Hohe Beteiligung am Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) des Bundes
Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten setzen die Unternehmen in Ostwürttemberg auf Innovationen, um in einem globalisierten Wettbewerb erfolgreich zu sein.
OSTWÜRTTEMBERG
(pm). Zu diesem Schluss kommt man, wenn man die herausragend hohe Beteiligung von Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus der Region am Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie betrachtet.
Das Förderprogramm ZIM startete am
1. Juli
2008 und bietet kleinen und mittleren Unternehmen bis Ende
2013 eine verlässliche Perspektive zur Unterstützung ihrer Innovationsbemühungen. Dies erfolgt durch eine attraktive Förderung von Kooperations– und Netzwerkprojekten sowie ab
2009 auch von einzelbetrieblichen Forschungs– und Entwicklungsprojekten. Karl Blum, Leiter des
IHK–Geschäftsfeldes Technologie und Innovation: „ZIM verzeichnet eine sehr hohe Nachfrage des innovativen Mittelstands in ganz Deutschland. Die Unternehmen nutzen intensiv die Möglichkeiten des Programms, um mit neuen Produkten und Verfahren noch besser im Wettbewerb bestehen zu können und in Krisenzeiten ihr wissenschaftlich-technisches Personal zu halten.“
Mit rund
1.
300 bewilligten Anträgen und einem kumulierten Fördervolumen von etwa
160 Mio. Euro seit Programmstart — das sind über
20 Prozent aller bewilligten Anträge und Mittel — liegt Baden-Württemberg mit deutlichem Abstand an der Spitze. Für Blum ist es umso erfreulicher, dass die Beteiligung von Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus Ostwürttemberg dabei sogar noch deutlich über dem Landesdurchschnitt liegt. Vergleichsbasis ist dabei die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten.
Pro
100 000 Beschäftigte kann Ostwürttemberg
45 bewilligte Anträge mit einer kumulierten Fördersumme von
5,
18 Millionen Euro vorweisen. Der Landesdurchschnitt liegt bei
33,
7 geförderten Projekten mit einer Gesamtsumme von
4,
15 Mio. Euro. „Dies zeigt erneut das herausragende Innovationspotenzial der Region und belegt einmal mehr, dass Ostwürttemberg den Slogan ‚Region der Talente und Patente’ zu Recht trägt“, stellt Blum fest.
Für Blum ist die herausragende Beteiligung Ostwürttembergs bei ZIM höchst erfreulich. „Die Wirtschaft tut damit das einzig richtige. Sie setzt verstärkt auf Innovation, um nach wirtschaftlich schwierigen Zeiten mit neuen Produkten und Verfahren durchzustarten.“
Leider steht das ZIM für einzelbetriebliche Innovationsprojekte westdeutscher Unternehmen nur noch bis Jahresende zur Verfügung. Danach muss sich der innovative Mittelstand des Landes dem Wettbewerb wieder ohne staatliche Hilfe stellen, denn Baden-Württemberg ist das einzige Bundesland, das derartige Forschungs– und Entwicklungsprojekte kleiner und mittlerer Unternehmen nicht fördert. „Die hohe Beteiligung baden-württembergischer Unternehmen an ZIM sollte für die Landesregierung ein deutliches Signal sein, diese nachteilige Situation zu ändern“, fordert Blum.
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