Blutspendeaktionen des DRK ein – unter ihnen war jüngst auch Bürgermeister Dr. Joachim Bläse

SCHWÄBISCH GMÜND (sf). Etwa 280 Spender finden sich durchschnittlich bei den Blutspendeaktionen des Deutschen Roten Kreuzes in Gmünd ein. Zweimal im Jahr finden diese gewöhnlich statt. Etwas mulmig war ihm anfangs schon vor der Nadel, meint er. Weh tat es dann aber nicht. Und auch Renate Simblet, verantwortlich für den Marketingbereich bei der AOK, die ebenfalls als Erstspenderin anwesend ist, bestätigt, dass die Helfer des DRK etwas von ihrem Handwerk verstehen. Der Grund, warum beide gekommen sind: Sie wollen mit gutem Beispiel voran gehen! Die Idee kam dem Bürgermeister bei einer Blutspenderehrung. Damals hatte er versprochen, beim nächsten Mal mit dabei zu sein. Das größte Problem bei vielen Erstspendern sei vor allem, das meinen die Mitarbeiter des DRK, dass sie vor der Abnahme nicht genügend trinken würden oder gestresst dort ankämen. Auch dauert die Voruntersuchung bei Erstspendern gewöhnlich etwas länger, als bei anderen. Erstspender sein darf außerdem nur, wer unter 60 Jahre alt ist.
Für Renate Müller hingegen ist der Termin praktisch ein Jubiläum. Zum 50. Mal wird sie bereits zur Ader gelassen und vermutlich wird es für sie sogar das letzte Mal sein. In zwei Wochen nämlich wird sie 71 und ab diesem Alter ist es generell nicht mehr erlaubt zu spenden. Schlechte Erfahrungen hat sie nie gemacht. Bei ihr lief immer alles glatt und auch schwindlig ist ihr noch nie geworden.
Verwendet werden die Konserven in Krankenhäusern in ganz Baden-​Württemberg, erklärt die Leiterin, Anngret Grupp-​Kutil. Die Thrombozyten, also die weißen Blutkörperchen, kommen vor allem Krebspatienten zu Gute. Ansonsten werden die Konserven viel für Unfallopfer und bei Operationen verwendet.
Während das Blutplasma eingefroren bis zu zwei Jahren haltbar ist, und die roten Blutkörperchen etwa 30 Tage, sind die Thrombozyten schon nach vier Tagen nicht mehr brauchbar. Aus diesem Grund sind die Helfer oft auch an Feiertagen im Einsatz. Zwei Teams des DRK aus Ulm und sechs Ärzte sind an diesem Nachmittag im Gmünder Stadtgarten angerückt. Insgesamt sind es etwa 40 ehrenamtliche Helfer. Und wer dann einen halben Liter seines Blutes zu diesem guten Zweck abgegeben hat, bekommt zur Belohnung noch eine Stärkung in Form von Kaffee und Kuchen oder dann doch lieber einem Schweinerückensteak mit Soße.
 

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