CDU-Gemeinderatsfraktion auf Tour durch die Stadt /LGH-Rektorin über ihre Schule: Leuchtturm, nicht U-Boot
Baustellen gibt es derzeit viele in Schwäbisch Gmünd. Drei wichtige Projekte besichtigte die CDU–Fraktion im Gmünder Gemeinderat.
SCHWÄBISCH GMÜND
(pm). Schwester Judith-Regina, Leiterin der Einrichtung St. Vinzenz in der Rektor-Klaus-Straße erläuterte bei einer Fraktionssitzung vor Ort das Angebot für Gehörlose, das die Schwestern aus Untermarchtal zusammen mit St. Josef in Gmünd böten und das in dieser Form einmalig sei. Gehörlose bekämen durch das Gmünder Bildungszentrum weite berufliche Perspektiven und St. Vinzenz biete insbesondere für psychisch Kranke eine bestmögliche Betreuung. In
75 Heimplätzen und Wohnungen in der Innenstadt, in denen ein eigenständiges Leben ermöglicht werde, sei die Einrichtung seit vielen Jahrzehnten führend in der Arbeit mit Gehörlosen. Der neue Gebäudeabschnitt nun, der sich derzeit im Bau befinde, stille das wachsende Bedürfnis nach einem erweiterten Pflegebereich.
CDU–Fraktionsvorsitzender Alfred Baumhauer dankte Schwester Judith-Regina für die wichtige Arbeit, mit der vor allem die Schwestern, aber auch die
80 Mitarbeiter/-innen täglich für den hervorragenden Ruf der Einrichtungen sorge. Am anderen Ende der Innenstadt ging mit Bau der Sporthalle im Uni-Park ein lang ersehnter Wunsch des Stadtverbandes Sport wie auch des Landesgymnasiums für Hochbegabte in Erfüllung. Stadtverbandsvorsitzender Christian Kemmer dankte bei einer Hallenbesichtigung ausdrücklich der
CDU–Fraktion für die Initiative, zusammen mit den Grünen und den Freien Wählern Frauen den Bau der Halle durchzusetzen. Vor allem für die Turner sei die neue Halle ein Segen und der Sport insgesamt profitiere von der Belegungsentlastung. Dem Dank schloss sich
LGH–Direktorin Annette von Manteuffel an. Für die Schüler/-innen entfielen lange Fahrtwege und die Sportangebote in der Freizeit bekämen durch die Halle eine ganz neue Dimension. Die Schule sei jetzt im sechsten Jahr ihres Bestehens führend bei den speziellen Herausforderungen der Hochbegabtenbildung. Von der Stadt und vom Land wünsche sie sich, mehr als Leuchtturm, denn als U-Boot behandelt zu werden.
Schließlich war Gmünds größte Gemeinderatsfraktion in Gmünds größtem Stadtteil Bettringen. Mit dem Neubau des Feuerwehrhauses, der Polizeistation und der Dorfmitte mache Bettringen einen riesigen Entwicklungsschritt, erläuterte Ortsvorsteherin Brigitte Weiß. Die Bettringer hätten sich die Ortsmitte lange gewünscht und hart um diese gekämpft. Die Bettringer Stadträte betonten dabei das große Engagement und die Eigenleistung, die Bettringen für diese Neugestaltung leiste. Auch die Feuerwehr bekäme das dringend notwendige neue Quartier.
Im Lichte der Finanzkrise, die auch Schwäbisch Gmünd stark beutele, seien die vielfältigen Investitionen in Gmünd bemerkenswert, resümierte Baumhauer. Bund, Land, Stadt, Industrie, Gewerbetreibende, soziale Einrichtungen und Privatleute nützten die günstigen Baukonditionen. Für die Stadtentwicklung seien dies sehr positive Zeichen, dass die Talsohle bald durchschritten sei. Die gewaltige Herausforderung jedoch sei, wenn sich die Finanzlage wieder bessere, den Sparwillen auch weiter durchzuhalten.
Noch keine Kommentare vorhanden.