Das Stadtteilzentrum Ost bekommt einen Terrassenplatz
Zwei Tage harte Arbeit und rundum zufriedene Gesichter konnte man kürzlich im Stadtteilzentrum erleben. Das Ergebnis einer tollen Gemeinschaftsaktion in rekordverdächtiger Zeit ist ein schöner Terrassenplatz im Vorgarten des Bewohnerzentrums.
SCHWÄBISCH GMÜND
(pm). Auszubildende der benachbarten Firma Assfalg
GmbH sind mit ihrer Chefin Annette Assfalg zu einem sozialen Einsatz angetreten. Hinzu kamen einige arbeitslose Männer aus der Oststadt und Kollegen vom Sozialbetrieb Werkhof Ost.
„Dieses soziale Engagement ist bei uns mittlerweile fester Bestandteil in der Ausbildung“ erklärt Annette Assfalg. Sie gab den Anstoß dafür, in diesem Jahr das Sozialtraining für ihre Auszubildenden gleich in der Nachbarschaft abzuleisten. Bei den Mitarbeitern im Stadtteilzentrum stieß dieses Ansinnen gleich auf offene Ohren. Gibt es doch seit langem den Wunsch, den Vorgarten des Stadtteilzentrums Ost auszugestalten.
Mit einer Vielzahl von Arbeitsschritten zum Ziel
Was schaffen wir in zwei Tagen mit fünf Assfalg-Azubis, der Unterstützung vom Werkhof und Bewohnern der Oststadt? Dies war die Ausgangsfrage und so wurde ein ehrgeiziges Arbeitsziel gesetzt: Ein dekorativer Holzzaun sollte entstehen, damit Kinder nicht unbemerkt auf die stark befahrene Buchstraße springen können. Ein Terrassenplatz sollte angelegt werden — naturnah, also mit Rindenmulch und schließlich die Reparatur eines zerfallenen Maschendrahtzaunes. Dies war das gesteckte Arbeitspensum für die zwei Tage. Ob die Zeit ausreichen würde, war zu Beginn der Aktion noch unklar.
In einer Vielzahl von Arbeitsschritten musste das Team zeigen, was es drauf hatte: Löcher für die Zaunpfosten ausgraben,
20 Quadratmeter Grasnabe abstechen, Hölzer mit Stichsäge und Schleifpapier bearbeiten, später dann die Pfosten einbetonieren, Holzzaun zusammenschrauben und montieren, neue Metallpfosten setzen, entrosten der alten Pfosten, Streicharbeiten, Gras säen und vieles mehr. Dass alles fachmännisch richtig und auch gut koordiniert abgelaufen ist, dafür haben ganz und gar ehrenamtlich Herbert Kanzler und Josef Friedinger ihre Kompetenz eingebracht. Verstärkung gab es am zweiten Tag durch Heidi Macho, neue Sozialraumkoordinatorin Nord-Ost, die es sich nicht nehmen ließ, mitanzupacken und auf diese Weise gleich ein paar Oststadtbewohner kennenzulernen.
Und am Ende hat die Zeit
tatsächlich gereicht
Dass es den jungen Leuten ganz gut tat, sich mal handwerklich zu betätigen, was nicht unbedingt zu den Lerninhalten von Groß– und Außenhandelskaufleuten gehört, das war an der guten Arbeitsstimmung bei schönstem Sommerwetter spürbar. Für das leibliche Wohl auf der Baustelle sorgte das Küchenteam im Hintergrund, Mitarbeiterinnen von
JuFuN bis AhA und Diakonie.
Und am Ende hat die Zeit tatsächlich gereicht: alle geplanten Arbeiten konnten umgesetzt werden. So konnte sich über das Ergebnis nicht nur das erfolgreiche Team freuen, sondern die ganze Mannschaft des Stadtteilzentrums. Vor allem die Besucher des Stadtteilzentrums, von den Kindern bis zu den Senioren, werden ihre Freude am neu gestalteten Garten haben. Ab sofort dürfen sie den schattigen Platz unter einem Schirm von Apfelbäumen in Beschlag nehmen.
Jetzt fehlen nur noch ein paar schöne Gartenmöbel — drei Tische und Gartenstühle werden gesucht und eine Kinderspielgeräte wie Schaukel, Wippe oder Rutsche, dann ist der Garten komplett. „Vielleicht findet sich über die Zeitung noch der eine oder andere Sachspender“, so Stadtteilkoordinator Bernhard Bormann, der an diesen beiden Tagen Regie führte.
Wer Gartenmöbel oder Kinderspielgeräte kostenlos abzugeben hat, kann sich bei Helga Frey, Hauskoordinatorin im Stadtteilzentrum, Telefon
0 71 71/
18 11 53, melden.
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