Neuer Kreisverkehr im Mutlanger Norden soll vor allem pflegeleicht sein
Wie andernorts auch, hat auch in Mutlangen der vergangene, außerordentlich strenge Winter am innerörtlichen Straßennetz deutliche Spuren hinterlassen.
MUTLANGEN (hn). Zusammen mit dem örtlichen Ingenieurbüro LK
&P hat die Verwaltung eine Liste der dringendsten Instandsetzungsmaßnahmen an den Straßen erstellt. Für die Sanierung muss mit voraussichtlichen Kosten in Höhe von
55 000 Euro gerechnet werden, sagte Bürgermeister Peter Seyfried in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Hierfür sind im Haushalt
2010 keine Mittel vorgesehen, weshalb eine Finanzierung im Nachtragshaushaltsplan erfolgen muss.
Da die Firma Georg Eichele bei den letztjährigen Sanierungsmaßnahmen aufgrund der erfolgten Ausschreibung als mit großem Abstand der preisgünstigste Bieter war, schlug der Schultes vor, dieser Firma die diesjährig heranstehenden Arbeiten als Anschlussauftrag zu den damaligen Preisen zu übertragen.
Keinen Zweifel ließ der Bürgermeister daran, dass es innerhalb des Gemeindegebiets noch eine Vielzahl von Stellen gebe, die ebenfalls sanierungsbedürftig wären. Allerdings müssten in diesen Straßen zum großen Teil zuvor die Kanäle und auch die Wasserleitungen in Ordnung gebracht werden. Weiterhin sei im Falle eines Ausbaus ein Teil dieser Straßen auch erschließungsbeitragspflichtig.
Ricky Winter vom Ingenieurbüro LK
&P stellte anschließend die Liste der zeitnah zu sanierenden Straßen vor. Danach sind Arbeiten am Oberbelag im Bereich der Feld-/Berg-/und Schlossstraße, dem Kaiserring und Limesring, In der Breite, Ringstraße, Falkenweg und Kranichweg sowie im Bereich des Treppenzugangs und der Stützmauer an der inneren Spraitbacher Straße vorgesehen.
Gemeinderat Frieder Steinhilber (Grüne) regte an, bei dieser Gelegenheit auch die Gehwege im Bereich von Straßeneinmündungen, soweit bisher noch nicht erfolgt, barrierefrei herzustellen. Gemeinderat Werner Kurz (UWL) sprach sich dagegen aus, diesen Auftrag als Anschlussauftrag zu vergeben. Seines Erachtens müsste ansonsten die Firma nochmals einen zusätzlichen Preisnachlass einräumen. Hierzu musste sich Gemeinderat Kurz allerdings von Dipl. Ing. Winter sagen lassen, dass die Firma Eichele bei der letztjährigen Ausschreibung nahezu
20 Prozent günstiger als der an zweiter Stelle liegende Bieter war.
Erfahrungsgemäß könnten derzeit im Vergleich hierzu keine günstigeren Preise bekommen werden, ganz abgesehen davon, dass auch das Ausschreibungsverfahren einen zusätzlichen finanziellen Aufwand erfordere.
Auf Anfrage von Gemeinderätin
Dr. Susanne Scheckenbach (Frauen), in welchem Zeitraum die weiteren instandsetzungsbedürftigen Straßen saniert würden, gab der Bürgermeister zu verstehen, dass diese je nach Haushaltslage der Gemeinde in den nächsten Jahren abgearbeitet würden. Gemeinderat Hans Lasermann (
SPD) drängte auf die Erstellung einer Prioritätenliste, damit die Anlieger wüssten, wann ihre Straße „drankomme“. Vor einer derartigen Liste mit einer zeitlichen Festlegung warnte der Bürgermeister im Hinblick auf die ungewisse weitere finanzielle Entwicklung.
Gegen die Stimme von Gemeinderat Werner Kurz (UWL) beschloss der Gemeinderat mehrheitlich, das vorgeschlagene Straßensanierungsprogramm und eine Vergabe als Anschlussauftrag an die Firma Eichele.
Die Bauarbeiten für den neuen Kreisverkehr im Norden der Gemeinde sind derzeit in vollem Gange. Zur Gestaltung dieses Kreisverkehrs erhält die Gemeinde eine Skulptur von einem ortsansässigen Spender. Diese stammt von Sibylle Rettenmaier, ist aus Edelstahl und zeigt die Silhouette zweier Männer an einer Brücke. Vor Jahren stand sie zunächst auf dem Gmünder Münsterplatz und zierte dann als Leihgabe den Oststadt-Kreisel, bevor sie in private Hände überging. Die Größe liegt bei
2,
50 m Höhe und knapp
5 m Breite. Dipl. Ing. Ulrike Ambacher von LK
&P Ingenieure präsentierte dem Gemeinderat einen mit der Verwaltung erarbeiteten Gestaltungsvorschlag.
Danach ist vorgesehen, unterhalb der „Brücke“ einen „Bach“ mit dunklem Schotter anzudeuten. Um den Pflegeaufwand möglichst gering zu halten wird die restliche Fläche mit Lavendel und Ziergräsern gestaltet, deren Untergrund ebenfalls mit verschieden farbigem Schotter abgedeckt wird. Direkt unterhalb der Skulptur wird ein Kreis angedeutet, der mit Rindenmulch abgedeckt ist. Nach einer kurzen Diskussion konnte sich der Gemeinderat bei einer Stimmenthaltung (Melanie Kaim, UWL) mehrheitlich mit diesem Vorschlag anfreunden. Bei dieser Gelegenheit brachte Gemeinderat
Dr. Alban Steeb (UWL) auch die relativ lange Vollsperrung der Spraitbacher Straße infolge dieser Baumaßnahme zur Sprache. Die Notwendigkeit dieser Bauzeit begründete Ricky Winter mit den umfangreichen Arbeiten, die teilweise unter „Verkehr“ im Zuge der Nordentlastungsstraße durchgeführt werden müssen.
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